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Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

  Ausstellung am Sonntag 06. und 13. November 2016 jeweils von 11 - 17 Uhr

  Der kleine Marsmensch, das Weihnachtsfest und die Schule

Von der Entstehung eines Kinderbuches und dem kreativen Umgang damit in der Schule

 

 

Zwei Lehrerinnen aus Nieukerk stellen ihr Kinderbuch „Der kleine Marsmensch und das Weihnachtsfest" vor. Elvira Küster und Anne Rehsöft geben Einblick in die Entstehung des Werkes und dem ideenreichen Umgang damit in der Schule.

Den Organisatoren der Veranstaltung war daran gelegen, mit den beiden Lehrerinnen Personen für eine Präsentation zu gewinnen, die mit dem Ort Nieukerk und dem Gelderland besonders verbunden sind. Frau Küster, Lehrerin an der Mariengrundschule in Nieukerk, schrieb die Texte des Buches. Ihre Kollegin, Frau Rehsöft, die auch eine künstlerische Ausbildung absolviert hat, gestaltete die passenden Illustrationen.

Die einzelnen Seiten des Buches werden auf der Ausstellung großformatig und eindrucksvoll präsentiert. Die wichtigen Schöpfer der vielfältigen übrigen Ausstellungsexponate sind jedoch die Kinder der jetzigen Klasse 3 a der Mariengrundschule. Die phantasievollen Werke der Schülerinnen und Schüler geben einen guten Einblick, wie variantenreich heute Lesen in der Schule umgesetzt werden kann.

Erwachsene und Kinder sind herzlich eingeladen, sich an den dargebotenen Ergebnissen zu erfreuen. Neben liebevoll gebastelten Marsmenschen in Schuhkartons können sie sich von kreativen schriftstellerischen Fähigkeiten der ehemaligen Zweitklässler überzeugen oder sich an dem originellen großformatigen Adventskalender erfreuen, der auf der Grundlage des Buches entstanden ist.

Viele Fotos aus dem Unterricht lassen die Freude und Motivation der Kinder spüren und nachempfinden. Die Veranstalter und die beiden Lehrerinnen freuen sich mit den Kindern auf viele große und kleine Besucher.

Der Eintritt ist frei

Matinée am Sonntag 25. September 2016 um 11.00 Uhr

Chará - Música do Brasil

Bernd Steudel – Gitarre, Clemens Maassen – Percussion, Rafael Stolarski – Baß

und Sängerin Irmgard Coerschulte

Chará- Das ist die pure Freude an der Musik!

Die 2010 ursprünglich als Duo gegründete und 2011 zum Trio erweiterte Band Chará hat sich der brasilianischen Musik verschrieben. Auf ihrem Programm stehen Stücke von Baden Powell, Joao Pernambuco, Antonio Carlos Jobim sowie eigene Kompositionen und moderne Pop-Stücke, wie von ABBA und Bee Gees, die brasilianisch gespielt werden, was manchmal ziemlich witzig sein kann. Die Stilistik reicht vom gerade wieder aufblühenden Choro, Bossa Nova und Samba über die nördlicheren Forró-Stile bis zu Afro-6/8-Rhythmen. Der Sound der Band ist geprägt von den akustischen Instrumenten. Auf modischen Schnick-Schnack und Effekthascherei wird bewusst verzichtet.

Sowohl für die Musiker, als auch für die Zuhörer, denn der Spaß der drei Musiker und der Sängerin beim Spielen überträgt sich unweigerlich auf das Publikum. Mal einfühlsam und sanft, meist aber Energiegeladen und Virtuos schaffen es die vier von Chara den Zuhörer von Anfang bis Ende zu fesseln und auf eine musikalische Reise nach Brasilien mitzunehmen. Neben Klassikern des Samba und Bossa Nova werden auch Popsongs und Filmmusiken als „auf Brasilianisch“ dargeboten. Dabei werden auch mal Geschwindigkeitsrekorde gebrochen und spontan musikalische Haken geschlagen ohne aber je den roten Faden des guten Geschmacks zu verlieren. Chará- das ist handgemachte akustische Musik ohne Effekthascherei, dafür mit echten Gefühlen und viel Sachverstand.

Die Matinée ist am 25. September 2016 um 11.00 Uhr. Eintritt 12 €

Kartenvorverkauf: Eheleute Büschkes 02833-2523

Bitte kommen Sie zur Matinée in das Haus Lawaczeck, das Museum und die Begegnungsstätte des historischen Verein für Geldern und Umgegend.

Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Matinée am Sonntag 04. September 2016 um 11.00 Uhr

Till Reiners „AUKTiON MENSCH“ Kabarett

Till Reiners macht Kabarett. Seit 2011 mit seinem Programm auf Tour und wurde seitdem unter anderem mit der Sankt Ingberter Pfanne, dem silbernen Stuttgarter Besen und dem mittleren Passauer Scharfrichterbeil ausgezeichnet.

Aufgewachsen am Niederrhein studierte Till Reiners in Trier Politikwissenschaften, vor allem aber die studentische Theaterszene. Er engagiert sich in der Hochschulpolitik, bevor er als Poetry Slammer durch die Lande zieht und dort schon zweimal in Folge zu einem der acht besten des deutschsprachigen Raums gekürt wird. Er zieht nach Berlin, schließt sein Studium ab und entwickelt dort sein erstes Soloprogramm „Da bleibt uns nur die Wut“.

In seinem neuen Programm AUKTiON MENSCH reflektiert Till Reiners, originell, anspruchsvoll und höchst unterhaltsam und bietet er Gesellschafts- und Sozialkritik in Bestform dar. Von wegen, „In unserem System ist ein Menschenleben nichts mehr wert!“ Manchmal lassen sich bis zu mehrere Tausend Euro rausschlagen! Wer sich optimiert, der wird auch nachgefragt. Deshalb hat Till Reiners seinen Bachelor in Opportunismus um drei Semester verkürzt und geht als gutes Beispiel voran. Er ist jetzt noch besser. Sein Motto ist das seiner Generation: „Jeder kann es schaffen, besser zu sein als alle“. Sein neues Programm widmet sich dem, was unsere muckelige Gesellschaft zusammenhält und so liebenswert macht: Konkurrenzdenken, Abwertung und Konsum. Das sympathische Allerweltsgesicht meint dazu: „Die Frage ist dabei ja nicht: Wie schrecklich kann ich das finden? Sondern: Was macht daran eigentlich so viel Spaß, dass ich mitmache?“. Wenn wir unsere Überzeugungen verkaufen, sollten wir dann nicht darauf achten, dass sie auch dem Qualitätssiegel „Made in Germany“ gerecht werden? Und − nur um sicher zu sein: Was sind das für Überzeugungen? Till Reiners prüft nach. Als kleine After-Work-Dienstleistung. Der Überzeugungs-TÜV für die Sollbruchstellen der eigenen Denkmuster.

Seine hellwachen, originellen Gedanken verpackt er in intelligente und dabei immer unterhaltsame Geschichten. Hinter seiner entlarvenden Offenheit und der Bereitschaft explizit Stellung zu beziehen steckt ein kluger Kopf. Und davon kann es im Kabarett nie genug geben. (Jury Deutscher Kabarett-Preis)

Die Matinée ist am 04. September 2016 um 11.00 Uhr. Eintritt 12 €

Kartenvorverkauf: Eheleute Büschkes 02833-2523

Bitte kommen Sie zur Matinée in das Haus Lawaczeck, das Museum und die Begegnungsstätte des historischen Verein für Geldern und Umgegend.

 

 

 

 

 

 

 

Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Matinée am Sonntag 05. Juni 2016 um 11.00 Uhr

Jazz in Concert

R.P. Swing-Band

Roelof Posthumus wurde in den Niederlanden geboren. Er studierte klassische und Jazzmusik an verschiedenen Konservatorien in den Niederlanden. Seit seinem 15. Lebensjahr steht er auf der Bühne. In 2007 ist er nach Deutschland gezogen und hat hier weitere musikalische Aktivitäten entwickelt, worunter die Gründung des R.P. Swing-Orchestra und kleinerer Ensembles.

Am 5. Juni wird er mit zwei Musikern aus dem R. P. Swing-Orchestra kommen.

Das R.P Swing-Orchestra ist ein internationales Orchester mit professionellen Musikern aus Deutschland, den Niederlanden, Polen, Russland, Spanien, Großbritannien  und den Vereinigten Staaten und präsentiert nicht nur Evergreens amerikanischer Bigbands wie des Benny Goodman Orchesters, des Glenn Miller Orchesters oder der Bigband von Artie Shaw, sondern auch swingende Stücke europäischer Orchester.

Das R.P. Swing – Orchestra hat seinen Sitz in Emmerich, tritt aber auf großen Bühnen im In- und Ausland auf. Dem Publikum wird ein abwechslungsreiches Programm mit spontaner Moderation geboten. Die Musiker spielen mit viel Leidenschaft und Professionalität und lassen ihrer Spielfreude freien Lauf.

 

 

Da es um eine kleinere Veranstaltung geht, wird Roelof ein angepasstes Programm wählen.

Die Musik des Trios  hat einen besonderen Charakter. Durch die eigene Bearbeitung haben die jazz-orientierten Stücke einen ganz eigenen Stil. Die Musiker improvisieren locker, ungezwungen und auf harmonische Weise.

Die Matinée ist am 05. Juni 2016 um 11.00 Uhr. Eintritt 12 €

Kartenvorverkauf: Eheleute Büschkes 02833-2523

Bitte kommen Sie zur Matinée in das Haus Lawaczeck, das Museum und die Begegnungsstätte des historischen Verein für Geldern und Umgegend.

 

 

 

Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Matinée am Sonntag 17. April 2016 um 11.00 Uhr

Frühlingsball Theaterstück

Bilanz Theatergruppe Moers e.V.

 

„Frühlingsball“ – Gedichte und Lieder vom Lenz

Auf ihrer szenischen Suche nach der Poesie, die die abwechslungsreichste Jahreszeit beschreibt, stieß die Bilanz Theatergruppe Moers auf romantische Gedichte, lebenswahre Sprüche und altbekannte Lieder. Denn seit Jahrhunderten wird der Frühling von Dichtern mal andächtig, mal mit ironischem Augenzwinkern besungen. Eben noch saßen die drei Spatzen frierend im Haselstrauch, schon schwirren uns die ersten Mücken um die Ohren. Mit Sprache und Gesang lassen sie Osterspaziergang, knospende Pflanzen und sogar die erste Liebe in ihrem literarischen Programm lebendig werden. Steigen Sie ein zur Fahrt ins Blaue! Es wird Ihnen ganz bestimmt frühlingshaft zumute.

Sieben Mitglieder der Bilanz Theatergruppe Moers im Alter von 65 bis 92 Jahre spielen und erzählen unter der Leitung von Ulrike Czermak vom Lenz – begleitet am Klavier von Friederike Winkels.

Die Matinée ist am 17. April um 11.00 Uhr. Eintritt 12 €

Kartenvorverkauf: Eheleute Büschkes 02833-2523

Bitte kommen Sie zur Matinée in das Haus Lawaczeck, das Museum und die Begegnungsstätte des historischen Verein für Geldern und Umgegend.

 

 

 

Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Seminar am Samstag 30. Januar 2016 von 14.00 bis 17.00 Uhr

Professor Rolf Nagel

Geldrische Heraldik in Vergangenheit und Gegenwart

 

Wappen Herzogtum Geldern

 

Für interessierte Laien und Familienforscher bietet das Seminar von Professor Rolf Nagel einen Einblick in die Wappenkunde. Rolf Nagel war vor seiner Pensionierung zuletzt Stadtarchivar in Neuss und ist ausgewiesener Experte für Heraldik. Er bringt die Wappen des Herzogtums Geldern dem Teilnehmer näher. Die Wappenkunst im heraldischen Sinne geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Die Wappenkunde beschäftigt sich mit dem Aufbau von Wappen, deren Bedeutung und der Bedeutung der einzelnen Teile und Symbole der Wappen.

Ein spannendes und interessantes Thema.

Das Herzogtum Geldern hatte ein Wappen: In Blau ein schreitender zwiegeschwänzter rotbekronter, rotbezungter und rotbewehrter goldener Löwe. Das ältere Wappen der Grafen von Geldern hingegen zeigte eine Rose, wie sie noch heute im unteren Teil des Wappenschildes von Goch zu sehen ist. Als Zeichen der Zugehörigkeit zu Geldern erscheinen die beiden Figuren in zahlreichen Kommunalwappen auch auf der niederländischen Seite in der angrenzenden Provinz Gelderland.

Wappen der Provinz Gelderland

 

 

Das Seminar ist am 30. Januar 2016 von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Ohne Anmeldung

Für Mitglieder kostenlos

Nichtmitglieder 5 Euro

 

Dankbar erinnern wir an unseren Ehrenvorsitzenden

Hans Stratmans (1928 – 2015)

Hans Stratmans war von 1977 bis 2002 stellvertretender Vorsitzender unserer Geschichtsvereinigung. Vier Jahrzehnte lang wirkte er im Redaktionsbeirat des „Geldrischen Heimatkalenders“. Seine bedeutenden Sammlungen zur niederrheinländischen und geldrischen Geschichte stellte er immer wieder für Forschungszwecke und Ausstellungen zur Verfügung.

Mit ihm verlieren wir einen Freund und engagierten Ratgeber, dem die regionale Geschichte ein Leben lang ein Herzensanliegen war.

