Studienfahrten

Programm 2017

Studienfahrten  

Studienfahrtprogramm 2017 des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend

 

Fahrt 1:     Ltg.: Waltraud und Gerd Halmanns      Erlesene Nachbarschaft: Kölner Kunstgeschichte im Dom und in der Basilika Sankt Andreas

Lange Zeit gehörte der untere Niederrhein zum Erzbistum Köln. Daran knüpfen wir bei unserer Tagesfahrt ins „alte, heilige Köln“ an. Im Mittelpunkt stehen dabei die Schätze der romanischen Kir­che St. Andreas und der gotischen Hohen Domkirche St. Petrus. Zwei ausgewiesene Kunsthistori­kerinnen, Frau Dr. Ursula Clemens-Schierbaum sowie Frau Maria Eicker M.A., werden uns in zwei je 90-minütigen Führungen die beiden Gotteshäuser erläutern. Zwischen den beiden intensiven Führungen besteht Gelegenheit zur Diskussion bei Suppe und „halvem Hahn“. Den Abschluss bil­det ein gemeinsames Kaffeetrinken im Museumcafé Ludwig. Sollte wegen eines kurzfristig ange­setzten Gottesdienstes ein Besuch in St. Andreas nicht möglich sein, werden wir die romanische Kirche St. Martin besichtigen. Die Höchstteilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt (2 Gruppen zu je 20 Personen).

Termine:          Samstag, 25. März 2017, und Samstag, 1. April 2017

Abfahrt:           8 Uhr in Geldern am Busbahnhof, Rückkehr ca. 17:30 Uhr.

Teilnehmerbeitrag: 53 € inkl. Busfahrt, Führungen, Eintritte, Mittagsimbiss (ohne Getränk), Kaffee, Mineralwasser, Kuchen

Einzug: 1. 3. 2017

 

Fahrt 2:     Ltg.: Klaus Oerschkes         Eine spannungsvolle Zeitreise in die elektrische Energieverteilung

Mit einer Ausstellungsfläche von ca. 3000 Quadratmetern ist die ELEKTROTHEK OSTERATH eine Besonderheit. Hier erhalten wir einen entwicklungsgeschichtlichen Einblick in den Bereich, den wir immer dann wahrnehmen, wenn der Strom mal nicht aus der Steckdose kommt.

Im ca. 100-jährigen ehemaligen Umspanngebäude bekommen wir einen Einblick in die langjähri­gen technischen Entwicklungen, die zwischen den Kraftwerken und unseren Steckdosen liegen. 

Auf dem Außengelände des Umspannwerks werden wir die ehemaligen Ortsnetzstationen, Hoch­leistungstransformatoren unterschiedlichster Bauarten, Leistungs- und Trennschalter bis 380kV se­hen und erklärt bekommen. Auf dem Rundgang bekommen wir u. a. eine alte Kraftwerkswarte, die Sicherheits- und Schutztechniken, die Strommesseinrichtungen, die Kabelverbindungstechnik und den Freileitungsbau erläutert.

Der spannende Rundgang dauert ca. 2,5 Stunden.

Termine: jeweils Dienstag, 4. April, 11. April und 25. April 2017

Der Bus steht um 13:45 Uhr am Busbahnhof in Geldern bereit.

Die Abfahrt ist um 14:00 Uhr

Die Ankunft in Geldern ist für ca. 18:30 Uhr geplant

Der Teilnehmerbeitrag: 29 €, inklusive der Bus- und Führungskosten, Spenden, Getränke und Plätzchen und Trinkgelder

Einzug 1. 3. 2017

 

Fahrt 3:     Ltg.: Klaus Oerschkes      Forschungszentrum Jülich, Einblicke in die Zukunftsforschung

Diese hoch interessante Exkursion führt uns in das Forschungszentrum für Schlüsseltechnologien. 

Studenten und Doktoranden erhalten in Jülich schon früh die Möglichkeit, selbstständig zu for­schen und zu arbeiten und so zu gefragten Spezialisten und Fachkräften heranzuwachsen.

Wir erhalten in verschiedenen Instituten die Möglichkeit bei den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über die Schultern zu schauen.

Zunächst wird uns ein junger Wissenschaftler einen Überblick über das Zentrum und die vielfälti­gen Forschungsthemen geben. Hier bekommen wir die erste Möglichkeit, Fragen zu stellen oder aktuelle Forschungsthemen zu diskutieren.

