Studienfahrten

Programm 2018

Studienfahrten  

Studienfahrtprogramm 2018

des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend

 

Fahrt 1: Ltg.: Barry Pijper Besuch in Tegelen - die Tiendschuur und das Chateau Holtmühle

Diese Exkursion führt uns nach Tegelen bei Venlo und wir besuchen dort das gut erhaltene Chateau HoltmühIe und die nahebei gelegene Tiendschuur, das heißt die Zehntscheune des Kasteels. Die Tiendschuur beherbergt heute ein Keramikmuseum, das sowohl historische wie neuzeitliche Keramik zeigt. Diese Sammlung ermöglicht einen faszinierenden Blick auf die Tegeler Tonwaren der letzten Jahrhunderte.

Das Chateau Holtmühle hat eine lange wechselvolle Geschichte, unter anderem residierte hier einige Jahre der Baron von Glasenapp, der auch literarisch verewigt ist. Heute ist es Sitz eines First-Class-Hotels mit allem Komfort. Wir werden Keramikmuseum und Chateau mit seinem Park besichtigen können und um 15.00 Uhr Kaffee und Kuchen zu uns nehmen.

Termine: Freitag, 23. März 2018, Freitag, 20. April 2018, und Freitag, 21. September 2018

Wir treffen uns um 14.00 Uhr. Eigenanreise zum Keramikmuseum Tiendschuur, Treffpunkt, Weg und Parkmöglichkeiten siehe Einladungsschreiben. Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt.

Teilnehmerbeitrag: 21,- € inklusive Führungen sowie Kaffee und Kuchen

Einzug: 1. 3. 2018

 

Fahrt 2: Ltg.: Beatrix Meuskens Asdonkshof - Zertifizierte Entsorgungskompetenz am Niederrhein

Am Niederrhein verfügt der Kreis Wesel über eine hochmoderne Abfallentsorgungsanlage. Seit 1997 sind sowohl die Verbrennungsanlage als auch die Nebenanlagen für die Bürger des Kreises Wesel und gewerbliche Kunden in Betrieb.

Neben der Entsorgung des Hausmülls aus der Restmülltonne werden Bioabfälle und Baum- und Strauchschnitt in den Bio-Kompostwerken verwertet. Darüber hinaus werden jegliche Arten von Problemabfällen (z. B. Batterien oder Farbeimer) gelagert und an die entsprechende Verwertungs- bzw. Entsorgungsstellen weitergeleitet.

Bei einem geführten Rundgang wird die Technik der Abfallentsorgung thematisiert. Kaffee und Kuchen bei einem Vortrag runden das Ganze ab.

Dieses interessante Nachmittagsprogramm dauert ca. 3 Stunden

Termine: 19. April 2018 und 26. April 2018

Treffpunkt siehe Einladungsschreiben, Beginn: 13.45 Uhr, Ende ca. 17.00 Uhr

Teilnehmerbeitrag: 10.- € pro Person (inklusive Begrüßungskaffee oder -tee, Führungen, Trinkgelder)

Einzug: 1. 3. 2018

 

Fahrt 3: Ltg. Gabriele Leurs Fahrt ins Münsterland „Auf den Spuren von Annette von Droste-Hülshoff"

Unsere Exkursion führt uns nach Havixbeck zum „Rüschhaus" und zur Burg Hülshoff. Auf der Burg wurde Annette von Droste-Hülshoff geboren. Wir beginnen um 10 Uhr mit einer Führung im „Rüschhaus". Danach findet eine Führung in der Burg „Hülshoff" statt.

Gegen 13 Uhr erwartet uns ein kleines Mittagessen in der Burg. Nach dem Mittagessen ist Zeit, den wunderschönen Park zu besichtigen.

Gegen 15 Uhr Weiterfahrt zum „Brauhaus Klute". Bei einem Kaffee und Gebäck hören wir die Geschichte der kleinen Privatbrauerei. Gegen 17 Uhr ist die Rückfahrt geplant.