Sein offenes Wort und seine Großzügigkeit werden wir sehr vermissen.

Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Heinz Dieter Bonnekamp                                                      Gerd Halmanns

 

Matinee am Sonntag 08. November 2015 um 11.00 Uhr

Eintritt 12 € Kartenvorverkauf: Eheleute Biischkes 02833-2523

Gesangsquartett just4tone Lieder, die das Leben schreibt

Theo Güldenberg, Annette Siepermann, Bärbel Pellens und Gregor Wellens

Uns hat die Liebe zur Chormusik zusammengefiihrt.

So waren Stationen wie der Männergesangverein in Nieukerk. der Montagschor in Straelen, der Kammerchor der Chorakademie Kempen und das Musizieren in einer Vielzahl von Projektchören prägend für unsere Entscheidung: just for fun, einfach aus Freude. die Töne einmal zu Viert acapella und ohne Verstärkung erklingen zu lassen.

Daraus wurde dann folgerichtig die Gruppe just4tone mit der Sopranstimme von Bärbel Pellens. der Altstimme von Annette Siepemann, der Tenorstimme von Theo Güldenberg und der Bassstimme von Gregor Wellens.

Das Motto der Matinee: - Lieder, die das Leben schreibt - weist auf eine Vielzahl von Musikstücken hin. die die unterschiedlichsten Themen aufgreifen. in ganz verschiedenen Epochen entstanden sind und die die Suche nach einem roten Faden hörbar schwer machen.

Wenn „zur Feier" „der König von Thule" „Innsbruck lassen muss", dann den „Lindenbaum" aufsucht. um seine „Gedanken frei" zu wissen. dann hilft ihm die Trauer um die „Made hinter eines Baumes Rinde" nicht wirklich weiter. Wenn er zudem innerhalb einer „unheimlichen Begegnung" mit dem „Fachpublikum" über „medizinische Probleme" nachsinnt. dann bleibt ihm nur noch der Hilferuf: „Maloma mia cara". So kehrt er zur „Logik" zurück und erfährt durch ein „Getuschel" vom fliegenden „ Grünkernbralling" und lässt es sich darüber hinaus nicht nehmen auch „die Herrin zu loben".

All das und mehr scheint keinen Sinn zu ergeben. macht die Sache aber für alle Beteiligten durchaus spannend und erwartungsvoll.

 

 

 

 

 

              

Der Historische Verein für Geldern und Umgegend

lädt ein zur Foto-Ausstellung

„Eine Stadt in Trümmern. Geldern 1944-1948“

Blick vom Markt auf die Hartstraße (1946) / Foto: Theo Slickers, Eschweiler

Zeit: 5. – 25. September 2015

Ort: Foyer der Stadtverwaltung, Issumer Tor 36

Konzeption: Heinz Bosch

Zur Eröffnung am Samstag, dem 5. September 2015, um 11 Uhr sind Sie herzlich willkommen!

www.hv-geldern.de

Führungen für Gruppen sind möglich (Tel. 02831-3843).

 

 

 

 

 

Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Matinée am Sonntag 19. April 2015 um 11.00 Uhr

SKALD – Von Skandinavien bis Byzanz

Folk-Konzert

Mit ungewöhnlichen Instrumenten, stilübergreifend arrangiert, kennt die Krefelder Folk-Band keine innereuropäischen Grenzen. Eine Vielfalt von Einflüssen wird hörbar – nicht nur Skandinavien, Irland, England, auch die Bretagne, Belgien, Galizien, Italien und die Türkei übernehmen musikalische Patenschaft. Der gelegentliche Einsatz von Synthesizern führt zu so manch zusätzlicher Sound-Überraschung. Jeder der Musiker hat einen anderen Background und bringt Instrumente und typische Spielweisen seiner Herkunft mit ein: So hat Petra Sturm neben ihren Fähigkeiten als Sängerin und Pianistin die Drehleier ins Herz geschlossen und entlockt diesem seltenen Instrument exquisite und ungewöhnliche Töne.

Perkussionist Oguzhan Yoldas lässt zu den schnellen Tanzrhythmen seine Finger fliegen und weiß zugleich, bei melancholischen Songs filigrane Akzente am Schlagzeug zu setzen sind. Sein virtuoses Darbouka-Spiel auf einer einfelligen Bechertrommel bringt die orientalische Note in SKALDs Klanggefüge. Ebenso mühelos passt die druckvolle Cajon, auch Kistentrommel genannt, ein aus Peru stammendes Musikinstrument, ins weltmusikalische Konzept.

Heinz Radeke ist der Multiinstrumentalist der Band. Er hat Folkmusik schon in den 70ern miterlebt und mitgestaltet. Concertina, Octave-Mandolin und Mandoline vibrieren gleichermaßen unter seinen Händen.

Manche kennen Johannes Schiefner von seinem Treiben in irischen Bands wie WHISHT, CHEVRON FLIGHT oder LIMERICK JUNCTION. Er ist langjähriger Dozent bei der DUPG, ein Verein von Liebhabern der Uilleann Pipes, dem irischen Dudelsack, in Deutschland. Stark keltisch vorgeprägt gilt er als Meister auf den Uilleann Pipes und spielt außerdem Tin und Low Whistles (Flöte), Mandocello und Synthesizer. Seine Diskographie umfasst mehr als 20 Produktionen, vor kurzem veröffentlichte er “WATERGRASSHILL”, eine Sammlung moderner Arrangements irisch/keltischer Tunes und Songs.

 

Die Matinée ist am 19. April 2015 um 11.00 Uhr. Eintritt 12 €

Kartenvorverkauf: Eheleute Büschkes 02833-2523

Bitte kommen Sie zur Matinée in das Haus Lawaczeck, das Museum und die Begegnungsstätte des historischen Verein für Geldern und Umgegend.

 

 

Leseseminar 

am Sonntag 14. und 21. März 2015 jeweils 14.00 – 18.00 Uhr

  Lesen der alten deutschen Schrift des 19. und 20. Jahrhunderts

 Wer sich mit Heimat- oder Familiengeschichte beschäftigt, kommt um das Lesen alter Handschriften nicht herum. Der Historische Verein für Geldern und Umgegend bietet deshalb einen Kurs an, in dem Sie dies vertiefen können.

Dokumente aus der beginnenden Neuzeit bis in das 20. Jahrhundert sind in den alten deutschen Handschriften, wie Kurrent oder Sütterlin, geschrieben. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an die alte deutsche Druckschrift (Fraktur) oder an die Schönschreibestunden in Sütterlin.

  In dem Seminar werden die Buchstaben der beiden Schriftformen Kurrent und Sütterlin wiederholt und es werden alte Texte gelesen. 

Vorhandene Grundkenntnisse werden vertieft.

  Leseseminar am Sonntag 14. und 21. März 2015 jeweils 14.00 – 18.00 Uhr

Kosten: Mitglieder 10 Euro, Nichtmitglieder 20 Euro

Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen

  Bitte bringen Sie einen Füller mit (wichtig: keinen Bleistift oder Kugelschreiber) und Notizpapier. Alle weiteren Materialien werden gestellt.

  Anmeldungen werden in der Geschäftsstelle des Historischen Vereins entgegengenommen (02831 / 391814).

  Bitte kommen Sie in das Haus Lawaczeck, das Museum und die Begegnungsstätte des historischen Verein für Geldern und Umgegend.

 

 

Einladung

in Gelderns Unterwelt!

 

Kinder von 6 bis 12 Jahren und ihre Eltern oder Großeltern entdecken den MÜHLENTURM

und das Geheimnis der KASEMATTEN

Illustration von B. Stangenberg aus „Geldern für Kinder“ (2010)

 

Mit den Drachentötern Wichard und Lupold erleben wir die spannende 

Geschichte der Stadt Geldern.

Wann? Am Samstag, dem 7. Februar 2015,

um 14.30 (für 6- 8-Jährige),

um 16 Uhr (für 9-12-Jährige)

Wo? Unter der Erde neben dem Mühlenturm

Mit wem? Mit Gerd Halmanns

und vielen großen Bildern

Was kostet das? Der Eintritt ist frei!

Ihr seid eingeladen – vom Historischen Verein 

und von der Familienbildungsstätte.

Ihr müsst euch und eure Eltern nur anmelden:

Telefon 02831-13 46 00 (FBS)

 

 

Ausstellungshinweis

Ein vergessenes Kapitel der Fotografie- Geschichte wird ab 27.3. im Straelener Stadtarchiv präsentiert. Der Historische Verein und der Freundeskreis Stadtarchiv Straelen zeigen die Fotos des Unternehmers und passionierten Fotografen Max Hugo Bölling. Von 1927 bis 1933 lebte er in Straelen um hier seiner Passion nachzugehen und den Motiven des Niederrheins nahe zu sein. Zuvor hatte er in Hessen, im Schwarzwald und in Niedersachsen mit seiner Plattenkamera Aufnahmen gemacht. Seine künstlerischen Ambitionen standen ganz im Zeichen des Brom- Öldrucks und seiner besonderen malerischen Wirkung. Durch Verfremdung werden die Brom- Öldrucke in einem mehrteiligen grafischen Verfahren von einer Fotografie „abgeleitet“. Neben den genannten Landschaften sind vor allem Motive aus Geldern, Straelen und Xanten zu sehen sowie Portraits aus dem familiären Umfeld des Fotografie- Enthusiasten. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit allen bekannten Bölling- Bildern sowie einige kostbare literarische Schöpfungen des Künstlers. Die Eröffnung der Ausstellung ist am 27. März 2015 um 18 .00 Uhr im Stadtarchiv Straelen, Kuhstraße 21.

 

Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Poesiealbum

Eine Revue über das Jüngerwerden

mit dem Bilanztheater Moers

Sonntag 1.März 2015   11.°°Uhr

Eintritt 12 €  erm. 6€

Kartenbestellungen Tel 02833/2523

Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Ausstellung in Haus Lawaczeck Nieukerk

Gisela Rietta Fritschi

Computergrafik - Psychogramme

Nach dem Studium an der Werkkunstschule Münster und an der Kunstakademie Düsseldorf erhielt Gisela Rietta Fritschi einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihre vielfältigen künstlerischen Fähigkeiten hat sie auf zahlreichen Arbeitsfeldern gezeigt. Sie arbeitete im pädagogischen und klinischen Bereich als Kunsttherapeutin, an der Kreativitätsschule Düsseldorf / Essen und im Mitspielzirkus "Oh - Wun - Da" sowie im Kindermalhaus des Kunstmuseums.

Psychogramme und

Schmunzelkunst

 

 

Fredrike Winkler

Land am Meer -Land am Fluss

Nach Studium und sechzehn Jahren Tätigkeit als Lehrerin in Hamburg zog sie an den Niederrhein und studierte Kunst an der Universität Duisburg/Essen. Neben der Arbeit als Museumspädagogin im Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg ist sie als Fotografin tätig.

Bisher war vorwiegend die Landschaft am Meer, mit Bildern die Zeitlosigkeit, die besondere Intensität am Meer und deren symbolische Kraft ihr Thema. Der Leuchtturm stand für Verlässlichkeit, das Haus für Schutz und Geborgenheit, die Windmühle für Bewegung und Energie, das Segelboot für Sehnsucht und Traum, oder ein Kissen im Wind symbolisierte die frische Brise und Ferien.

Ein neues Thema fand sie bei ihren Fahrten durch die niederrheinische Landschaft zwischen Krefeld, Kerken und der näheren Umgebung. Es sind die markanten Baumreihen von Pappeln und Weiden entlang der Gräben und kleinen Flüsse.

Ganz besonders die Kopfweiden mit ihren unterschiedlichen skulpturellen Formen haben es Frederike Winkler angetan. Einzeln, als Paar oder in Gruppen präsentieren sie sich in ihrer Schönheit und Individualität. Manche, verwittert und innen hohl, sind wahre Persönlichkeiten.

Die Fotos sind schwarz-weiß und analog, ähnlich, vergleichbar erstellt.

 

Die Verwischungen sind künstlerisches Gestaltungsmittel und werden beim Fotografieren erzeugt. Sie stehen für Bewegung und Veränderung und sind bewusst eingesetzt als Kontrast zu den Schärfen, die Klarheit und Präsenz ausdrücken.

Gerade jetzt im Herbst zeigt sich der Niederrhein verschwommen im

Morgendunst oder in der Abenddämmerung. Häuser und Bäume sind nur schemenhaft auszumachen

und lassen Zweifel an der wahrgenommen Realität entstehen. Traum und Wirklichkeit begegnen sich und versetzen uns in eine Märchenwelt, die durchaus unheimlich sein kann.

 

Die Ausstellungseröffnung und Vernissage am 05. Oktober ist um 11.00 Uhr. Auch am Sonntag den 12. Oktober 2014 ist jeweils von 11.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei!

Zur Tradition sind inzwischen die Führungen von Jobst Scheidemann durch das Haus Lawaczeck geworden. Am 12. Oktober um 15.00 Uhr führt er durch die historischen Räumlichkeiten (Salon, Frühstückszimmer, Kontor, Küche, etc.) und wird dabei Anekdoten aus der Geschichte des Hauses und der Bewohner erzählen.

Es gibt also viele Gründe das Haus Lawaczeck, das Museum und die Begegnungsstätte des historischen Verein für Geldern und Umgegend, zu besuchen.