Während einer Rundfahrt über das etwa zwei Quadratkilometer großes Gelände lernen wir einige Institute und Forschungsgroßgeräte kennen.

Dabei werden wir den Supercomputer mit den vielfältigen Auswertungen der aktuellen terrestri­schen Daten (u.a.Temperatur, Niederschlag, Grundwasserspiegel, zukünftige Klimaszenarien, Ge­sundheits- und Hirnforschung) für NRW und Europa sehen.

In Jülich wird u.a. an umweltschonenden Energieformen für das 21. Jahrhundert geforscht. Dazu zählen Kernfusion, Photovoltaik, umweltfreundlichere Kraftwerke und Kraftstoffgewinnung. Im Insti­tut für Neurowissenschaften und Medizin werden Forschungen betrieben, um die neurologischen und mentalen Erkrankungen besser zu verstehen, zu diagnostizieren und zu therapieren.

Wegen der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen müssen sich die Teilnehmer vorher ausweisen und mindestens 16 Jahre alt sein. Aus Sicherheitsgründen können Einzelpersonen die Führungen nicht vorzeitig beenden oder die Gruppe verlassen. Während der Führungen gibt es sehr wenige Sitzmöglichkeiten. Die Wege zu den einzelnen Instituten und Besichtigungspunkten sind nicht alle behindertengerecht ausgeführt. Schwangere oder Menschen mit Herzschrittmachern etc. können nicht alle Bereiche des Forschungszentrums betreten.

Während der Besichtigung haben wir die Möglichkeit individuell in der Kantine auf dem Gelände des Forschungszentrums etwas zu essen und zu trinken.

Termine:          Freitag, 7. April, Freitag 21. April und Mittwoch, 3. Mai 2017

Abfahrt:           8:00 Uhr am Busbahnhof in Geldern, Rückkehr ca. 17:45 Uhr in Geldern

Teilnehmerbeitrag: 42 € inkl. Busfahrt und Trinkgeld;  Mittagessen, Getränke, Gastgeschenke, die Führungen auf dem Gelände des Forschungszentrums sind kostenlos

Einzug: 1. 3. 2017


Fahrt 4:     Ltg.: Klaus Oerschkes        Gestern – heute: Auf Kulturpfaden durch Emmerich nach Wesel

Wie in vielen anderen Städten am Niederrhein haben auch in Emmerich Tradition und Moderne im spannungsreichen Nebeneinander auf dichtem Raum ihre Spuren hinterlassen. Das restaurierte Waldschlösschen Borghees, in dem Catharina Rickers, die fortschrittliche und später einflussrei­che „Catharina Reichsgräfin von Wartenberg“, bis ca. 1695 lebte, bildet die erste Station der „Han­setour“. Ein Beispiel moderner sakraler Architektur wiederum ist die 1966 von Professor Dieter Ge­org Baumewerd erbaute Heilig-Geist-Kirche im Ortsteil Leegmeer, die seinerzeit aufgrund ihrer avantgardistischen Umsetzung religiöser Motive nicht den Geschmack der Gemeinde traf und lan­ge Zeit abgelehnt wurde.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen geht es unter sachkundiger Leitung einer Stadtführerin wie­der zurück ins frühe Mittelalter, für das die denkmalgeschützte St.-Martini-Kirche aus dem Jahre 1040 ein monumentales Zeugnis ablegt.

Zeitgeist, Hanseatenluft und Geschmacksgeschichte führen die Exkursionsteilnehmer schließlich zum betriebseigenen „Museum für Kaffeetechnik“ des Röstmaschinenherstellers Probat in Emme­rich, das Wissenswertes über die beliebte Bohne und ihre Herkunft wie auch Zubereitung vermit­telt. Auf dem Weg zurück zum Startpunkt Geldern wird am Traditionsbetrieb Neuhollandshof in We­sel Halt gemacht. Der Neuhollandshof beschäftigt sich seit 150 Jahren mit Obst und seinen Ver­edelungsmöglichkeiten. Eine Hofbesichtigung mit Produktverköstigungen sowie ein Abendimbiss sind krönender Abschluss eines Ausflugs für alle Sinne..