Termin: Samstag, 5. Mai 2018, und Samstag, 1. September 2018

Abfahrt: 7.45 Uhr in Geldern am Busbahnhof, gegen 17 Uhr ist die Rückfahrt geplant

Ankunft am Gelderner Busbahnhof gegen 19 Uhr

Teilnehmerbeitrag: 68,- € (in diesem Betrag sind die Kosten für Führungen, Busfahrt, Mittagsimbiss, Trinkgelder und Kaffee enthalten)

Einzug: 1. 3. 2018

 

Fahrt 4: Ltg.: Klaus Oerschkes Besuch im Naturschutzgroßprojekt „NaturForum Bislicher Insel"

Unsere Exkursion führt uns zum Regionalverband Ruhr-Besucherzentrum „NaturForum Bislicher Insel" in dem Gebäude eines alten Bauernhofes. Teile der Auenlandschaft werden wir im Bereich der ehemaligen Rheinschlinge des Naturschutzgroßprojektes mit einer Führung erkunden und möglichst viele „Naturschätze" entdecken. Zahlreiche Tiere und Pflanzen, die sich den ständig verändernden Lebensräumen anpassen, werden wir sehen. Die neuen Flussauen sind ein wichtiger Teil des niederrheinischen Hochwasserschutzes. Dieser Hochwasserschutz und der Naturschutz bestimmen heute die von Naturgewalten und Menschenhand (Kiesabbau und Rheinbegradigung) geprägte einmalige Auenlandschaft.

Eine Besichtigung im Museum des RVR-Besucherzentrums mit der multiaktiven Ausstellung, ein gemeinsames Mittagessen sowie ein gemeinsames Kaffeetrinken runden den Besuch im NaturForum Bislicher Insel ab.

Da wir im Gelände laufen, sind wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk und ein Fernglas ratsam. Für Fotoaufnahmen bieten sich hier viele gute Gelegenheiten.

Termine: Samstag. 2. Juni, Montag, 4. Juni, und Dienstag, 5. Juni 2018

Treffpunkt: 9:50 Uhr Eigenanreise zum RVR-Besucherzentrum Bislicher Insel, Treffpunkt und Parkmöglichkeiten siehe Einladungsschreiben

Beginn der Führung: 10:00 Uhr

Rückfahrt individuelle Heimreise ab ca. 16:00 Uhr

Teilnehmerbeitrag: 35,- € inkl. Eintrittsgelder, Führung, Mittagessen, Kaffeetrinken mit Kuchen sowie alle Trinkgelder

Einzug: 15. 4. 2018

 

Fahrt 5: Ltg: Klaus Oerschkes und Hans Pierkes Mit dem Fahrrad auf Spuren der Frömmigkeit rund um die historische Stadt Straelen

Unsere historisch interessierte Gruppe wird zu Beginn unserer ca. 25 km langen Radexkursion am Haus Coull vom Freiherrn Eduard von Loe erwartet. Hier erfahren wir bei der Park- und Außenbesichtigung vom Herrenhaus einiges über seine bewegte Geschichte.

Mit dem Fahrrad werden wir rund um die historische Stadt Straelen einige Wegkreuze und Kapellen, die auf eine christliche Tradition und Frömmigkeit hinweisen, besuchen. Die einzelnen Objekte der Frömmigkeit werden vor Ort erläutert.

Eine kurze Führung in der bereits 1066 erwähnten Pfarrkirche St. Peter und Paul ist genauso eingeplant wie einige kurze Pausen mit Getränken und Gebäck.

Termine: Mittwoch. 6. Juni, Freitag, 8.Juni und Samstag, 9. Juni 2018

Treffpunkt: 7:50 Uhr Eigenanreise nach Straelen, Treffpunkt und Parkmöglichkeiten siehe Einladungsschreiben

Abfahrt: 8:00 Uhr, Rückkehr ca. 18:15 Uhr

Teilnehmerbeitrag: 19,- € inkl. Spenden, Führungen, Plätzchen und kleineren Erfrischungen

Einzug: 1. 4. 2018

 

Fahrt 6: Ltg.: Claudia und Heinz-Otto Sämerow Historisches Gouda und Schloss Amerongen, erstes Ziel des geflüchteten Kaisers

Die Geschichte Goudas ist unlöslich verbunden mit den Wasserwegen der Holländischen Ijssel und der Gouwe. Diese Flüsse brachten viel Reichtum in die Stadt. Wir werden bei einer Stadtführung entlang an Grachten und Schleusen uns mit der ruhmreichen Geschichte Goudas vertraut machen. Auch das weltberühmte Rathaus von Gouda sowie die Sint-Janskerk und die Käsewaage werden bei einer Führung auch durch die historische Innenstadt von Gouda nicht fehlen, mehr als 300 weitere geschichtsträchtige Monumente erwarten uns, wir wollen uns die schönsten und wichtigsten ansehen und dabei auch den Spuren des Humanisten Erasmus folgen.