 

Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Matinée am Sonntag 31. August 2014 um 11.00 Uhr

Till Reiners „Da bleibt uns nur die Wut“ Poetry Slam

Till Reiners macht Kabarett. Seit 2011 mit seinem Programm „Da bleibt uns nur die Wut“ auf Tour und wurde seitdem unter anderem mit der Sankt Ingberter Pfanne, dem silbernen Stuttgarter Besen und dem mittleren Passauer Scharfrichterbeil ausgezeichnet.

Aufgewachsen am Niederrhein studierte Till Reiners in Trier Politikwissenschaften, vor allem aber die studentische Theaterszene. Er engagiert sich in der Hochschulpolitik, bevor er als Poetry Slammer durch die Lande zieht und dort schon zweimal in Folge zu einem der acht besten des deutschsprachigen Raums gekürt wird. Er zieht nach Berlin, schließt sein Studium ab und entwickelt dort sein erstes Soloprogramm „Da bleibt uns nur die Wut“.

Das neu überarbeitete Programm legt das falsche Dagegen frei und spürt das richtige Wofür auf. Es ist etwas zwischen kleinbürgerlicher Krittelei und Empörung für die Verlierer einer gespaltenen Gesellschaft. Danach weiß man, was Till Reiners meint wenn er sagt: „Wir sollten die Euphorie nicht den Bierzelten überlassen“.

  Er führt auf der Bühne Poetryslam, Comedy und Kabarett auf - und er macht es gut. Manch einer wird sich fragen: Ist das jetzt komisch oder kritisch, meist ist es beides. Reiners versteht es blendend, harmlos wirkende Situationen zu überzeichnen und dann, wenn der Lacher kommt, die Zuhörer durch eine Zusatzinformation in eine neue und andere Denklinie zu stoßen, die diese dann das Lachen vergessen lassen. Er gibt Tempo, zeigt Spannung und zeigt Humor. Mal ironisch, dann cholerisch, aber immer durchdacht.

„Da bleibt uns nur die Wut“ heißt: „Wut ist Treibstoff. Wir sind hier in Deutschland, da haben wir kein Öl, da bleibt uns nur die Wut.“ Es ist die Überzeugung, dass man sich empören muss, um die Gesellschaft zu verändern.

Er verspricht einen herrlich unterhaltsamen Morgen.

Die Matinée ist am 31. August 2014 um 11.00 Uhr. Eintritt 12

Kartenvorverkauf: Eheleute Büschkes 02833-2523 oder Gemeindearchiv Kerken 2024

Bitte kommen Sie zur Matinée in das Haus Lawaczeck, das Museum und die Begegnungsstätte des historischen Verein für Geldern und Umgegend.

 

 

 

Hiermit möchten wir Sie auf den Beginn der Nominierungsfrist für die Tekath- Preis-Verleihung 2015 aufmerksam machen und gleichzeitig Ihre Mithilfe gewinnen:

Vorschläge sollen bis zum 30. November 2014 schriftlich und mit kurzer Begründung an den Vorstand des Historischen Vereins gerichtet werden.

Junge Wissenschaftler(innen) können ausgezeichnet werden für Beiträge aus den Bereichen Geschichte, Sprache und Literatur, Archäologie, Kunst- und Rechtsgeschichte, Geographie und Gesellschaftswissenschaften.
Die Preisverleihung ist für April 2015 im "Bürgerforum" des Gelderner Rathauses vorgesehen.
 
 Für zusätzliche Auskünfte und Gespräche stehen wir persönlich gern zur Verfügung!
Für den Vorstand des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend


Dr. Beate Sturm (Tel. 02831-391 811)

Gerd Halmanns (Tel. 02831-1619)

Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.
Boeckelter Weg
47608 Geldern
www.hv-geldern.de

 

Einladung in Gelderns Unterwelt! Kinder von 8 bis 12 Jahren und ihre Eltern entdecken den MÜHLENTURM und das Geheimnis der KASEMATTEN 



Mit den Drachentötern Wichard und Lupold erleben wir die spannende Geschichte der Stadt Geldern. 

Wann? Am Samstag, dem 5. April 2014, von 15 bis 17 Uhr 

Wo? Unter der Erde neben dem Mühlenturm 

Mit wem? Mit Gerd Halmanns und vielen großen Bildern 

Was kostet das? Der Eintritt ist frei! Ihr seid eingeladen – vom Historischen Verein und von der Familienbildungsstätte. Ihr müsst euch und eure Eltern nur anmelden: Telefon 02831-13 46 00 (FBS) 

 

Herzog Wilhelm wird 650 

Historischer Verein feiert Geburtstag mit zwei Vorträgen

  Straelen. Vor 650 Jahren wurde der geldrische Herzog Wilhelm aus dem Hause Jülich geboren. Der Historische Verein nimmt dies zum Anlass, zu einer kleinen „Geburtstagsfeier“ in das Archiv der Stadt Straelen (Kuhstraße) einzuladen. Am Donnerstag, dem 6. März 2014, startet ab 19 Uhr ein kleiner Festakt, bei dem u.a. auch die Herolde der Herzogtümer Geldern und Kleve in ihrer prächtigen Originalkleidung anwesend sein werden. Denn die Feier wird unterstützt und begleitet von der niederländischen re-enactment-Gruppe „Het woud der verwachting“ und von der Stiftung „Gebrüder von Limburg“. In zwei kurzen Vorträgen soll das abenteuerliche Leben Wilhelms von Geldern beleuchtet werden: Jacobus Trijsburg aus Lochem (NL) spricht über „Geschick und Geschichte. Herzog Wilhelm I. von Geldern porträtiert“. Anschließend wird Straelens Archivar Bernhard Keuck Geschichten von den sieben Kreuzfahrten des Herzogs nach Preußen in das Land des Deutschen Ordens erzählen. Er wird auch die besondere Bedeutung des Herrschers für die Stadt Straelen aufzeigen. Der Eintritt ist frei. Der Historische Verein bittet allerdings um Anmeldung im Stadtarchiv Straelen (02834-6598) oder im Kreisarchiv (02831-391 814). 


Auch der geldrische Herold und einige andere hohe Würdenträger sind am 6. März in Straelen dabei!!! 

 

Grenzüberschreitende Geschichte

 

Historischer Verein und LGOG präsentieren Zeitschrift zum Utrechter Frieden 1713

 

Venlo/Geldern. 1713 wurde u.a. mit einem Friedensvertrag in Utrecht der „Spanische Erbfolgekrieg“ beendet. Das Ereignis hatte Folgen für die ganze Region zwischen Rhein und Maas, die bis heute nachwirken. Geldern, Straelen oder Wachtendonk wurden preußisch, Venlo kam zu den niederländischen Generalstaaten und der südliche Teil des spanischen Oberquartiers mit Roermond wurde habsburgisch.

2013 haben das LGOG (Limburgs Geschied- en Oudheidkundig Genootschap), der Historische Verein für Geldern und Umgegend sowie die Niederrhein-Akademie/Academie Nederrijn eine internationale Tagung zu diesem Thema durchgeführt. Sie hat auf Schloss Well stattgefunden und die Folgen des weltgeschichtlichen Ereignisses für unsere Region beleuchtet.

Zu den Referenten gehörten Wissenschaftler aus beiden Ländern. Ihre Vorträge sind jetzt in einer zweisprachigen Sonderausgabe der Zeitschrift „De Maasgouw“ gedruckt worden, die am 17. Dezember im Stadtarchiv Venlo von Redakteur Frans Hermans, dem Vorsitzenden des LGOG Venlo Jos Peeters und dem Vorsitzenden des Historischen Vereins Gerd Halmanns vorgestellt wurden.

Mit der gemeinsamen Publikation setzen beide historischen Vereinigungen erneut ein Zeichen für die ausgezeichnete grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die auch in Zukunft fortgesetzt werden soll. Alle Mitglieder des LGOG, des Historischen Vereins sowie der Niederrhein-Akademie/Academie Nederrrijn erhalten das 48 Seiten umfassende, reich bebilderte Magazin kostenlos.

Darüber hinaus ist es nur im Stadtarchiv Venlo und im Kreisarchiv in Geldern zum Preis von 10 € zu erwerben.

Dass ein rein nationale Geschichtsschreibung in unserer Region zwischen Rhein und Maas nicht möglich ist, macht Professorin Irmgard Hantsche in ihrem Beitrag über die Entwicklung des Oberquartiers Geldern in den Jahren 1543 bis 1713 deutlich. In niederländischer Sprache folgt dann eine Studie zu den „Rechtsvoorschriften in Pruisisch Gelre“ von Prof. Louis Berkvens. Archivar Theo Huijs beschäftigte sich mit „De betekenis en de gevolgen van de Vrede van Utrecht voor de plaatselijke regeerders in de Pruisische partage van het Overkwartier in de periode 1713-1740“. Rien van de Brand präsentiert „Landmeters in het Pruisisch-Gelders Overkwartier in de 18de eeuw“. Um deutsche und niederländische Flugblätter aus dem Jahr 1713 geht es bei dem deutschsprachigen Aufsatz von Prof. Guillaume van Gemert. Dr. Veit Veltzke untersuchte  die politisch-militärischen Beziehungen von Geldern und Wesel im 18. Jahrhundert.

Wer die Besonderheiten der Grenzregion und die Mentalität und Identität ihrer Bewohner verstehen will, muss historische Wurzeln im Auge behalten. Die Sonderausgabe von „De Maasgouw“ kann dabei sicherlich helfen. Deren Wort- und Bildbeiträge sind zweifellos sehr lehrreich, aber auch mit Vergnügen zu lesen.  

 

 

Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Matinée am Sonntag 09. März 2014 um 11.00 Uhr Volkjazz vom Niederrhein

Die Band wurde im Jahre 2005 von Frank Preuß (Gesang und akustische Gitarre) und Michael Mann (elektrische Gitarre) gegründet. Verstärkt wurde sie durch Mathias Schüller (Schlagzeug) und Peer Sitter (Bassgitarre). Zunächst sollte die Band nur für einen Konzertabend bestehen, aber nachdem sie durch eine Rhythmusgruppe erweitert wurde, spielt sie bis heute in der jetzigen Formation. Die Band wurde benannt nach dem „Song To The Siren", einem der bekanntesten Lieder von Tim Buckley, ein Singer und Songwriter aus den USA. Er begann als Folksänger, entwickelte jedoch seinen Gesang und seine Musik immer mehr in Richtung Jazz und Experimentalmusik.

Ursprünglich als „Tim Buckley- Coverband" konzipiert, wurde das Programm um Lieder „geistesverwandter" Künstler wie Nike Drake und John Martin erweitert. Hinzu kommen außerdem Jazzklassiker wie „My Fanny Valentine" oder obskurer Krautrock - experimentelle, improvisationsgeprägte Rockmusik - von Amon Düül II und Can.

Die Matinée ist am 09. März 2014 um 11.00 Uhr. Eintritt 12

Kartenvorverkauf: Eheleute Büschkes 02833-2523 oder Gemeindearchiv Kerken 2024

Bitte kommen Sie zur Matinée in das Haus Lawaczeck, das Museum und die Begegnungsstätte des historischen Verein für Geldern und Umgegend.

 

Bürgerpreis der Gemeinde Kerken an Jobst Scheidemann sowie an Ingrid und Hans-Josef Büschkes 

Ohne Jobst Scheidemann, Ingrid und Hans-Josef Büschkes wäre der Betrieb von Haus Lawaczeck, Museum und Begegnungsstätte des Historischen Vereins, nicht denkbar. Am 19. Januar wurden sie mit dem erstmals verliehenen Bürgerpreis der Gemeinde Kerken ausgezeichnet.
Sie haben es verdient! Und wir gratulieren!

Buchvorstellung

Neues von den Herzögtümern Kleve und Geldern

Der Historische Verein für Geldern und Umgegend präsentiert mittelalterliche Geschichte – erforscht von den Tekath-Preisträgern 2013

Im letzten Frühjahr wurden Kathrin Kelzenberg (Bochum) und Dr. Matthias Böck (Oberhausen) mit dem „Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis zur Erforschung von Geschichte und Kultur der Niederrheinlande“ ausgezeichnet.

Jetzt sind ihre Festvorträge in einer kleinen, aber sehr ansprechenden Schrift vom Historischen Verein veröffentlicht worden: Kathrin Kelzenberg hat sich dabei mit der Frage beschäftigt, wie und warum der klevische Herzog Johann I. im Jahre 1450 eine Pilgerfahrt ins Heilige Land unternahm. Sie wartet mit spannenden Einzelheiten einer damals spektakulären Reise auf und beleuchtet die politischen Konsequenzen einer solchen Fernreise.

Matthias Böck ist der Frage nachgegangen, welche Rolle die bedeutenden Städte im Herzogtum Geldern gespielt haben, vor allem, wenn es wie so oft blutige Konflikte um die Erbfolge gab.

Die knapp 60-seitige Publikation enthält 15 Abbildungen, eine kurze Laudatio von Professor Leo Peters zu den beiden Preisträgern sowie Informationen zum Tekath-Preis, der für 2015 wieder neu ausgeschrieben werden wird.

Erhältlich ist das Büchlein zum Preis von 4 € im Archiv des Kreises Kleve in Geldern und im Buchhandel.

Dass die Publikation möglich wurde, ist nicht unwesentlich der Unterstützung von den Gelderner Stadtwerken und der Sparkasse Krefeld zu verdanken.

Kathrin KELZENBERG: Johann I. von Kleve pilgert ins Heilige Land. Die Pilgerreise und ihre politischen Kontexte. Matthias BÖCK: Zur Rolle und Bedeutung der Städte in den geldrischen Erbfolgekonflikten des Spätmittelalters. In: Vorträge zum Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis 2013, hrsg. von Gerd HALMANNS und Beate STURM, Geldern 2014.