(Programmänderungen durch unvorhersehbare Ereignisse können nicht ausgeschlossen werden.) Wegen aktueller Ereignisse (Wetterverhältnisse und Terminanpassungen etc.) behalten wir uns Änderun­gen bei einigen Besichtigungspunkten vor.

Termine:        Freitag, 28. April 2017 und Freitag, 5. Mai 2017

Die Abfahrt ist um 6:45 Uhr am Busbahnhof in Geldern (Einstieg ab 6:30 Uhr)

Die Ankunft in Geldern ist für ca. 20:30 Uhr geplant.

Teilnehmerbeitrag:      79 €, Inklusive sind alle Führungen, Eintrittsgelder, Kaffee im Bus, Mittagessen, Kaffee mit Plätzchen so­wie ein Abendimbiss und alle Trinkgelder

Einzug: 1. 3. 2017


Fahrt 5:     Ltg.: Caudia und Heinz-Otto Sämerow          Mystische Peel

In einem Dreieck, das die Städte Venlo, Roermond und Eindhoven bilden, liegt in den Niederlan­den der Nationalpark "De Groote Peel" - ein Hochmoorgebiet mit einer Fläche von ca. 1.400 Hektar.

Dieser Naturpark hat internationales Format und ist heute für seinen Vogelreichtum und die herrli­che wasserreiche Landschaft berühmt. Überall in diesem Hochmoor sind Spuren der Vergangen­heit zu finden, als emsige Arbeiter noch den Torf, das schwarze Gold von De Peel, ausgruben.

Zahlreiche Sagen und Legenden ranken sich um dieses geheimnisvolle Sumpfgebiet,  man sprach in  vergangenen Jahrhunderten hier von Werwölfen, weißen Frauen, verhexten Kaninchen, Katzen und Hunden, Zwergen, Gnomen und Riesen, von teuflischen Glocken aus der Ferne. Mittlerweile haben die Torfstecherei, die Imker, die Forscher, Kartografen, Biologen und Naturschützer die Peel weitgehend seiner geheimnisvollen Natur beraubt. Schriftsteller, Museen, Maler haben dabei geholfen, Historisches und Geschichten aus der Zeit, als die Menschen noch entlang der gefährlichen Torfgruben ihre Arbeit verrichteten, festzuhalten.

Wir werden bei unserer Tagesfahrt den Spuren der Vergangenheit nachgehen. Auf dem Programm stehen unter anderem der Besuch eines Freilichtmuseums, eines Museums, der Besuch von versteckten Dörfchen, wo einst die Arbeiter mit ihren Familien lebten, und natürlich ein Einblick in die imposante Naturlandschaft.

Termine:          Mittwoch, 10. Mai 2017, und Samstag, 13. Mai 2017

Abfahrt:           9 Uhr in Geldern am Bahnhof

Kosten:           49 € pro Person, darin enthalten: Begrüßungskaffee, Lunch, Kaffee und Kuchen, alle Eintrittsgelder und Führungen, die Busfahrt und alle Trinkgelder

Einzug: 1. 4. 2017


Fahrt 6:     Ltg.: Klaus Oerschkes      Entdeckungsreise im ehemaligen Grenzgebiet zum Herzogtum Geldern; Kloster Mariendonk und Anrath

Die Paramentenwerkstatt im Kloster Mariendonk ist unser erstes Besichtigungsziel. Hier werden  in der Handweberei und Handstickerei sowie der Näherei Textilien vorwiegend für den liturgischen Gebrauch gestaltet. Die Produkte bilden eine schöpferische Einheit von edlem Material und kunsthandwerklichem Können. In der Stickerei werden außerdem vielfältige Fahnen gearbeitet (Schützen- und Vortragsfahnen etc.).

Nach dem individuellen Mittagessen in der Hausbrauerei Schmitz Mönk werden wir durch den ehemaligen Marktflecken Anrath geführt, wo wir interessante geschichtliche Details vermittelt bekommen. Die Entstehung Anraths, wahrscheinlich im 9. Jahrhundert, geht zurück auf einen Herren- oder Fronhof der Kölner Erzbischöfe im heutigen Ortskern. Wir werden die wichtigsten Gebäude und interessantesten Dönekes bei unserem Rundgang durch Anrath vermittelt bekommen.