Nachmittags fahren wir weiter zum Schloss Amerongen. Schloss Amerongen ist ein in den Ursprüngen 1286 entstandenes Wasserschloss in Amerongen. Die heutige Schlossanlage wurde 1672 errichtet und zählt zu den wichtigsten hundert Rijksmonumenten der Niederlande. Schloss Amerongen war Ort der persönlichen Abdankung Kaiser Wilhelms II. Am 28. November 1918 und erste Residenz im niederländischen Exil von 1918 bis zum Umzug in das benachbarte Haus Doorn 1920. Bei einer Schlossführung können wir die schöne Porzellan- und Musikinstrumente-Sammlung und die Familienporträts aus dem 18. und 19. Jahrhundert bewundern. Einige der Gemächer wurden um 1900 von Pierre Cuypers, dem Architekten des Rijksmuseums, angepasst und verschönert.

Termin: Donnerstag, 14. Juni 2018

Abfahrt: um 7 Uhr in Geldern am Busbahnhof, Rückkehr ca. 20.00 Uhr

Teilnehmerbeitrag: 75,- € (darin enthalten: Busfahrt Begrüßungskaffee, 1 warme Mahlzeit, alle Führungen mit allen Eintrittsgeldern, Nachmittagskaffee, Trinkgelder)

Einzug: 1. 5. 2018

 

Fahrt 7: Ltg.: Beatrix und Andreas Meuskens KOLUMBA – das Kunstmuseum des Erzbistums Köln und romanische Kirche St. Aposteln

Lange Zeit gehörte der Niederrhein zum Erzbistum Köln. Daran knüpfen wir bei unserer Tagesfahrt in das „alte, heilige Köln" an. Im Mittelpunkt stehen dabei die Besuche im Museum Kolumba und der romanischen Kirche St. Aposteln.

Wo noch Anfang des Jahrtausends die Ruine der Pfarrkirche St. Kolumba das Stadtbild dominierte, befindet sich nun inmitten der Kölner Innenstadt das Kolumba-Museum. Ein Neubau integriert die Überreste des im zweiten Weltkrieg zerstörten Gotteshauses und verbindet heute zweitausend Jahre abendländische Kultur in einem Haus.

Kolumba ist Kirche, Museum, architektonisches Meisterwerk: Das Kunstmuseum des Erzbistums Köln ist kein gewöhnlicher Bau, sondern ein durchdachtes Gebäude mit Vergangenheit.

Im Kolumba sind Werke aus dem Kunstbestand des Diözesanmuseums zu sehen, die im jährlichen Wechsel neu zusammengestellt werden. Zum zehnjährigen Jubiläum von Kolumba sind Exponate zweier Museen ausgestellt:

Das Römisch-Germanische Museum und Kolumba möchten mit dem „Pas des deux" ihrer Sammlungen die Notwendigkeit bewusst machen, in einer Welt voller Konflikte die vielfältigen Aspekte des Menschseins präsent zu halten.

Führungen finden in Kolumba außerhalb der regulären Öffnungszeiten statt, das ermöglicht uns als Gruppe das Museum in ruhiger Atmosphäre zu besuchen.

Am Nachmittag besichtigen wir die romanische Kirche St. Aposteln.

Im 11. Jahrhundert ließ Erzbischof Pilgrim an Stelle der heutigen Kirche St. Aposteln erstmals ein Kanoniker Stift errichten, das im folgenden Jahrhundert umgestaltet wurde. Im Innern werden beide Bauphasen auf gelungene Weise miteinander verbunden. Um 1200 erhielt St. Aposteln einen reich gegliederten Kleeblattchor sowie eine Achteckkuppel über der Vierung, die fast byzantinisch anmutet. Besonders beeindruckend ist die neue Raumwirkung durch die moderne Ausmalung der Choranlage von Hermann Gottfried.