ISBN: 978-3-921760-51-2

Verlag des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend. www.hv-geldern.de

 

Buchvorstellung

Matthias BÖCK: Herzöge und Konflikt. Das spätmittelalterliche Herzogtum Geldern im Spannungsfeld von Dynastie, ständischen Kräften und territorialer Konkurrenz (1339-1543) (=Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend 110), Geldern 2013. 824 Seiten, umfangreiches Orts- und Personenregister, ISBN 978-3-921760-50-5, 24 €.

Ein Standardwerk zur geldrischen Geschichte

Im Frühjahr 2013 wurde der junge Historiker Dr. Matthias Böck mit dem Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis ausgezeichnet. Jetzt ist es dem Historischen Verein für Geldern und Umgegend gelungen, seine ungewöhnlich detaillierte, auf jahrelanger Quellenrecherche beruhende Studie zum Herzogtum Geldern zu veröffentlichen.

Auf 700 Seiten breitet der Autor die spätmittelalterliche Geschichte des Herzogtums Geldern aus und beleuchtet sie kritisch. Mehr als 80 Seiten Register helfen dem Leser, sich in der Fülle der Informationen zurechtzufinden. Farbige Abbildungen, ein vorbildliches Quellen- und Literaturverzeichnis und historische Karten ergänzen das Werk.

Zahlreiche geldrische Herrschaftskonflikte des Spätmittelalters werden thematisiert. Böck stellt den Lauf der Entwicklung detailliert dar, untersucht Hintergründe und Ursachen der einzelnen Konflikte und macht  deren Auswirkungen deutlich. Ihm ist es zweifellos gelungen, einen Beitrag zum Verständnis der spätmittelalterlichen Geschichte des Herzogtums Geldern und des Rhein-Maas-Landes zu leisten.  Die landesgeschichtliche Studie ist auch ein gelungenes Beispiel für grenzüberschreitende Forschung: Grundlegende Quellen hat Matthias Böck im „Gelders Archief“ in Arnheim gefunden und ausgewertet.

Erstaunlich, dass dieses Werk nur 24 € kostet. Zu verdanken ist dies der ehrenamtlichen Verlagsarbeit ebenso wie dem großzügigen Sponsoring durch die Sparkasse Krefeld, die Heresbach-Stiftung Kalkar sowie den Förderkreis „För Land en Lüj“. Das schwergewichtige Buch ist im Kreisarchiv (Boeckelter Weg 2, Geldern) ebenso erhältlich wie in allen Buchhandlungen.

Die Mitglieder des Historischen Vereins erhalten es als „Jahresgabe“ 2013.

 

 

 

Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Matinée Sonntag 08. September 2013

Kabarett

„Schöner Leben"

Dagmar Schönleber,

gebürtige Ostwestfälin, ausgezeichnet mit mehreren Kabarettpreisen erzählt wie keine andere vom Leben und Lieben. Dagmar Schönleber ist zum ersten Mal im Mai 2001 öffentlich aufgetreten. Inzwischen ist sie auch bekannt vom Fernsehen, z.B. als Gast beim WDR in „Stratmann’s" oder „Mitterrnachtsspitzen". In ihrem Programm erzählt Dagmar Schönleber wundervolle Geschichten aus einem interessanten und blümeranten Leben.

Zum Aufräumen kommt ein Fernsehteam in die Wohnung, der Hund wird vom Profi erzogen, und die Frau getauscht, wenn sie im Kochduell verliert. Große Bereiche unseres Lebens konnten wir erfolgreich outsourcen, aber wenn es ans Eingemachte geht, müssen wir immer noch selber ran. Oder? Nein. Zum Glück gibt es Dagmar Schönleber, die Frau, die sich an die ganz großen Themen wagt, an dem der Einzelne oft scheitert: Ist Amok laufen ein Ausgleichssport? Funktioniert die U-Bahn als Wellnessoase? Wie viel Superstar steckt in mir? Ein bunter Abend mit stimmigen Texten, gestimmter Gitarre, gespickt mit vielen Geheimtipps und der beruhigenden Einsicht: Ein schönes Leben kann man sich bei Frau Schönleber anlachen, den Rest sollen andere übernehmen.

Die Matinée von Dagmar Schönleber ist am Sonntag, den 08. September 2013 um 11.00 Uhr. Eintritt 12 , ermäßigt 6 .

 

 

Veranstaltung Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Kunstaustellung

an den Sonntagen 09. und 16. Juni 2013

Gesine Lersch-van der Grinten und Martin Lersch

Matinée

Sonntag 16. Juni 2013

Blaue Klänge, IMPROVISIERTE MUSIK

Gesine Lersch-van der Grinten und Martin Lersch

Martin Lersch, ein Enkel des Arbeiterdichters Heinrich Lersch, studierte von 1971 bis 1973 Design an der Fachhochschule Niederrhein Krefeld und im Anschluss daran bis 1976 Illustration an der Folkwangschule Essen.

Martin Lersch: Skelett und Arbeitsloser

Er erhielt mehrere Stipendien (zum Beispiel 1980 vom Deutschfranzösischem Jugendwerk, 1986 Kreativitätsstipendium des Regionalrates Pays de la Loire und 2006 Turm-Stipendium Geldern). Lersch wohnte immer wieder für längere Zeit in Frankreich und betätigte sich neben seiner Arbeit als Zeichner, Illustrator und Maler auch in den Bereichen Bühnengestaltung, Buchproduktion und Musik- Performance (Klarinette, Gitarre, Elektronikinstrumente und Kinderspielzeug). Lersch führt seit langem Kunst- und Musikproj ekte in Bibliotheken, Museen, Gefängnissen sowie mit französischen und deutschen Schulklassen durch, z.B. zusammen mit seiner Frau, der Mezzosopranistin Gesine van der Grinten bei der Ensemblia 2007. Von 1994 bis 2007 war er Mitarbeiter an der von Erik Martin herausgegebenen Jahresschrift für Literatur und Grafik Muschelhaufen.

 

Martin Lersch: Seki, Öl auf Nessel (2002)

Gesine Lersch-van der Grinten und der Reichtum des Singens.

Das kleine, schüchterne Mädchen war begeistert, als es zum ersten Mal eine Oper hörte. Als Zehnjährige erlebte es in Geldern eine Aufführung von Mozarts „Die Zauberflöte", die es seit dem „rauf und runter gehört" hat. „Ich war von den Gesangsstimmen fasziniert und wollte nach diesem Erlebnis unbedingt Sängerin werden", sagt sie, die damals davon überzeugt war, jeden Menschen ziehe es zum Singen auf die Bühne. Am Gesangsunterricht nahm sie als Schülerin freiwillig teil, „obwohl ich immer schrecklich gesungen habe".

Als Kind sei sie sehr „’innen’ gewesen, wie in einem Kokon, habe viel geträumt und konnte nicht gut in Kontakt mit dem ‘Außen’ kommen. Meine Innenwelt war immer gefüllt, mein Außenkontakt war schwierig." Aus dieser Ummantelung befreite die Opernmusik das kleine Mädchen. Von da an bewältigte Gesine Lersch-van der Grinten einen langen Weg, bis sie als ausgebildete Mezzosopranistin endlich Bühnenluft und Konzertatmosphäre schnuppern durfte. Nach dem Gesangsunterricht während der Schulzeit bei der Klever Sopranistin Maria Hardenberg studierte sie an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Claudia Rüggeberg. Heute erteilt sie selbst Unterricht: an der Dom-Musikschule in Xanten, an der Gaesdoncker Musikschule und in ihrem Atelier im Gocher Bahnhof für Menschen zwischen zwölf und fünfundsechzig.

„Maria Hardenberg hatte unendliche Geduld und riet mir trotzdem ab, Gesang zu studieren", erzählt sie. Elf Aufnahmeprüfungen später ergatterte sie einen Studienplatz amKonservatorium imholländischen Zwolle. Nach zwölf Semestern - mitten im Studium bekam sie ihr erstes Kind – war ein Lebenstraum erfüllt. Ein weiterer schwirrt in ihrem Kopf herum: „ein Theaterstück über das Singen schreiben, in dem ich über das Innenleben des Singens erzähle." Die Einheit des Innen und des Außen ist ihr sehr wichtig. „Im Moment des Singens bin ich das selbst, und die Menschen, die mir zuhören, erkennen mich als Ich und nicht als jemand, der gefallen will oder eine Rolle spielt."

„Meine Schüler müssen mit sich selbst in Kontakt gehen," sagte Gesine van der Grinten-Lersch, die nach dem Studium eine Methode kennen lernte, die Terlusollogie, die sich mit zwei Atemtypen und deren Auswirkung auf Körperhaltung, Motorik, Stoffwechsel und Kreislauf beschäftigt. „Ich habe dadurch vieles kennen gelernt, was im Studium gar nicht berücksichtigt wurde", sagt sie: „Wie singt man leise, wie singt man einen sauberen Ton?" Das angeratene „Nun übt mal mehr" führte zu keinem befriedigenden Ergebnis.

Als Kind kam sie in die Nähe zu Joseph Beuys. Was gar nicht überrascht, ist ihr Vater doch der bekannte Beuys-Sammler und erste Direktor des Museums Schloss Moyland, Hans van der Grinten (1929-2002). „Künstlerische Arbeit ist ein wichtiger Aspekt des Vor-Lebens in einer Welt, in der es sehr viel um Äußerlichkeiten geht." Obwohl sie als Kind die Kunst von Beuys nicht verstanden habe, gab es doch Begegnungen mit „Onkel Beuys" bei Ausstellungen und Feiern. „Beuys hat für mich Bücher von Sängerinnen aufgehoben und Streiche erzählt, die man in der Schule machen kann."

Dass es eigentlich darum geht, sinnhaft zu leben, sein Potenzial zu entfalten, damit die Welt besser wird, eröffnete sich Gesine van der Grinten-Lersch, als sie den Film von Caroline Tisdall über die Aktion von Beuys mit dem Kojoten gesehen hatte. Da erkannte sie das Prophetenhafte bei dem Künstler, das auch dazu diente, die Menschen zur Kreativität zu ermutigen.

Wichtig ist ihr die Förderung des Liedgutes, was sie nicht nur als Sängerin, sondern auch als Organisatorin der Konzertreihe „colla voce" im Museum Schloss Moyland mit leidenschaftlicher Energie und Präsenz verfolgt. „Ich fühle mich reich und hatte nie ein Gefühl von Mangel", offenbart Gesine van der GrintenLersch ihre Zufriedenheit und verrät den Grund dafür: „Man wird reicher durch abgeben als durch horten."

Die Ausstellung ist am 09. geöffnet von 11.00 – 17.00 Uhr und am 16 Juni 2013 geöffnet von 13.00 – 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei!

Die Matinée von Gesine Lersch-van der Grinten und Martin Lersch ist am Sonntag, den 16. Juni 2013 um 11.00 Uhr. Eintritt 12 €, ermäßigt 6 €.

Kartenvorbestellung Tel. 02833/2523 (Büschkes)

Es gibt also viele Gründe das Haus Lawaczeck, das Museum und die Begegnungsstätte des historischen Verein für Geldern und Umgegend, zu besuchen.

Kommission Haus Lawaczeck Gottfried Olie

Pressearbeit

Tel. 02833 – 26

 

 

Einladung
in Gelderns Unterwelt!

Kinder von 8 bis 12 Jahren und ihre Eltern entdecken den Geldener MÜHLENTURM und das Geheimnis der KASEMATTEN

 

   

 

Mit den Drachentötern Wichard und Lupold

erleben wir die spannende Geschichte
der Stadt Geldern
Wann? Am Samstag, dem 20. April 2013,
von 15 bis 17 Uhr
Wo? Unter der Erde neben dem Mühlenturm
Mit Wem? Mit Gerd Halmanns
und vielen großen Bildern

Was kostet das? Der Eintritt ist frei!
Ihr seid eingeladen vom Historischen Verein
und von der Familienbildungsstätte.
Ihr müsst euch und eure Eltern nur anmelden.
Telefon 02831-134600 (FBS)

 

 

Preiswürdige Forschung

Der „Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis“ 2013

geht an junge Historiker

  Geldern. Kathrin Kelzenberg und Matthias Böck erhalten 2013 den „Karl- Heinz-Tekath-Förderpreis zur Erforschung von Geschichte und Kultur der Niederrheinlande“. Frau Kelzenberg, Historikerin aus Bochum, wird ausgezeichnet für ihre Masterarbeit „Die Pilgerfahrt Johanns I. von Kleve ins heilige Land. Regionale Zusammenhänge internationaler Mobilität im 15. Jahrhundert“. Als weiteren gleichberechtigten Preisträger ehrt der Historische Verein für Geldern und Umgegend Herrn Dr. Matthias Böck aus Oberhausen für seine Dissertation „Herzöge und Konflikt. Das spätmittelalterliche Herzogtum Geldern im Spannungsfeld von Dynastie, ständischen Kräften und territorialer Konkurrenz (1339-1543).“

  Namensträger des mit insgesamt 2500 € dotierten Preises, der in diesem Frühjahr zum vierten Mal vergeben wird, ist der 2004 verstorbene langjährige Archivar des Kreises Kleve, Karl-Heinz Tekath. Am 19. April 2013 sollen die Ehrungen im Gelderner Bürgerforum vorgenommen werden. Die Laudatio wird Prof. Dr. Leo Peters halten.  