Unser letzter Besichtigungspunkt ist die am 30. Oktober 1898 geweihte Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Die  im neugotischen Stil errichtete Kirche wurde von dem Düsseldorfer Architekten Prof. Josef Kleesattel als dreischiffige Backsteinhalle mit einem nördlichen Seitenschiff aus zwei Jochen ausgeführt. Die Vorgängerkirche im Stil der romanischen Landkirchen wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Besonders sehenswert sind der figürliche Glasgemäldezyklus (ca. 1900) im Chor, der Altar und die Johannesschüssel (1668) aus getriebenem Silber. Die besonders sportlichen Teilnehmer sollten bei der möglichen Turmbesteigung ein Fernglas mitnehmen.

Termine:          Freitag, 12. Mai, Mitwoch, 21.Juni, und Freitag, 23. Juni 2017

Der Bus steht um 8:00 Uhr am Busbahnhof in Geldern bereit.

Die Abfahrt ist um 8:15 Uhr. Die Ankunft in Geldern ist für ca. 18:45 Uhr geplant.

Der Teilnehmerbeitrag: 43,00 €, inklusive der Bus- und Führungskosten, Spenden, Kaffetrinken und Kuchen und Trinkgelder

Einzug: 1. 4. 2017

Fahrt 7:     Ltg.: Klaus Oerschkes      Duisburg, dauernd unterwegs; eine Industriemetropole im
Wandel“ Tagestour nach Duisburg mit Besichtigung des Haniel-Museums und Stadtrundfahrt

Der Strukturwandel, die Aufgabe von Produktionsstätten der Stahl- und Schwerindustrie, die Ansiedlung neuer Industriezweige, hat Duisburg in Bewegung gehalten. Unsere Studienfahrt begibt sich auf Spurensuche nach dem alten und dem neuen Duisburg. In einigen Stadtteilen werden wir die Veränderungen in Augenschein nehmen, die durch neue Wohnbebauung, Ansiedlung neuer Industrieunternehmen sowie auch durch die Rheinverlagerungen entstanden sind. Denn auch der Rhein war häufig in den Duisburger Stadtteilen unterwegs. Das Privatmuseum der Haniel-Reederei in Duisburg-Ruhrort ist die erste Station unserer Tour. Dort erfährt man nicht nur Wissenswertes über die Geschichte des Unternehmens, sondern auch über die bewegte Historie der Ruhrorter Binnenschifffahrt. Der Getränkeproduzent Hövelmann in Walsum gilt als gelungenes Beispiel für die Ansiedlung neuer Produktionsstätten. Nach Werks-Besichtigung und erfrischenden Kostproben werden wir bereits im Walsumer Brauhaus Urfels zum Mittagsbuffet erwartet.

Die weitere Strecke führt über das multikulturelle Marxloh und Althamborn zum Landschaftspark Duisburg-Nord in Du-Obermeidereich. Der ehemalige Stahlindustriestandort wird uns bei einer kurzen Führung erläutert. Schlaglichtartig streifen wir auf der Weiterfahrt den Duisburg-Ruhrorter Hafen, um uns dann von der Landmarke „Tiger und Turtle“ im Angerpark, der einzig begehbaren Achterbahn der Welt, mit einem atemberaubenden Blick von oben zu belohnen. Nach Rast und Imbiss treten wir die Rückfahrt an.

Aufgrund aktueller Ereignisse (Wetterverhältnisse und Terminanpassungen etc.) behalten wir uns Änderungen bei einigen Besichtigungspunkten vor.

Bitte denken Sie an festes Schuhwerk und ein Fernglas (Fernsicht von „Tiger und Turtle“).

Termine:          jeweils Freitag, 19. Mai und 2. Juni 2017

Der Bus steht ab 6:45 Uhr am Busbahnhof in Geldern bereit.

Abfahrt: 7:00 Uhr, die Ankunft in Geldern ist für ca. 20:00 Uhr geplant.

Teilnehmerbeitrag: ca. 68 €, inklusive sind alle Führungen, Mittagessen, Kaffee und Plätzchen sowie ein Abendimbiss und alle Trinkgelder

Einzug: 1. 4. 2017

 

Fahrt 8:     Ltg.: Gabriele Leurs Fahrt in den Erftkreis zu der Insel Hombroich und nach Liedberg

 

Insel Hombroich – ein Ensemble aus Landwirtschaft, Architektur und Kunst. Am Anfang stand ein von Ausläufern der Erft umgrenzter Park mit historischem Baum- und Pflanzenbestand. Der Gartenarchitekt Bernhard Korte schuf eine außergewöhnliche Auen- und Parklandschaft. In diesem Areal gibt es zehn begehbare Skulpturen, Kunst- und Kulturgegenstände aus zwei Jahrtausenden. Werke von Anatol, Erwin Heerich und Hans Arp werden uns erklärt. Herr Nottholf führt uns eineinhalb Stunden durch die Ausstellung.