Zwischen den Führungen stärken wir uns bei einem Mittagsimbiss in einem Kölner Brauhaus.

Der Tag klingt mit Kaffee und Gebäck im Maternushaus, einem Tagungshotel des Erzbistums Köln, aus. Dort wartet auch der Bus auf uns.

Termin: Donnerstag, 28. Juni 2018

Abfahrt: 8.00 Uhr am Busbahnhof in Geldern, Rückkehr gegen 18.00 Uhr

Teilnehmerbeitrag: 56.- € inkl. Busfahrt, Führungen, Eintritte, Mittagsimbiss mit einem Getränk, Kaffee, Tee und Kuchen

Höchstteilnehmerzahl 40 Personen

Hinweis: Bequemes Schuhwerk, ggf. Regenschirm und Kondition sind ratsam, da wir in Köln alles zu Fuß erschließen und die Wege nicht kurz sind.

Einzug 1. 5. 2018

 

Fahrt 8: Ltg.: Claudia und Heinz-Otto Sämerow Historisches Gent bei Tag und Nacht

Die belgische Stadt Gent, die lange Zeit zu den spanischen Niederlanden gehörte, ist nicht nur am Tag ein besonderer Anblick. Ein Spaziergang in der Nacht zeigt die wahre Schönheit und bietet mehr als nur gut beleuchtete Häuser.

Tagsüber werden wir das Museum der feinen Künste, eines der ältesten Museen von Belgien, besichtigen sowie die St.-Bavo-Kathedrale mit ihren mehr als 20 Altären, der bekannteste darunter ist der berühmte Genter Altar, ein Flügelaltar von Jan van Eyck.

Bei Einbruch der Dunkelheit werden uns die Stadtführer durch das illuminierte historische Stadtzentrum von Gent bis zur Burg Gravensteen führen.

Termin: Samstag, 10. November 2018

Abfahrt: Um 7.00 Uhr ab Busbahnhof Geldern, Rückkehr ca. 23.00 Uhr am Busbahnhof

Teilnehmerbeitrag: 98,- € (darin enthalten sind Busfahrt, Mittagessen, Abendimbiss, Führungen durch Museum und Kathedrale sowie alle Eintrittsgelder und die Stadtführung am Abend)

Einzug: 1. 9. 2018

Fahrt 9: Ltg.: Heinz-Dieter Bonnekamp, Gerd Halmanns Das Stundenbuch der Maria von Geldern. Ein mittelalterliches Kunstwerk im Museum Valkhof Nijmegen

Maria von Geldern war eine französische Prinzessin, die in allerhöchsten Kreisen verkehrte. 1405 heiratete sie Reinald IV., Herzog von Jülich und Geldern. Nach ihrer Hochzeit gab sie ein Gebetbuch mit wunderbaren Miniaturen in Auftrag, das heute zu den großen Kunstwerken des Mittelalters zählt. Aufgrund einer Zusammenarbeit zwischen der Radboud-Universität Nijmegen und der Staatsbibliothek Berlin und nach jahrelanger Forschung und Restauration ist das einzigartige Gebetbuch im Herbst 2018 in Nimwegen zu sehen. Professor Johan Oosterman, der Kurator der Ausstellung, wird auf der Jahreshauptversammlung 2018 in Issum das Buch sowie das bewegte Leben der Maria d´Harcourt, Herzogin von Geldern und Jülich, vorstellen. Einen Einblick in dessen faszinierende Bilderwelt kann man auch heute schon auf der Webseite www.ru.nl/mariavangelre/ verschaffen.

Nach einer speziellen Einführung werden wir die Ausstellung mit einer „Audio-Tour" erleben. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken haben wir weitere zwei Stunden die Gelegenheit, um entweder einen Rundgang durch Nimwegen zu machen oder auf eigene Faust das Museum weiter zu erkunden.

Termine: Donnerstag, 29. November 2018, und Samstag, 1. Dezember 2018

Anfahrt: 10.45 Uhr ab Busbahnhof Geldern, Rückkehr: ca. 18 Uhr

Teilnehmerbeitrag: 42 € (inklusive Hin- und Rückfahrt, Museumseintritt, Führung, Kaffee/Tee mit Kuchen)

Höchstteilnehmer: je 40

Einzug: 1. 10. 2018

 

Mehrtagesfahrt 1 

Fahrt 10: Ltg.: Klaus Oerschkes, Dieter Bonnekamp Reise in die Heimat von Maria d'Harcourt, Herzogin von Geldern - die Normandie

 

Unsere Exkursion führt uns in die historische Normandie. Wir werden einige geschichtsträchtige Städte der Region besuchen, die Ereignisse am Atlantikwall vor bald 75 Jahren nachvollziehen und das Einflussgebiet der Familie d`Harcourt erkunden.