 

 

Im Mittelpunkt der Studie von Kathrin Kelzenberg steht eine bisher wenig beachtete Pilgerfahrt, die Herzog Johann I. von Kleve nach Jerusalem unternommen hat. Welche Herausforderungen stellte die lange Reise an ihn und seine Begleiter, aber auch an die, die zu Hause blieben? Welche Auswirkungen hatte die dauerhafte Abwesenheit des Herrschers? Welche kommunikativen Probleme warf eine solche Fahrt auf? „Regionale Zusammenhänge“ werden dabei detailliert untersucht: Es sind dies, wie Prof. Dr. Nikolas Jaspert (Universität Bochum) betont, z.B. die kulturellen, politischen und dynastischenVerbindungen zwischen Kleve und Burgund, die Konflikte mit regionalen Widersachern, der Ausbau des fürstlichen Territorialstaats oder auch die Auswirkungen der Jerusalembegeisterung auf die geistliche Landschaft im Herzogtum Kleve. Mit der Preisverleihung möchte der Historische Verein die weitere Aufarbeitung mittelalterlicher Kulturgeschichte durch Kathrin Kelzenberg fördern.

 

 

Dr. Matthias Böck hat sich mit seiner an der Universität Duisburg-Essen vorgelegten Forschungsarbeit den Ruf erworben, einer der besten, wenn nicht gar der beste Kenner der geldrischen Geschichte zu sein. Seine sehr detailreiche Dissertation bietet, so lautet das Urteil seines Gutachters Prof. Dr. Dieter Geuenich, „erstmals eine lückenlose, aus den Quellen erarbeitete Darstellung des (spät-)mittelalterlichen Herzogtums Geldern.“ Die grundlegende Arbeit wird - ergänzt um ein ausführliches Register - in Zukunft ein Standard- und Nachschlagewerk zur geldrischen Geschichte im Hoch- und Spätmittelalter sein. Sie wird sich für weitere landes- wie lokalgeschichtliche Forschungen als eine Fundgrube erweisen.

 

Vier Jahrzehnte Pressefotografie im Kreis Geldern: Ulrich Engelmann. 

Pünktlich zur Jahreshauptversammlung des „Historischen Vereins für Geldern und Umgegend" stellt der Historische Verein seine neue Publikation vor, die an die Mitglieder als Jahresgabe ausgegeben wird und auch im Buchhandel erhältlich ist.

Viele erinnern sich noch an den quirligen Fotografen Ulrich Engelmann, der im Einsatz für die Lokalausgabe der Rheinischen Post in Geldern von Weeze bis Herongen, von Kevelaer bis Kerken unterwegs war. Mehr als 30 Jahre, von 1950 bis 1981, hat der mit seinem Stil das Erscheinungsbild der Rheinischen Post geprägt und damit unsere Sehgewohnheiten. Mit der Wiederentdeckung seiner Fotos würdigt der Historische Verein einen wichtigen Chronisten der aufregenden Zeit, die gekennzeichnet war vom Wirtschaftswunder und weitreichenden Veränderungen in der Landwirtschaft, den Städten und Dörfern und im Verkehr.

Vier Jahrzehnte Pressefotografie im Kreis Geldern. Ulrich Engelmann. (Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend Nr. 109) Geldern 2012, ISBN 978-3-921760-49-9,

280 Seiten, 225 Fotos

Geboren wurde Ulrich Engelmann 1911 in Berlin, seine Mutter stammte aus Paris, sein Vater aus Wien. Im Berlin der 20er und 30er Jahre verbrachte er seine Jugend, in der Welthauptstadt der Illustrierten erlernte er auch sein Handwerk als „Bildberichter". Den Krieg überstand er in Frankreich und den Niederlanden. 1946 wurde er als Kriegsgefangener im Lager Weeze entlassen. Er wandte sich nach Straelen und schlug sich mehrere Monate als Landarbeiter durch. 1948 fand er eine Anstellung in seinem angestammten Metier, er wurde Fotograf bei der NRZ in Geldern, 1950 wechselte er zur Rheinischen Post. Er bewährte sich schnell als Allround-Berichterstatter. Mit Einfühlsamkeit aber auch Einfallsreichtum fing er die verschiedenen Veranstaltungen und Feste der Vereine, Bruderschaften, Kirchen, des schulischen, öffentlichen und politischen Lebens ein. Schmuckbild und Landschaftsimpression beherrschte er ebenso wie das Unfallgeschehen, Sport und Portrait. Nach seinem Ausscheiden bei der Rheinischen Post arbeitete er noch einige Jahre für die Niederrhein-Nachrichten.

Aus den ca. 10.000 erhaltenen Fotos hat ein Arbeitskreis des Historischen Vereins 225 der besten Schwarz-weiß-Fotos ausgewählt und kommentiert. Entstanden ist so ein rundum gelungenes Werk, das sich auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk eignet. Es ist ab sofort zum Preis von 16,00 € im Buchhandel und im Archiv des Kreises Kleve, Boeckelter Weg 2, 47608 Geldern zu erhalten.

Dank

Besonders zu danken ist dem Kreisarchiv, den anderen Kommunalarchiven und den privaten Leihgebern, die ihre Engelmann-Fotos zur Verfügung stellten. Der Dank geht auch an die Mitglieder des Arbeitskreises Dr. Beate Sturm, Gerd Halmanns, Hans- Dieter Bonnekamp, Jürgen Kwiatkowski und Bernhard Keuck sowie den Mitarbeiterinnen des Kreisarchivs und Josef Kempkes fürs Layout.

Zu danken ist schließlich der Stiftung der Volksbank an der Niers e.G. für Heimatforschung und Heimatpflege und dem Förderkreis „För Land en Lüj e.V.", die beide einen namhaften Zuschuss gewährten.

 

„Leben in den Trümmern“ – eine Ausstellung des Projektkurses Geschichte 11 am LMG

  Feierliche Eröffnung im Audimax der Universität Duisburg-Essen

  Der „Wiederaufbau nach 1945 am Niederrhein“ war Thema des Projektkurses Geschichte der 11. Jahrgangsstufe (= Q1 ) des LMG. Nach einjähriger Arbeit präsentieren die zwölf Schüler und Schülerinnen ihre Ergebnisse jetzt in einer großen Ausstellung in der Universitätsbibliothek in Duisburg. Die Eröffnung fand am Sonntag, dem 1. Juli 2012, vor Eltern, Freunden und z.T. hochrangigem Publikum im größten Hörsaal des „Campus“ Duisburg statt.

  Die Arbeit des LMG-Kurses war Teil einer Kooperation von Schulen und Universität. Unter Federführung des „Instituts für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung (= InKuR)“ haben Schüler(innen) des Lise-Meitner-Gymnasiums Geldern, des Andreas-Vesalius-Gymnasiums Wesel sowie des Suitbertus-Gymnasiums Kaiserswerth die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg mit intensivem Quellenstudium und Zeitzeugenbefragungen erforscht. Die Ergebnisse liegen jetzt in dreifacher Form vor:

-         Eine Ausstellung mit Hunderten von Exponaten erzählt die Geschichte zwischen 1945 und etwa 1952 in fünf Themenkomplexen: Kindheit und Jugend (Julia Fuchs, Juliane Neumann)/ Ernährung (Carmen und Christin Ziemek) / Entscheidungsträger (Laura Titel, Leonie Wegener)/ Wohnen (Daniel Hoogen, Melina Girke)/ Alltagsleben (Elias Rahmani, Niklas Welbertz).

-         Gleichzeitig wurde ein Dokumentarfilm über Geldern in den „Trümmerjahren“, erstellt von Carolin Bier und Tim Jordan, uraufgeführt.

-         Zu allen Themen wurden ausführliche schriftliche Dokumentationen vorgelegt.

  Die Ausstellung ist noch bis Mitte August in der Universitätsbibliothek (Lotharstraße, Duisburg) frei zugänglich. Ab dem 26. August wird sie im Nieukerker Haus Lawaczeck, Museum und Begegnungsstätte des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend, präsentiert, danach in Wesel und Düsseldorf-Kaiserswerth.

  Koordiniert wurde die Arbeit dreier Schulen von der Historikern Simone Frank, Kustodin der Niederrhein-Bibliothek des InKuR.

Zu den Partnern des Unternehmens, das von der Robert-Bosch-Stiftung großzügig gefördert und als „Denkwerk“- Projekt anerkannt worden ist, gehörten aus dem Raum Geldern das Kreisarchiv Kleve in Geldern, das Stadtarchiv sowie der Historische Verein für Geldern und Umgegend.

 

 

Deutsch-niederländisches Kolloquium

Königtum und Adel in Niederlothringen (10. – 12. Jahrhundert)

23. bis 24. Februar 2012

Information

 

„Stolpersteine für Geldern"

HV-Mitglied Bernd Bianchi hat es angeregt; der Stadtrat hat zugestimmt, wir vom HV unterstützen die Aktion: Am 15. Dezember 2011 wurden die ersten „Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig in Geldern verlegt. Sie sind ein Zeichen gegen das Vergessen. Sie erinnern an jüdische und andere Opfer des Nationalsozialismus.

Der HV hat die Patenschaft für den Stein übernommen, der an Jeanette Passmann (Harttor 24) erinnert, die im KZ Natzweiler nach grausamen medizinischen Experimenten ermordet worden ist. Die Aktion wird 2012 fortgesetzt. Näheres: www.stolpersteine-fuer-geldern.de

 

Neue Veröffentlichung des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend

Nicolas Peter Schreiber:
Vom Arbeiter zum Reichsminister: Johann Giesberts (1865-1938)

Das Buch

Pünktlich zu Weihnachten stellt der „Historische Verein für Geldern und Umgegend“ seine neue Publikation vor, die an die Mitglieder als Jahresgabe ausgegeben wird und auch im Buchhandel zu erhalten ist. Es ist mit 482 Seiten ein gewichtiger Band über das politische Naturtalent Johann Giesberts.

1865 in Straelen geboren, arbeitete er sich aus den einfachen Verhältnissen einer kleinstädtischen Bäckerfamilie bis zum Reichspostminister hoch. Schon früh übernahm Giesberts Verantwortung, zuerst für die elterliche Familie, dann für die Arbeiterschaft, zu der er in Köln als Heizer gehörte. 1899 wurde er zum Redakteur der Westdeutschen Arbeiterzeitung berufen. In dieser Funktion und als christlicher Gewerkschafter vertrat er mit Nachdruck und Geschick die Interessen der Arbeiter, des Standes, mit dem er zeit seines Lebens Tuchfühlung hielt. Denn er blieb stets seinem Ziel treu, „die Arbeiterschaft aus dem Tiefstand des sozialen Lebens herauszuführen, sie gleichberechtigt in Staat und Gesellschaft hereinzustellen“. Da er ein begabter Redner war und als ehrliche Haut galt, berief ihn die Zentrumsleitung in den Vorstand und sah ihn für wichtige Ämter vor.

1905 gewann er fürs Zentrum in Essen das Reichtagsmandat, 1918 wurde er Stadtverordneter in Mönchengladbach. 1919 übernahm er im ersten Weimarer Kabinett das Amt des Reichspostministers und behielt es über drei Jahre inne. So befindet sich seine Unterschrift sowohl unter der Weimarer Verfassung als auch unter dem Versailler Friedensvertrag. Als Politiker hat er in Reichstag und Reichskabinett die Aufgabe „jeweils praktische Kompromisse zu finden, mit beweglichem Geist, praktischem Sinn und großer Energie zu lösen versucht“, so das Urteil der Historikerin Helga Grebing. Damit kann Giesberts noch heute als Vorbild für alle demokratischen Politiker gelten.

Als Postminister wurde Giesberts Dienstherr über 500.000 Mitarbeiter. Er leitete das größte deutsche Unternehmen mit viel Erfolg. So führte er die Postreklame ein und beteiligte die Post an der Fernkabel- Gesellschaft.

Zum ersten Mal sind Giesberts Leben und politisches Wirken exakt erforscht und in einer umfangreichen Studie dargestellt worden. ihr Vorzug erschließt sich dem Leser leicht in ihrer Verständlichkeit.

Nicolas Peter SCHREIBER: Vom Arbeiter zum Reichsminister: Johann Giesberts (1865- 1938). 40 Jahre Politik in der christlich- sozialen Arbeiterbewegung (Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend 108) 40 Abbildungen, 482 Seiten. Geldern 2011. Buchhandelspreis 18,--€. ISBN 978-3-921760-48-2. 

Der Autor

Nicolas Peter Schreiber studierte Kulturwirtschaft und Geschichte in Passau. Für dieses Werk hat er mehrere Jahre in Archiven und Bibliotheken zugebracht. So hat er nicht nur die Stadtarchive in Straelen, Essen und Mönchengladbach aufgesucht, um ihre einschlägigen Bestände zu studieren, sondern auch das Bundesarchiv in Berlin, das Archiv des Landes NRW in Düsseldorf und die Archive der politischen Parteien, um nur die wichtigsten zu nennen. Er hat seine Arbeit über Giesberts als Dissertation in Passau eingereicht und dafür die Doktorwürde erhalten.

Dank gebührt vor allem dem Autor für seine akribische Arbeit, der Firma B.o.s.s. Druck und Medien in Goch für ihre gewohnt gute Buchherstellung und den Sponsoren Sparkasse Krefeld, Sparkasse der Stadt Straelen, dem LVR und dem Förderkreis für Geschichte und Mundart „För Land en Lüj“.