Gegen 13 Uhr erwartet uns im Café ein deftiger, einfacher Imbiss und Kaffee.

Etwa um 14:30 Uhr ist die Abfahrt nach Liedberg. Frau Thoenissen erwartet uns in Liedberg am Bus.

Gegen 15 Uhr führt sie uns durch ein mittelalterliches Städtchen. Wir erfahren die Bauweise der Fachwerkhäuser, Belagerungen durch die Römer und die Arbeit der Menschen vor 100 Jahren in den Bergwerkstollen. Anschließend, gegen 16:30 Uhr, genießen wir bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen die Atmosphäre im „Liedberger Brauhaus“. Um 18 Uhr fahren wir zurück.

Termin:     24. Juni 2017

Abfahrt:     um 9:30 Uhr ab Busbahnhof in Geldern

Ankunft:    um ca. 19:30 Uhr am Busbahnhof in Geldern

Teilnehmerbeitrag: 55 € inklusive Führungen, Imbiss sowie Kaffee und Kuchen

Einzug: 1. 5. 2017

Fahrt 9:      Ltg.: Claudia und Heinz-Otto Sämerow         Zu Besuch bei Nehalennia

Nehalennia ist eine niedergermanische Schutzpatronin aus vorchristlichen Zeiten. Der Kult der Nehalennia war von der Nordseeküste bis nach Köln verbreitet .Sie war die Schutzpatronin der Kaufleute mit ihren Handelsschiffen, die geladen mit Salz und Wein blühende Handelsbeziehungen hauptsächlich zwischen Zeeland und Köln unterhielten.

Der äußerste Südenwesten der Niederlande ist gesegnet mit Wasser. Die Nordsee und das Flussdelta von Schelde, Maas und Rhein gaben dem Land den Namen. Zeeland ist in seiner Geschichte vom Kampf gegen das Wasser geprägt. Die Provinz unserer niederländischen Nachbarn liegt zu mehr als der Hälfte unterhalb des Meeresspiegels und wurde im Laufe seiner Geschichte von schweren, vernichtenden Sturmfluten heimgesucht. Nach einer besonders schweren Sturmflutkatastrophe im Jahre 1953 sind die Deltawerke gebaut worden, um die Gefahr für die Bevölkerung zu verringern. Das Sturmflutwehr „Neeltje Jans“, hoffnungsfroh nach der früher verehrten Göttin Nehalennia benannt, geht bis an die Grenzen der technischen Möglichkeiten und ist bis heute einzigartig auf der Welt. Das Wehr werden wir bei einer Führung kennen lernen. Hier spiegelt sich die Bindung wieder, die zwischen den Niederländern und dem Wasser besteht.

Jedoch haben die Niederländer es auch verstanden, das Wasser zu ihren Gunsten zu nutzen. Insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert gelangte Zeeland durch den Seehandel zu großem Reichtum. Am Nachmittag werden wir die Hauptstadt Zeelands kennen lernen. In Middelburg finden wir historische Grachtenhäuser, zahlreiche Straßen und verwinkelte Gassen, große und kleine Baudenkmäler, die noch immer die Atmosphäre einer reichen Vergangenheit versprühen. Dazu gehört auch der Abteikomplex, der bis zu Eroberung der Stadt durch den Prinz von Oranien 1574 zu unermesslichem Reichtum gelangte, sowie das flämisch-spätgotische Rathaus, 2007 zum zweitschönsten Gebäude der Niederlande gewählt. Zwischendurch darf ein kleiner Abstecher zum nachgebauten Tempel der Nehalennia natürlich nicht fehlen.