Bei der Fahrt durch diese wunderschöne Region begleiten uns ortskundige, deutschsprachige Reiseleiter. Wir besichtigen einige der bedeutendsten Städte und Orte der Normandie, unter anderen Rouen, Etretat (Alabasterküste), Fécamp, Le Havre, Honfleur, Caen, Bayeux, Evreux, Lisieux, Harcourt, Bernay und - schon etwas außerhalb der Normandie - Giverny. Neben schönen Gartenanlagen lernen wir eindrucksvolle Kirchen kennen und probieren auch einige Produkte des Landes: Käse, Calvados und Benediktine.

Entlang der landschaftlich schönen Atlantikküste besichtigen wir einige Orte der alliierten Invasion von 1944 sowie einen amerikanischen und einen deutschen Soldatenfriedhof.

Termin: Sonntag 15.Juli bis Sonntag 22. Juli

Abfahrt : 5:00 Uhr am Busbahnhof in Geldern (Einstieg ab 4:45 Uhr)

Rückkehr: Ankunft Geldern Busbahnhof ca. 20:30 Uhr

Kosten und Preise: Teilnehmerbeitrag: ca. 998,- € inkl. Buskosten , 7x Ü/Früh im DZ oder EZ, 7x Abendessen, 2x Mittagessen, Kaffee und Plätzchen im Bus, alle Eintrittsgelder, Führungen und Trinkgelder - Einzelzimmerzuschlag 238,- €

Einzug des gesamten Teilnehmerbeitrags erfolgt am 1. 4. 2018

 

Mehrtagesfahrt 2

Fahrt 11: Ltg.: Claudia und Heinz-Otto Sämerow Auf geldrischen und niederländischen Spuren in Bayern

Die Niederlande und ein guter Teil Niederbayerns haben eine gemeinsame Geschichte: Von 1353 bis 1425 regierten wittelsbachische Fürsten das „Herzogtum Bayern-Straubing-Holland". Während Den Haag Haupt- und Residenzstadt der Grafschaften Holland, Seeland, Friesland und Hennegau war, bildete Straubing den Mittelpunkt des niederbayrischen Landesteils. Gegenseitige Einflüsse, insbesondere kultureller Art, gab es hier wie dort. Hier in Straubing werden wir einen Streifzug durch die Jahrhunderte unternehmen und dazu gehört ebenso der gotische Stadtturm, das barocke Juwel der Ursulinenkirche, der imposante Bau des Herzogsschlosses an der Donau sowie die prächtigen Patrizierhäuser rund um den Stadtplatz, die von Wohlstand und Kunstsinn der Straubinger Kaufleute erzählen.

In Neuburg an der Donau, Haupt- und Residenzstadt von Pfalz-Neuburg, wo Pfalzgraf Philipp-Ludwig einst die Anna von Jülich, Kleve, Berg heiratete und dadurch den Grundstein für die reiche Erbschaft des Hauses Neuburg am Niederrhein legte, werden wir uns nicht nur das Residenzschloss mit seinen kostbaren Schätzen, wie die kirchlichen Textilien aus dem Neuburger Ursulinenkloster, das Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz 1798 stiftete, die prächtigen kirchlichen Ornate und die bedeutenden Altar-Antependien mit biblischen Szenen wurden im 18. Jahrhundert von den Ursulinerinnen in Seide, Silber und Gold gestickt, sie sind von herausragender künstlerischer Qualität, sondern auch die Staatsgalerie Flämische Barockmalerei mit Werken der bedeutendsten flämischen Meister wie Peter Paul Rubens, van Dyck, Teniers und Breughel ansehen. Neuburg an der Donau gilt heute als eine der schönsten Renaissance-Städte Bayerns.