(Bernhard Keuck)

 

Neue Veröffentlichung des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend

Georg Cornelissen: Jans(s)en vom Niederrhein

Die Erfolgsgeschichte eines Namens

 

In jedem steckt ein bisschen Jans(s)en

Wer selbst nicht Janssen (bzw. Janßen, Jansen, Janhsen oder Janshen) heißt, hat mit einiger Wahrscheinlichkeit doch Vorfahren, die diesen Namen getragen haben. Das gilt wohlgemerkt für Niederrheiner und Niederrheinerinnen, in anderen Gegenden Deutschlands spielt der Name meist nur eine untergeordnete Rolle, wenn er dort überhaupt bekannt ist. Am Niederrhein aber gehört Janssen zum Kernbestand der regionalen Namengeschichte. Janssen (mit all seinen Varianten) ist hier Teil des landschaftlichen Kulturerbes.

Wenn von Janssen die Rede ist, darf Jan nicht fehlen. Ohne die Einbeziehung dieses am Niederrhein äußerst beliebten Rufnamens ließe sich die Geschichte des Familiennamens Janssen nur lückenhaft erklären. Deshalb werden in diesem Buch der wärme Jan und der kalde Jan ebenso wenig übergangen wie Jan Düvel oder Jan Baserull.

  Interessant und spannend skizziert der Autor am Beispiel dieser Namen die Grundzüge der niederrheinischen Namensgeschichte. Dabei gehen die Erläuterungen weit über die Entstehung und Geschichte von Janssen hinaus und beinhalten, abzulesen an dem umfangreichen Register der einbezogenen Familiennamen, auch viele Hinweise auf andere für  den Niederrhein typische Namen.

  Herausgebracht wird das Buch vom Klevischen Verein für Kultur und Geschichte / Freunde der Schwanenburg in Kooperation mit dem Emmericher Geschichtsverein, dem historischen Verein für Geldern und Umgegend, der historischen Vereinigung Wesel, dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgesichte Bonn und dem BOSS-Verlag Kleve.

  Autor des Buches ist Dr. Georg Cornelissen, Sprachwissenschaftler im LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, der bereits verschiedene Werke zur niederrheinischen Sprach- und Namensgeschichte verfasst hat.

 

Entdeckungstour durch Geldern

Historischer Verein stellt kleines Geschichtsbuch für Kinder vor

 

 

„Geldern für Kinder und andere Neugierige“ heißt ein neues Büchlein, das der Historische Verein für Geldern und Umgegend auf den Markt gebracht hat. Es bietet eine Entdeckungstour durch Vergangenheit und Gegenwart der alten Stadt Geldern. Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, kann viele spannende Geschichten aufspüren. Lupold und Wichard, zwei junge Ritter, begleiten uns dabei. Sie erzählen von ihrem Kampf mit einem schrecklichen Drachen, von Herzögen, Klöstern und Kanonenkugeln, vom gelderschen Wind, tödlicher Rache für eine Ohrfeige oder von den geheimnisvollen Kasematten.

  Eindrucksvolle farbige Zeichnungen von Bärbel Stangenberg führen uns auf eine abenteuerliche Reise in die Geschichte, aber auch in die Gegenwart. Den Text schrieb Gerd Halmanns.

  Das kleine Geschichtsbuch kann schon von Kindern gelesen werden, richtet sich aber auch an ältere „Neugierige“. Wer es liest, wird manche Sehenswürdigkeit der Stadt mit neuen Augen sehen.

  Möglichst viele junge und auch nicht mehr ganz so junge Menschen in und um Geldern sollen Freude an der bunten Entdeckungstour haben. Sie ist deshalb schon für nur 4 € zu haben – im Buchhandel, im Kreisarchiv, in der Gelderner Stadtverwaltung oder im Lise-Meitner-Gymnasium.

Gerd Halmanns (Text) und Bärbel Stangenberg (Illustration): Geldern für Kinder und andere Neugierige, Geldern 2010 [ISBN 978-3-921760-46-8 / 36 Seiten / 4,-- €]

Vorträge zum Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis 2010

  Historischer Verein für Geldern und Umgegend stellt neue Publikation vor

  Der Historische Verein für Geldern und Umgegend e.V. präsentiert mit dem diesjährigen Band zum Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis zur Erforschung von Geschichte und Kultur der Niederrheinlande die Siegerbeiträge aus dem Jahr 2010. Mit dem Preis zeichnet der Verein alle zwei Jahre junge, engagierte und fachlich hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die sich im Bereich der regionalen Kultur und Geschichte hervorgetan haben. 2010 wurden die Kunsthistorikerin Maria Cremer sowie der Historiker Manuel Hagemann für ihre Forschungen zur Amsterdamer Monstranz bzw. zu Machterwerb und Machtkonsolidierung Johanns von Kleve ausgezeichnet. Beide erhielten die Auszeichnung für ihre Magisterarbeit.

  Der Band zum Tekath-Preis 2010 enthält die schriftlichen Fassungen der Vorträge, die die beiden Preisträger während der Preisverleihung am 19. 3. 2010 in Geldern gehalten ha ben.

  Marina Cremer befasst sich in ihrem Aufsatz „Die ‚Amsterdamer Monstranz’ in der St. Nikolaikirche in Kalkar – Ein Goldschmiedewerk erzählt Geschichte“ mit der Geschichte der Amsterdamer Monstranz, die sich heute in der St. Nikolaikirche in Kalkar befindet. Das Schaugefäß zählt zu den wenigen niederländischen Kunstwerken, die den Bildersturm im 16. Jahrhundert überstanden haben. Die fast ein Meter große, silberne Sakramentsmonstranz mit mehr als 50 Figuren wurde 1549 im Auftrag der Kirchmeister, unter ihnen der Patrizier Cornelis Jacobsz. Bam, für die Oude Kerk in Amsterdam angefertigt. Nach Absetzung der katholischen Stadtregierung von Amsterdam (1578) flüchtete der Amsterdamer Bürgermeister Cornelis Jacobsz. Bam in das Herzogtum Kleve, wo er sich in Kalkar niederließ. Im selben Jahr kaufte er die Monstranz von einem niederländischen Geldwechsler, bewahrte sie so vor dem Einschmelzen und ließ sie nach Kalkar transportieren. 1613 wurde die „Amsterdamer Monstranz“ der St. Nikolaikirche in Kalkar vermacht. Viele Farbfotos vermitteln einen Eindruck von der Schönheit des Kunstwerks.

  Manuel Hagemann beschäftigt sich in seinem Beitrag „Kleve in der Krise. Eine niederrheinische Grafschaft im 14. Jahrhundert“ mit der schweren dynastischen Krise, in der die Grafschaft Kleve im 14. Jahrhundert steckte. Nach dem Tod des Grafen Dietrich VIII. 1305 regierten nacheinander seine Söhne Otto (1305-10), Dietrich IX. (1310-47) und Johann (1347-68). Keiner von ihnen hinterließ einen ehelichen Sohn, der das Erbe antreten konnte, und durch Schwierigkeiten beim Herrschaftsübergang verlor Kleve zusehends an politischem Gewicht. Nach dem Aussterben der Familie fiel die Grafschaft 1368 an Adolf von der Mark, ehemals Bischof von Münster und Erzbischof von Köln, der seine Brüder mit Gebietsteilen und Geldeinkünften abfinden musste; Kleve befand sich auf dem Tiefpunkt seiner Machtposition. Erst in den 1390er Jahren, so Hagemann, erlebte das Territorium durch dynastische Zufälle und politisches Geschick einen neuen Aufschwung.

  Der von Beate Sturm und Gerd Halmanns herausgegebene Band kann zum Preis von 4 Euro im Buchhandel sowie im Kreisarchiv Kleve, Boeckelter Weg 2 in Geldern erworben werden. (ISBN 978-3-921760-47-5)

 

Hohe Auszeichnung für Gerd Koppers

Gerd Koppers (Geldern-Veert) wird mit dem Ehrenteller des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend ausgezeichnet. Der geldrische Geschichtsverein ehrt damit seinen Geschäftsführer, der fast drei Jahrzehnte lang Vorstandsarbeit geleistet hat und immer noch aktiv ist. Vor allem die finanzielle Betreuung von Buchpublikationen, Ausstellungsprojekten oder des Hauses Lawaczeck gehören zu seinen Aufgaben. Auch die Errichtung der Hans und Emilie Stratmans – Stiftung ist eng mit seinem Namen verknüpft.

Zu den weiteren Verdiensten des vielfältig ehrenamtlich engagierten Gerd Koppers gehören seine Mitarbeit im Gelderner Martins-Komitee, in der Stiftung „För Land en Lüj" sowie im Vorstand des Vereins Eintracht.

Die feierliche Übergabe des selten verliehenen Ehrentellers ist für die Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins in Koppers’ Geburtsstadt Goch am 21. November 2010 vorgesehen.

 

Der Archäologische Arbeitskreis macht einen großen Schritt in die Zukunft

Die Mitglieder des Archäologischen Arbeitskreises im Historischen Verein für Geldern und Umgegend e.V. (AAK) freuen sich über einen großen Schritt in die Zukunft. Seit langer Zeit bemühten sich die Arbeitskreismitglieder die großen Datenmengen, den Archivbestand

( Fundstücke, Ausstellungsexponate, Bilder, Buch- und Kartenmaterialien), die Arbeitsdokumentationen, den Datenaustausch, die Projekterkenntnisse sowie die Internetrecherchen rationell und möglichst verzögerungsfrei zu verwalten. Hierzu wurden dringend ein leistungsstarkes Notebook mit der notwendigen Software sowie spezielle Software zur Texterkennung, ein Drucker und diverse Speichermedien benötigt.

Nachdem die Bedürfnisse geklärt waren wurde ein Geldgeber gesucht. Der Historische Verein gab einen Startbetrag, die Sparkasse Krefeld unterstützte das notwendige Beschaffungsvorhaben finanziell sehr großzügig. Die Gelderner Firma ATTW lieferte nicht nur das Notebook, den Drucker und diverse Zubehörteile. Sie installierte auch die notwendige Software und finanzierte den Restbetrag. Damit hat der Archäologische Arbeitskreis die lange benötigte Ausstattung zum effektiven und zukunftsorientierten Arbeiten bekommen.

Die AAK-Mitglieder möchten sich für die großzügige Unterstützung bei den Vertretern der Sparkasse Krefeld den Herren Buddenbrock und Janssen sowie bei Herrn Tim Wieggers von der Firma ATTW aus Geldern bedanken.

 

Gerd Halmanns, Vorsitzender des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend e.V. und Klaus Oerschkes der Ansprechpartner für den Archäologischen Arbeitskreis (AAK) freuen sich über die beschafften Einzelteile.

 

„Unsere Besten“ im Fach Geschichte

Gelderland. Zehn Abiturienten mit herausragenden Leistungen im Fach Geschichte wurden mit einem Preis des „Historischen Vereins für Geldern und Umgegend“ ausgezeichnet.

Im Rahmen der schulischen Abschlussfeiern erhielten sie je ein Buchpräsent von der geldrischen Geschichtsvereinigung.

Preisträger 2010 sind:

Adrian Maser und Jasmin Pouwels (Lise-Meitner-Gymnasium Geldern); Theresa Schmitz und Steffen Giesen (Friedrich-Spee-Gaymnasium Geldern); Stefan Wans und Cem Gülten (Berufskolleg des Kreises Kleve in Geldern); Markus Engbroks und Maria Dziobek (Liebfrauenschule / Berufskolleg); Nicole Pasch und Alexander Rosengarten (Gymnasium Straelen).  Herzlichen Glückwunsch!

 

Tekath-Förderpreis 2010 doppelt vergeben 

Zwei junge Wissenschaftler aus der Region erhalten am Freitag, dem 19. März 2010,  den „Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis zur Erforschung von Geschichte und Kultur der  Niederrheinlande“: Für ihre Magisterarbeit „Die Amsterdamer Monstranz in der St.  Nicolaikirche in Kalkar“ wird die Kunsthistorikerin Marina Cremer aus Sonsbeck-Hamb ausgezeichnet. Als weiteren gleichberechtigten Preisträger ehrt der Historische Verein für Geldern und Umgegend den Historiker Manuel Hagemann aus Kranenburg für seine Studie „Johann von Kleve. Der Erwerb der Grafschaft Kleve 1347“. 
Die feierliche Preisübergabe mit den Festvorträgen der beiden Nachwuchswissenschaftler 
beginnt um 18 Uhr im BürgerForum der Stadt Geldern (Issumer Tor). Gäste sind herzlich 
willkommen! Der Historische Verein bittet jedoch um vorherige Anmeldung in seiner 
Geschäftsstelle im Kreisarchiv (02831-391 814). 
Namensträger des Preises, der 2010 zum dritten Mal vergeben wird, ist der 2004 verstorbene langjährige Archivar des Kreises Kleve Karl-Heinz Tekath. 