Termin:            Samstag, 1. Juli 2017

Abfahrt:           um 6:00 Uhr in Geldern am Busbahnhof. Rückkehr: ca. 22:00 Uhr in Geldern am Busbahnhof

Teilnehmerbeitrag:      78 € (darin enthalten: Busfahrt, Begrüßungskaffee, Eintritt „Neeltje Jans“ 1 warme Mahlzeit, alle Führungen mit allen Eintritten, Trinkgelder)

Einzug: 1. 5. 2017

 

 

Fahrt 10: Ltg. Gabriele Leurs       Tagesfahrt ins Westfalenland

Am Samstag, dem 2. September 2017, starten wir zum Wasserschloss Raesfeld und zur Schnapsbrennerei Böckenhoff. Die Geschichte von Schloss Raesfeld reicht bis in die Anfänge des 12. Jahrhunderts zurück. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde eine ehemalige Ritterburg zum Residenzschloss im Stil der Renaissance. Zeitweise stand das Schloss unter dem Einfluss des Grafen von Kleve.

Wir erhalten eine Führung durch das kleine Raesfelder Heimatmuseum, die Schlosskirche, die Geschichte des Schlosses und der Außenanlagen.

Nach einem kleinen Mittagessen im Schloss gegen 12:45 Uhr fahren wir nach Erle.

In Erle führt die Familie Böckenhoff die Brennerei in der 6. Generation. Nach eineinhalbstündiger Führung mit Kostproben machen wir einen kleinen Spaziergang zur „Femeeiche“, dem ältesten Gerichtsbaum Deutschlands. Gegen 17:30 Uhr fahren wir zurück nach Geldern.

Termin:     Samstag, den 2. September 2017

Abfahrt:     um 8:45 Uhr ab Busbahnhof Geldern

Ankunft:    zwischen 18:30 und 19 Uhr am Busbahnhof Geldern

Teilnehmerbeitrag: 48 €, eingeschlossen sind Führungen, Eintritt, Mittagessen und Kostproben

Einzug: 1. 7. 2017


Mehrtagesfahrt 1

 

 

 

Fahrt 11:   Ltg.: Klaus Oerschkes     Auf den Spuren des Reformators Martin Luther und anderer historischer Erneuerer

 

Im Jahr 1517 wurden in Wittenberg die 95 Thesen von Martin Luther zur Kirchenreform veröffentlicht. Damit begann ein europaweites, gesellschaftliches Erdbeben, welches in vielen Städten mit be­sonderen Veranstaltungen gewürdigt wird. 2021 wird sicherlich auch in Worms der Reichstag vor 500 Jahren gefeiert. In Worms werden wir die Spuren von Martin Luther suchen.

Unsere Entdeckungsreise beginnt mit dem Unesco-Welterbe Kloster Lorsch, u.a. mit dem Königssaal und der Zehntscheune. Das Kloster erhielt bereits 866 Eigentumrechte im Bereich der Gemeinde Uedem übertragen. Der Klosterbereich in Lorsch ist über 1250 Jahre alt, wurde umfänglich restau­riert und hat eine erstaunliche, wechselvolle Geschichte und wir können viele der geschichtli­chen Dokumente erleben.

In Worms werden uns die interessante Stadtgeschichte, historische Bauwerke, der Heilige Sand, das Lutherzimmer sowie der historische Auftritt Martin Luthers während des Wormser Reichstags bei Führungen erläutert. Im privaten Paläontologischen Museum erwarten uns rund 2000 Fossilien aus allen Perioden der Erdgeschichte und eine interessante Führung.

Bei einer Stadtführung in Speyer werden wir die vielen historisch gut erhaltene Bauwerke und Kul­turdenkmäler sehen. Im Judenhof mit der Mikwe und beim Stadtrundgang werden uns besondere Eindrücke vermittelt. Nach dem Rundgang können wir das Altpörtel, einen der höchsten und schönsten Stadttortürme, besteigen und die Umgebung von oben betrachten oder die Dom-/Kaiserstadt individuell erkunden.

Zur Geschichte der sehr jungen Stadt Karlsruhe werden wir bei einer Stadtrundfahrt einiges hören. Eine Führung im Bundesgerichtshof wird uns die gerichtlichen Besonderheiten sowie die Rechts­überprüfung für unsere Demokratie verdeutlichen.

Die  Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte werden wir in Ra­statt besuchen und mit einer Führung im Residenzschloss verbinden.

Im Hambacher Schloss bekommen wir eindrucksvoll einen Schauplatz der frühen Demokratiebestre­bungen auf deutschem Boden erläutert.