In Postmünster werden wir das Schloss Thurnstein besuchen. Schloss Thurnstein befindet sich im Besitz der Grafen Basselet de la Rosée, den letzten Nachfahren der Grafen von Egmond, deren Spuren wir hier nachgehen wollen. Die barocke Dreiflügelanlage wurde um 1689 über Resten der mittelalterlichen Burg erbaut. Es entstand im 13. Jahrhundert und erhielt im 17. Jahrhundert sein heutiges Aussehen. Die Schlosskirche Maria Heimsuchung von 1782 ist im Rokoko-Stil und klassizistisch ausgestattet. Ihren besonderen Charakter erhält die Kirche durch ein Deckenfresko, welches der italienische Künstler Johann Nepomuk della Croce im Jahr 1783 geschaffen hat. Es stellt in vier Hauptszenen die Geschichte der Königin Esther dar.

In der Altstadt von Bamberg, des größten unversehrt erhaltenen historischen Stadtkerns Deutschlands und zu schützenden Weltkulturerbes der UNESCO, besuchen wir unter anderem das von Tilmann Riemenschneider geschaffene Kaisergrabmal im Bamberger Dom, das Grabmal der Kunigunde, Tochter des Grafen Siegfried I. von Luxemburg, und ihrem späteren Ehemann, dem Kaiser Heinrich II. In der Staatsbibliothek nehmen wir an einer Führung im Rahmen des Weltdokumentenerbes der UNESCO teil. Hier lagern Dokumente von Weltrang.

Das Naturwunder Donaudurchbruch werden wir bei einer gemeinsamen Schifffahrt erleben, und anschließend das Kloster Weltenburg besichtigen. Gegründet wurde es von dem burgundischen Wandermönch Agilus von Luxeuil. Baumeister der Abteikirche St. Georg war Cosmas Damian Adam. Der Bau gilt als ein Glanzstück süddeutschen Rokokos. Zu unserem Programm gehört eine anschließende Weiterfahrt nach Kelheim, um von dort aus mit der Ludwigsbahn den Aufstieg zur Befreiungshalle, die von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon in den Befreiungskriegen 1813 - 1815, zurückzulegen.

Anschließend werden wir in der Weltkulturerbestadt Regensburg den historischen Reichstag im alten Rathaus sowie die Dokumentensammlung der Reichsstände besuchen. Von hier aus werden wir auch der Walhalla einen Besuch abstatten. Der mächtige Tempel erhebt sich auf dem Bräuberg über der Donau und ist eines der bedeutendsten Bauwerke des Klassizismus in Deutschland. Der die Walhalla-Genossen verbindende Gedanke, sie alle mögen „teutscher Zunge" sein, vereint und erhebt die Geehrten zur Frühform einer europäischen Gemeinschaft. Hier wird u. a. an Wilhelm von Oranien, den niederländischen Freiheitsstifter, Moritz von Oranien, Wilhelm III. von Oranien, Hugo de Groot, Peter Paul Rubens, Jan van Eyck und andere bedeutende Persönlichkeiten erinnert.

Die Heimfahrt erfolgt über Schloss Weissenstein in Pommersfelden. Hier befindet sich eine der größten privaten Gemäldesammlungen alter Meister im deutschsprachigen Raum, insbesondere niederländische und flämische Meister werden hier gezeigt. Die Rückfahrt erfolgt über die einstige Reichsstadt Dinkelsbühl.

Termin: Sonntag, 19. August, bis Samstag, 25. August 2018

Abfahrt: Um 7.00 Uhr in Geldern ab Busbahnhof, Rückkehr ca. 21.00 Uhr am Busbahnhof

Teilnehmerbeitrag: 880,- € im Doppelzimmer (darin enthalten sind: Die Fahrt mit dem Reisebus, 6 Übernachtungen in einem Bayrischen 4-Sterne-Hotel, 6mal Landfrühstück vom Buffet,6mal 3-Gang-Abendmenu, 4mal Mittagsimbiss oder Kaffee und Kuchen, Bootsfahrt über die Donau, Hafenrundfahrt in Bamberg, Gelder für alle Stadtführungen und Stadtrundfahrten, sämtliche Eintrittsgelder für Schlösser, Kirchen, Klöster und Museen sowie Trinkgelder)

Einzelzimmerzuschlag: 145,- €

Einzug 1. 4. 2018

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