Karl-Heinz-Tekath-
Förderpreis

Karl-Heinz-Tekath-</br>Förderpreis  

Der Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis zur Erforschung von Geschichte und Kultur der Niederrheinlande

 Karl-Heinz Tekath leitete von 1988 bis zu seinem plötzlichen Tod im Dezember 2004 das Archiv des Kreises Kleve in Geldern. Gleichzeitig war er im Vorstand des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend tätig.

Zu seinen zahlreichen Verdiensten gehörte  die verstärkte Öffnung des Archivs für sehr viele Menschen. Vor allem die Vermittlung von Geschichte an Jugendliche und junge Erwachsene war ihm ein Herzensanliegen. Viele Schüler, Studenten, Doktoranden hat er mit großem Engagement bei Fach- oder Forschungsarbeiten unterstützt.

Er hat die grenzüberschreitende Arbeit mit niederländischen Archiven, Geschichtsvereinigungen und Museen stets vorangebracht. Das große Projekt zum „Herzogtum Geldern“ in den Jahren 2001 und 2002 wäre ohne ihn nicht denkbar gewesen.

Auch die Partnerschaften des Historischen Vereins mit den acht Kommunen des deutschen Gelderlandes sowie mit der Universität Duisburg-Essen gehen auf seine Initiative zurück.

Um die Erinnerung an Karl-Heinz Tekath und seine Leistungen für die niederrheinländische Geschichte wach zu halten, hat der Historische Verein für Geldern und Umgegend im Jahre 2005 einen nach ihm benannten Förderpreis ausgeschrieben.

  Mit dem Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend werden alle zwei Jahre im Frühjahr junge, engagierte, fachlich hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet, die sich im Bereich der regionalen Kultur und Geschichte hervorgetan haben.

  Dazu gehören

-         die Geschichte und Kultur des unteren Niederrheins,

-         die Geschichte der deutsch-niederländischen Bezüge in der Region,

insbesondere im Hinblick auf

-         die Geschichte und Kultur des Gelderlandes seit den Zeiten von Grafschaft und Herzogtum Geldern bis heute und

-         die Entwicklung des ehemaligen Kreises Geldern seit 1815.

  Vorgeschlagen werden können wissenschaftliche Arbeiten aus den Geisteswissenschaften, z.B. Geschichte, Sprache und Literatur, aus Archäologie, Kunst- und Rechtsgeschichte, Geographie und Gesellschaftswissenschaften.

  Die Arbeit des Preisträgers / der Preisträgerin soll im Sinne Karl-Heinz Tekaths die Wurzeln der regionalen Kultur und ihre Bedeutung für die Gegenwart erhellen. Sie soll zudem zeigen, dass der Verfasser/die Verfasserin das Potential hat, die Forschung voranzutreiben.

  Der Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis ist mit einer Zuwendung von 2500,-- € verbunden.

  Die Annahme des Preises verpflichtet zu einem öffentlichen Vortrag im Rahmen der Verleihungsfeierlichkeiten. Der Historische Verein ist berechtigt, den Vortrag honorarfrei zu veröffentlichen.

  Das Vorschlagsrecht haben Privatpersonen ebenso wie Institutionen. Nominierungen sind schriftlich und mit kurzer Begründung an den Vorstand des Historischen Vereins zu richten.

  Die Vorschläge müssen bis zum 30. November des Vorjahres der Preisverleihung eingereicht werden. Der Preisträger/die Preisträgerin wird bis Ende März bekannt gegeben. Die nächsten Preisverleihungen sind für die Jahre 2013, 2015 und 2017 im  Frühjahr vorgesehen.

  Der Vorstand des Historischen Vereins beruft ehrenamtliche und unabhängig entscheidende Jury-Mitglieder. Der Jury gehören jeweils mindestens zwei Niederländer(innen) und Deutsche an.

Der Vorsitzende des Historischen Vereins ist „geborenes“ Jurymitglied. Er kann sich durch ein anderes Vorstandsmitglied vertreten lassen.

Der Vorsitzende des HV ist Vorsitzender der Jury.

  Bei einer Beschlussfassung ist die Anwesenheit von mindestens drei Juroren erforderlich. Bei gleicher Stimmenzahl ist das Votum des Vorsitzenden ausschlaggebend.

  Der Förderpreis wird i. d. R. an Einzelpreisträger vergeben. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Gruppen oder gleichberechtigte Einzelpreisträger auszuzeichnen. Die Preissumme wird in diesem Fall aufgeteilt.

  Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Die Jury 2012/13

  Prof. Dr. Guillaume van Gemert (Universität Nimwegen)

Gerd Halmanns (Vorsitzender des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend)

Prof. Dr. Irmgard Hantsche (Universität Duisburg-Essen)

Prof. Dr. Leo Peters (Universität Düsseldorf)

Drs. Jos Schatorjé (Limburgs Museum, Venlo)

 

Preisrtäger 2006

Preisträger 2008

Preisträger 2010

Preisträger 2013

Preisträger 2015

KontaktGerd Halmanns, Tel. 02831-1619.