Nach dem Aufstieg zur Burganlage Trifels werden uns bei einer Führung, die Schatzkammerfunktion (u.a. die Reichskleinodien ab 1125) sowie die vielen mit neuem Gedankengut restaurierten Räume bei einer Führung gezeigt. In der Burganlage war auch der englische König Richard Löwenherz in Gefangenschaft. Zum Tagesabschluss werden wir ein Wahrzeichen der Pfalz, den Teufelstisch, sehen.

Auf der Rückfahrt besuchen wir das ehemalige Zisterzienserkloster in Eberbach dessen Gründung   auf Bernhard von Clairvaux 1136 zurückgeht. Mehr als ein Jahrzehnt vorher wurde das Zisterzienserkloster Kamp (1123, Kamp-Lintfort) gegründet. Bernhard von Clairvaux war zu seiner Zeit kritischer Berater von Papst  Innozenz II. und einer der bedeutendsten Mönche des Zisterzienserordens, für dessen Ausbreitung über ganz Europa er verantwortlich war. Mit  der schönen Aussicht von der Schlossschänke auf dem Johannisberg endet unsere Exkursion.

Termin:            Dienstag 18. 7., bis Sonntag, 23. 7. 2017

Die Abfahrt ist um 6:00 Uhr am Busbahnhof in Geldern (Einstieg ab: 5:45 Uhr)

Die Ankunft in Geldern ist für ca. 19:00  Uhr geplant

Teilnehmerbeitrag: 635,- € inkl. Buskosten , 5 x Ü/Früh im DZ oder EZ im 4-Sterne-Hotel, 5 x Abendessen, 3 x Mittagessen, 2 x Mittagsimbiss, Kaffee und Plätzchen im Bus, alle Eintrittsgelder, Führungen und Trinkgelder,  Einzelzimmerzuschlag  110,- €

Einzug der Anzahlung von 100 € am 1. 3. 2017, die Restzahlung erfolgt am 1. 6. 2017.

 

Mehrtagesfahrt 2

 

Fahrt 12:   Ltg.: Claudia und Heinz-Otto Sämerow   Maasländische Geschichte : von den südlichen Niederlanden bis nach Nordfrankreich 

Einst entstanden aus Teilen von Brabant und Limburg bietet das Königreich Belgien eine erstaunliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt, die eng mit der Geschichte des Herzogtums Geldern verbunden ist. Die benachbarten Provinzen Niederländisch- und Belgisch Limburg gehören zum Zentrum des alten und neuen Europa.

Wir beginnen mit  unseren Studien im belgischen Limburg. In Limburg bietet die Landschaft am Oberlauf der Maas im Königreich Belgien einen Kulturgenuss bei der Besichtigung von ausgewählten Bauwerken, die die Landschaft an der Maas prägen. Dazu gehören auch Gebäude, die zum Unesco-Welterbe „Belfriede in Belgien und Frankreich“ gehören.

Auf unserer Rundfahrt durch Belgien bis in das Grenzland von Frankreich hinein werden wir Orte kennen lernen wie Arlon, einst in Personalunion mit Limburg regiert, Longwy mit seinen zum Weltkulturerbe gehörenden Festungsanlagen von Vauban, Notre Dame de Avioth, seit 1993 zur Basilika minor erhoben, Durbuy die kleinste Stadt Belgiens. Chateau de Veves zählt zu den bemerkenswertesten Beispielen der Schloss- und Burgenarchitektur in Belgien, Celles, dessen Dorfkirche in einschlägigen Kunstführern als Paradebeispiel für maasländische Romanik gilt, die Höhenburg Bouillon, welche als die größte Burg Belgiens gilt und strategisch wichtig gelegen, einst zum Zankapfel zwischen Lüttich, Burgund und Österreich, Spanien, den Niederlanden und Frankreich wurde, dazu die Burg von Sedan, wo einst die Familie von der Marck herrschte.

Termin:            23. August bis 27. August 2017

Abfahrt:           siehe Einladungsschreiben

Teilnehmerbeitrag: 595,- €, der Einzelzimmerzuschlag beträgt 182,- €

Im Preis enthalten:      4 Übernachtungen in einem guten 4-Sterne-Hotel mit Frühstücksbuffet und 3-Gang-Abendmenu einschließlich ¼ Wein, Wasser und Kaffee, die Busfahrt, alle Eintrittsgelder und Führungen, sämtliche Trinkgelder

Einzug 1. 7. 2017

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