Ein Goldschmiedewerk erzählt Geschichte

 

 

 

 

 

 

Dass für die diesjährige Preisverleihung des Tekath-Preises nicht nur historische Beiträge eingereicht wurden, hat die fünfköpfige Jury mit Freude zur Kenntnis genommen. Es entspricht der Absicht, nicht nur historische Untersuchungen, sondern auch archäologische, kunsthistorische, sprachwissen- schaftliche oder geographische Arbeiten zu fördern. 
Im Mittelpunkt der von Marina Cremer an der Universität Köln vorgelegten Magisterarbeit 
steht ein Kunstobjekt, das um 1575 auf abenteuerlichem Wege von Amsterdam an den 
Niederrhein gelangt ist. Die Autorin hat nicht nur eine umfassende kunsthistorische Deutung der Monstranz vorgelegt, sondern auch die Geschichte einer Amsterdamer Patrizierfamilie erzählt, die in den Wirren der Reformationszeit am Niederrhein Zuflucht fand. Gerade dieser grenzüberschreitende Aspekt der Arbeit von Marina Cremer entspricht den Intentionen des Preises in besonderem Maße. 


Kleve in der Krise 



Manuel Hagemann hat in seiner an der Universität Bonn vorgelegten Magisterarbeit Person 
und Politik des 1368 verstorbenen klevischen Grafen Johann erstmals umfassend behandelt. 
Methodisch überzeugend, so betont die Jury, geht er den territorial-, verfassungs-und 
verwaltungsgeschichtlich bedeutsamen Aspekten der Herrschaft des Grafen nach und widmet 
sich ausführlich der Rolle der 16 klevischen Städte, des zunehmend an der Verwaltungsorganisation beteiligten Adels und einer allgemeinen Professionalisierung des Regierungssystems. Gerade in dieser Hinsicht sind von der zur Zeit entstehenden Dissertation Hagemanns wichtige neue Erkenntnisse zu erwarten. 

Der Historische Verein hat als regionale Geschichtsvereinigung ein großes Interesse daran, 
dass die Erforschung der niederrheinländischen Kultur ständig neue Impulse erhält. Von 
beiden Preisträgern, davon ist die Jury überzeugt, werde man in Zukunft noch viel hören und 
lesen. Der mit insgesamt 2500 € dotierte „Förder“-Preis soll dabei nicht nur finanziell helfen. 

Buchvorstellung: Gerard VENNER: Romantik an Maas und Rhein

Das Buch

Pünktlich zur Jahreshauptversammlung des „Historischen Vereins für Geldern und Umgegend" stellt der Historische Verein seine neue Publikation vor, die an die Mitglieder als Jahresgabe ausgegeben wird und auch im Buchhandel erhältlich ist.

Nicht nur vom Gewicht und seinem repräsentativen Format her stellt der Band etwas Besonderes dar, sondern auch wegen seines Inhaltes. Vorgestellt wird ein weitgehend unbekannter Zeichner, der in der bildarmen Zeit vor der Fotografie vor 180 Jahren im Gelderland und an Maas und Rhein gezeichnet hat.

Gerard VENNER: Romantik an Maas und Rhein.

Zeichnungen von Alexander Frans VAN AEFFERDEN (Venlo 1767 – Roermond 1840)

und dessen Sohn Joseph VAN AEFFERDEN (Roermond 1815 – Lüttich 1837). De Maas en Rijnregio’s gedurende de Romatiek. Tekeningen van Alexander Frans Van AEFFERDEN (Venlo 1767 – Roermond 1840) en van zijn zoon Joseph van AEFFERDEN (Roermond 1815 – Luik 1837)

Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend unter Mitarbeit des Regionaal Historisch Centrum Limburg in Maastricht 107.

Publicaties van de Historische Verein für Geldern en Umgegend 107. Met medewerking van het Regionaal Historisch Centrum Limburg te Maastricht. Geldern 2009, 237 S., 162 Abb., die meisten farbig. Preis im Buchhandel 29,80 €.

Alexander Frans van Aefferden wurde 1767 in Venlo geboren, lebte in Roermond und zeichnete bis zu seinem Tode 1840. Dass seine Bilder unbekannt blieben, liegt paradoxerweise daran, dass er vermögend war und nicht vom Verkauf seiner Bilder leben musste. Er überließ sie meist den Besitzern der dargestellten Objekte, den Hausherren der Schlösser und Burgen an Niers, Maas und Rhein. So kamen sie nie in den Handel und die Kunstwelt erfuhr vom Talent „van Aefferden" nichts. Zu den dargestellten Motiven gehören Haus Golten, Haus Caen mit der Wasser- und der Walkmühle, Haus Coull, Haus Beerenbroeck, Brauershof, Kleinderhorsthof und eine panoramaartige Ansicht der Stadt Geldern, aus der ein Ausschnitt den Einband schmückt.

Da die Epoche, in der van Aefferden lebte, ein Faible für die Romantik der Natur hatte, sind viele Park-, Fluss- und Landschaftsansichten zu finden. Die Technik der Bilder ist aquarellierte oder lavierte Federzeichnung und Bleistiftzeichnung.

Außerhalb des Gelderlandes hat van Aefferden viele Motive in und um Roermond und an der Maas gefunden wie z. B. die Ruine zu Montfort oder die Kasteele Nieuwenbroeck in Beesel und Hillenraedt in Swalmen. Einer Zeitmode entsprechend hat er zudem Rhein und Neckar bereist und schöne Ansichten z.B. von Heidelberg, Weissenthurm oder vom Rheinfall bei Schaffhausen geschaffen. Aufgenommen in den Band wurde ebenfalls das Reisebuch Joseph van Aefferdens, des Sohnes von Alexander Frans van Aefferden. Er machte mit zwei Freunden 1835 eine Reise an Maas, Mosel und Rhein, führte Tagebuch und fügte seinem Journal 17 Zeichnungen bei, die im Buch zu finden sind.

Der Autor

Gerard Venner ist Archivar des Regionaal Historisch Centrum Limburg in Maastricht. Er ist als Verfasser vieler landesgeschichtlicher Publikationen in Erscheinung getreten und einer der besten Kenner der geldrischen und maasländischen Geschichte. Er hat durch intensive Forschungen in den Archiven, Bibliotheken und Museen dieses Raumes und durch seine umfassende Kenntnis der Adelshäuser das weit versprengte Oeuvre van Aefferdens erfasst und in dem Buch wissenschaftlich beschrieben. Da das Thema grenzenüberschreitend ist, ist der Band zweisprachig deutsch und niederländisch. Mit seinen vielen farbigen Abbildungen und seinem Großformat ist der Band sehr gut geeignet als Geschnek.

Dank

Heinz Bosch ist das Buch gewidmet als Ehrung für sein Lebenswerk, aber auch, weil er mit großem Engagement Burggraf Albert van Aefferden in Irland bewegen konnte, die Sammlung der Familie an den Niederrhein zu geben. Da sich ein 70 Blatt umfassendes Skizzenbuch darunter befindet, wäre das Buch ohne die Sammlung unvollständig geblieben.

Zu danken ist auch dem Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte e.V. in Kevelaer und seinem Leiter Dr. Burkhard Schwering für die großzügige Kooperation bei der Ausleihe von Exponaten der im Museum Kevelaer befindlichen van Aefferden-Sammlung. Gerd Koppers betreute den Druck bei der Firma B.O.S.S. und war Transmissionsriemen zwischen Autor, Leihgebern und der Druckerei.

Zu danken ist schließlich dem Förderkreis „För Land en Lüj"e.V., da er einen namhaften Zuschuss beisteuerte.

 

Hohe Auszeichnung für Prof. Helmut Tervooren

  Preisgekröntes Werk erschien 2005 beim Historischen Verein für Geldern und Umgegend

  Gent/Geldern. Alle fünf Jahre vergibt die belgische Königliche Akademie für niederländische Sprache und Literatur einen Preis für die Erforschung älterer niederländischer Sprache, Literatur und Kultur. Die Auszeichnung für den Zeitraum 2004 bis 2008 geht an Professor Helmut Tervooren (Universität Duisburg-Essen). Der im niederrheinischen Issum aufgewachsene Sprach- und Literaturwissenschaftler wird geehrt für sein Buch „Van der Masen tot den Rijn. Ein Handbuch zur Geschichte der mittelalterlichen volkssprachlichen Literatur im Raum von Rhein und Maas“. Es ist 2005 in der Reihe der „Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend“ erschienen. Die feierliche Preisverleihung erfolgt am 21. Oktober 2009 in Gent bei der „Koninklijke Academie voor Nederlandse Taal- en Letterkunde“.

Die Jury bezeichnet Tervoorens Werk in ihrer Begründung als eine „Pionierarbeit“: Er habe zum ersten Mal die große literaturgeschichtliche Bedeutung eines heute über drei Staaten aufgeteilten Gebietes sichtbar und nachvollziehbar gemacht. Sein Buch sei aus der Überzeugung erwachsen, dass die mittelalterliche Literatur zwischen Rhein und Maas als eine zusammenhängende regionale Erscheinung aufgefasst und untersucht werden müsse. Grenzüberschreitend habe er dabei die Forschungsergebnisse von Germanistik und Niederlandistik füreinander nutzbar gemacht.

Das vollständige Juryvotum ist abrufbar unter: http://www.kantl.be/doc/jury2009.pdf

 

Helmut TERVOOREN unter Mitarbeit von Carola KIRSCHNER und Johannes SPICKER: Van der Masen tot op den Rijn. Ein Handbuch der mittelalterlichen volkssprachlichen Literatur im Raum von Rhein und Maas (=Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend 105), Geldern 2005 [ISBN 3-021760-41-0].

 

Barbara Hendricks auf Wahlkampftour im Haus Lawaczeck

Buchvorstellung: Weeze und der Raum an Niers und Kendel im Mittelalter

Der inzwischen verstorbene ehemalige Kreisarchivar Karl-Heinz Tekath hatte der Gemeinde vor Jahren geraten, ein wissenschaftliches Kolloquium zu veranstalten, an dem der Historische Verein für Geldern und Umgegend sowie die grenzüberschreitend tätige Niederrhein Akademie mitwirken sollten. Das geschah im November 2005. An der Tagung mit dem Titel "Weeze und der Raum an Niers und Kendel" nahmen damals Professoren mehrerer Universitäten, Wissenschaftler von Ämtern und Behörden, Archivare aus der Region sowie als lokale Kapazität Bernd Kibilka, Rektor der St. Hubertus Grundschule, teil.

Die Referatsbeiträge, die in Band 3 der Schriftenreihe "Weezer Archiv" zusammengefasst sind, können Interessierte ab sofort für zehn Euro im Kreisarchiv in Geldern erwerben. Das Buch ist fest gebunden, bebildert und in einer Auflage von 600 Exemplaren herausgekommen. 

Bilder von der Buchvorstellung:

Fotos: Khalid Rashid

 

Buchvorstellung: "Vorträge zum Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis 2008"

 

Mit dem Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis, der an den 2004 verstorbenen Bibliothekar des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend erinnert, werden alle zwei Jahre junge, engagierte, fachlich hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet, die sich im Bereich der regionalen Geschichte hervorgetan haben. Dazu gehören die Geschichte des unteren Niederrheins, die Geschichte der deutsch-niederländischen Beziehungen in der Region, insbesondere im Hinblick auf die Geschichte und Kultur des Gelderlandes seit den Zeiten von Grafschaft und Herzogtum Geldern bis heute und die Geschichte des ehemaligen Kreises Geldern seit 1815. Die Arbeit des Preisträgers oder der Preisträgerin soll im Sinne Karl-Heinz Tekaths die Wurzeln der regionalen Kultur und ihre Bedeutung für die Gegenwart erhellen.

Im Jahr 2008 wurde Tim Terhorst aus Emmerich für seine an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster erstellte Magisterarbeit „Leben zwischen zwei Grenzen. Elten unter niederländischer Auftragsverwaltung 1949-1963“ ausgezeichnet. Die Arbeit behandelt in anschaulicher und kritischer Weise ein Thema der Zeitgeschichte und beschränkt sich dabei nicht nur auf die Lokalgeschichte Eltens. Vielmehr bettet Terhorst die Fragestellung in einen größeren Zusammenhang ein und nimmt dabei auch das Problem der nationalen Identität in den Blick.

Der von Tim Terhorst aus Anlass der Preisverleihung gehaltenen Vortrag und die von Guillaume van Gemert gehaltenen Laudatio, die den Umgang mit der eigenen Vergangenheit auf niederländischer und deutscher Seite beleuchtet, sind auf so großes Interesse und Begeisterung nicht nur des anwesenden Publikums gestoßen. Spontan fanden sich auch Sponsoren für eine Veröffentlichung schon am Tag der Veranstaltung. Mit der Veröffentlichung der Vorträge zum Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis 2008 will der Historische Verein eine Reihe begründen, in der auch die Vorträge der zukünftigen Preisträgerinnen und Preisträger dauerhaft präsent bleiben, da es sich nicht nur um wissenschaftlich relevante, sondern auch um gut lesbare Darstellung handelt. Darüber hinaus soll diese Reihe den Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis einem breiteren Publikum bekannt machen und so dazu beitragen, dass sich der Preis weiter etabliert.

Diese Publikation wird als zweite Jahresgabe an die Mitglieder des Historischen Vereins gegeben. Sie erscheint gleichzeitig als Beitrag für den Emmericher Geschichtsverein. Ab Montag, 24.11.2008 ist die Veröffentlichung für 2,50 € über den Historischen Verein oder den Buchhandel erhältlich.

Das Buch wird der Presse vorgestellt. (Bild: Büschkes)

Emilie und Hans Stratmans-Stiftung beim Historischen Verein

Gelderland. In enger Verbindung mit dem Historischen Verein für Geldern und Umgegend haben Emilie und Hans Stratmans eine umfangreiche und großzügige Stiftung ins Leben gerufen, die ihr Lebenswerk auch für spätere Generationen sichern soll.

(Foto:Herbert van Stephoudt)

Hauptziel der gemeinnützigen Stiftung ist, eine „Forschungs- und Begegnungsstätte" für geldrische Geschichte zu errichten. Zu den weiteren Stiftungszwecken gehören die Förderung historischer Forschung, Denkmalschutz und die Pflege des regionalen Heimatgedankens.

Gedacht ist an die Durchführung von Tagungen, Seminaren, Ausstellungen und grenzüberscheitenden Projekten zur geldrischen Geschichte. Umfangreiche Bestände an Literatur, historischen Dokumenten, Münzen, Waffen, Porzellan etc. sind in die Stiftung eingebracht und werden unter Federführung des Historischen Vereins registriert und ausgewertet. Neben den historischen Sammlungen ist die Stiftung mit einem beträchtlichen Anfangsvermögen ausgestattet, das nach dem Willen von Emilie und Hans Stratmans vom Historischen Verein treuhänderisch verwaltet wird. Darüber hinaus haben die Stifter verfügt, dass nach deren Ableben der gesamte private Grundbesitz der Stiftung zufällt.

In das geschäftsführende Kuratorium der neuen Stiftung wurden von den Stiftern Heinz Bosch, Gerd Koppers und Gerd Halmanns berufen.

Der Stiftungsrat besteht aus dem Gelderner Bürgermeister Ulrich Janssen, dem Archivar des Kreises Kleve Dr. Andreas Berger sowie den Herren Heinz-Dieter Bonnekamp, Dr. Bernd Stibi, Raimund Joachimsthaler, Heinz-Josef Freitag.

Sitz der Stiftung ist zurzeit noch die Geschäftsstelle des Historischen Vereins (Boeckelter Weg 2, Geldern).

 

Zusammenarbeit zwischen Kreis und Historischen Verein für Geldern und Umgegend erhält Vertragsgrundlage

Kreis Kleve - Das Kreisarchiv des Kreises Kleve arbeitet seit 1975 eng mit dem Historischen Verein für Geldern und Umgegend zusammen. Schon bei der Gründung 

des Archivs im Jahre 1969 (damals noch Kreisarchiv Geldern) bildeten die kunst- und kulturhistorisch wertvollen Sammlungen des Historischen Vereins tatsächlich einen wichtigen Grundstock für das Archiv.

Die Zusammenarbeit des Kreisarchivs mit dem Verein war und ist auf vielen Gebieten 

sehr eng, da sich die Betätigungsgebiete und Ziele an vielen Stellen überschneiden:

-         Die Bibliothek des Kreisarchivs und des Vereins bilden eine Einheit. Bei der Anschaffung von Büchern werden Absprachen getroffen, sodass sich die Sammlungsschwerpunkte ergänzen. Die Bibliotheksbestände sind in einem Katalog verzeichnet. Nur so war es möglich, eine der vollständigsten Bibliotheken zur 

Geschichte des Niederrheins mit wertvollen Altbeständen und aktueller Literatur weiter auszubauen.

-         Die Sammlungen des Vereins ergänzen die des Kreises und umgekehrt. Beide zusammen bedeuten wiederum eine wichtige Ergänzung zur amtlichen 

Aktenüberlieferung. So ist es möglich auch die Sammlungen des Vereins durch Fachpersonal betreuen zu lassen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

-         Seit der Gründung des Archivs, ist dieses auch immer Anlaufstelle für Mitglieder 

des Vereins und Interessierte.

Für Landrat Wolfgang Spreen sind dies alles wichtige und gute Gründe, diese enge Zusammenarbeit schriftlich zu dokumentieren. Spreen: „Es war an der Zeit , durch 

eine schriftliche Vereinbarung die fast 40-jährige Zusammenarbeit auf ein gesundes Fundament zu stellen und Rechtssicherheit für beide Seiten zu schaffen. So ist z.B.  

die Klärung der Eigentumsverhältnisse an Sammlungen wichtig für eine Bilanzierung 

im Rahmen des Neuen Kommunalen Finazmanagements (NKF). Gleichzeitig setzen 

wir die Kooperation fort, die in den letzten Jahrzehnten für beide Seiten und die Bürger, 

die sowohl die Bibliothek wie auch die Archivbestände genutzt haben, große Vorteile gebracht hat“, erläutert der Landrat.

Kernpunkte der Vereinbarung sind:

-         Die Bibliothek des Kreisarchivs und des Vereins (über 25000 Bände) werden zusammen durch Fachpersonal des Kreises geführt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Verein und der Kreis ergänzen diese weiterhin in enger Kooperation.

-         Die archivischen Sammlungen des Vereins werden in den Magazinen des 

Archivs fachgerecht gelagert und der Öffentlichkeit für die Nutzung zugänglich 

gemacht. Zurzeit arbeitet ein Arbeitskreis des Vereins unter Leitung des Kreisarchivars 

an der Erschließung dieser Sammlungen, um Findmittel für eine einfachere Benutzung 

zur Verfügung zu stellen.

Der Verein betreibt weiterhin seine Geschäftsstelle im Lesesaal des Kreisarchivs 

während der Archivöffnungszeiten.

 

 

 

Historischer Verein begrüßt 1500. Mitglied

Gelderland. Elisabeth Tholen aus Kempen ist dem Historischen Verein für Geldern und Umgegend als 1500. Mitglied beigetreten. Im Haus Lawaczeck, Museum und Begegnungsstätte des geldrischen Geschichtsvereins, empfing sie am Sonntag, dem 2. September 2007, die Glückwünsche des Vorsitzenden, Blumen, das Hörspiel „Von Herzögen, Wundern und Soldaten" und ein Buchgeschenk.

Der Verein, der seit 1851 zur Kulturszene des Niederrheins gehört, hat mit der überschrittenen Schwelle von 1500 Mitgliedern nun ein neues Rekordergebnis erreicht. Da Hunderte von Familienmitgliedschaften jeweils nur einfach berechnet werden, liegt die tatsächliche Zahl der organisierten Geschichtsfreunde allerdings weit über 2000.

Geschichte an Quellen erforschen

„Arbeitskreis Archiv“ im Historischen Verein

  Der Historische Verein für Geldern und Umgegend besitzt eine Vielzahl an unterschiedlichsten Archivalien, von mittelalterlichen Urkunden und Siegeln über zeitgeschichtliche Sammlungen und Fotos bis zu Nachlässen, die im Kreisarchiv lagern. Nur geringe Teile dieser Schätze sind erschlossen und nutzbar. Große Teile sind ungeordnet und bergen sicherlich noch einige Überraschungen in sich. Es ist eine interessante und anspruchsvolle historische Grundlagenarbeit, diese Bestände so zu ordnen und zu erschließen, dass sie nutzbar werden. Das Endprodukt dieser Arbeit sollen Findmittel (Buch und Datenbank), ein Gesamtinventar der Archivalien des Historischen Vereins, das dann publiziert wird, und evtl. eine Ausstellung der Ergebnisse sein.

Da diese Arbeit nicht von einer Person geleistet werden kann, soll eine entsprechende Arbeitsgruppe gebildet werden. In diesem Rahmen sollen gemeinsam die entsprechenden archivischen (Prinzipien der Ordnung, Verzeichnung und Bestandserhaltung) und hilfswissenschaftlichen (z.B. Lesen alter Schriften) Grundlagen erlernt oder vertieft werden, wobei gleichzeitig die Bestände bearbeitet werden.

Der Verein hat sich vor mehr als 150 Jahren gegründet, um die Geschichte an ihren Quellen zu erforschen. Es gilt heute dort anzuknüpfen, um die Erforschung der Quellen, die Eigentum des Vereins sind, möglich zu machen. Gesucht werden historisch Interessierte, die Spaß daran haben, ihr Wissen zu erweitern und das Arbeiten im Archiv kennen zu lernen. Auch junge Menschen (Schüler/innen und Studierende) sind herzlich willkommen!

Interessierte können sich an Andreas Berger (andreas.berger@kreis-kleve, 0 28 31/ 391-811) wenden

 

 

Weeze und der Raum an Niers und Kendel im Mittelalter

ein wissenschaftliches Kolloquium in Weeze   

Bilder vom Kolloquium

 


Nachruf auf Karl-Heinz Tekath (1955-2004)

Am 8. Dezember 2004 verstarb vollkommen unerwartet und im Alter von nur 49 Jahren der Leiter des Kreisarchivs Kleve, Kreisoberarchivrat Karl Heinz Tekath. Karl-Heinz Tekath wurde am 23. August 1955 in Labbeck geboren. Sein historisches Interesse erwachte, als er sich 1974 als Schüler des Städtischen Gymnasiums Goch am Wettbewerb um den "Gustav-Heinemann-Preis für die Schuljugend zum Verständnis deutscher Freiheitsbewegungen" beteiligte. Der Beitrag, den er damals gemeinsam mit einigen Mitschülern einreichte, hatte „Die Revolutionsjahre 1848-49 im Landkreis Kleve" zum Thema. In späteren Jahren ist ihm die Betreuung von Schülern bei historischen Arbeiten immer ein besonderes Anliegen gewesen, vor allem, wenn es sich um Einsendungen für Schülerwettbewerbe handelte.

Nachdem Karl-Heinz Tekath in den Jahren 1974-79 an der Universität zu Köln Geschichte und Germanistik studiert hatte, wurde er ab 1980 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Historischen Archiv des Erzbistums Köln. Seine Ausbildung zum wissenschaftlichen Archivar erhielt er 1984-1986 an der Archivschule Marburg, wo er dem 21. Jahrgang angehörte. Im Jahre 1988 trat er die Nachfolge des 1986 ebenfalls plötzlich und unerwartet verstorbenen klevischen Kreisarchivars Gregor Hövelmann an.

Es war nicht sosehr das Bestreben von Karl-Heinz Tekath, als Kreisarchivar eine große Rolle als Wissenschaftler zu spielen. Vielmehr versuchte er die verschiedenen Aktivitäten auf historischem Gebiete innerhalb des Kreises zu koordinieren und hier eine Mittlerrolle zu spielen. Seine Aufgabe hat er selbst gelegentlich als die des Kulturmanagers umschrieben. Er war eine treibende Kraft hinter der Arbeitsgemeinschaft der Kommunalarchivare des Kreises Kleve und hat die meisten Projekte dieser Arbeitsgemeinschaft, wie Ausstellungen über die Franzosenzeit und über die deutsche Revolution 1848-49 mit ihren Auswirkungen am unteren Niederrhein, sowie auch den im Jahre 2000 erschienenen Archivführer für den Kreis, initiiert. Daneben war er u.a. ein aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Niederrheinischer Kommunalarchivare sowie des Beirats der Heresbach-Stiftung in Kalkar. Im Kreis Klever Förderkreis für Geschichte und Mundart „För Land en Lüj" hatte er die Funktion des 2. Vorsitzenden inne. Nachdem er schon seit Jahren dem Kuratorium der Niederrhein-Akademie / Academie Nederrijn e.V. angehört hatte, war er kürzlich dem Vorstand dieser deutsch-niederländischen Kooperationsgemeinschaft beigetreten.

Mit dem Historischen Verein für Geldern und Umgegend hat Karl-Heinz Tekath sich - durch den Standort des Kreisarchivs Kleve in Geldern bedingt - besonders eng verbunden gefühlt. Er war nicht nur Vorstandsmitglied, sondern auch der Bibliothekar des Vereins und hat die Drucklegung zahlreicher seiner Veröffentlichungen begleitet. Von ihm stammte auch das Konzept für die große, international angelegte Ausstellung über Geschichte und Kultur des Herzogtums Geldern, mit der dieser Verein 2001 sein 150jähriges Jubiläum beging. Die dabei entstandenen Buchausgaben gelten heute als Meilenstein in der geldrischen Geschichtsschreibung. Ein ähnlich groß angelegtes Projekt über den niederrheinischen Adel, das sich zur Zeit in der Vorbereitung befindet, ist ebenfalls von ihm initiiert worden.

In Kleve war Karl-Heinz Tekath ein regelmäßiger Gast u. a. beim Niederrheinischen Büchermarkt und die Mitglieder des Klevischen Vereins für Kultur und Geschichte kennen ihn z. B. auch durch den Vortrag über das Geldern-Projekt, den er hier 2001 gehalten hat. Die Bemühungen des Vereins auf historischem Gebiete hat er nicht nur wohlwollend verfolgt, sondern sie gaben ihm auch Anlass, selber Mitglied zu werden und sich beratend einzuschalten. Für die Rolle als Mittler, die Karl-Heinz Tekath als seine wichtigste Aufgabe sah, eignete er sich durch seine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in ganz besonderem Maße. Die Hingabe, mit der er dieser Aufgabe nachging, hat ihm aber viel abverlangt. zu viel, wie man im Nachhinein mit Bedauern feststellen muss. Sein frühzeitiger Tod reißt eine Lücke, die sich so bald nicht schließen lassen wird.

Bert Thissen

RP vom 24.7.2004


Historisches Dreiecksverhältnis

Die Universität Duisburg-Essen, der Historische Verein sowie acht Kommunen der Region schlossen gestern im Bürgerhaus von Wachtendonk einen Kooperationsvertrag.

Elf Freunde sollt ihr sein! Die Fußballweisheit vom guten Sepp Herberger war gestern nicht nötig. Die „Elf", die im Bürgerhaus von Wachtendonk einen geschichtsträchtigen Vertrag unterzeichneten, halten es eher mit dem geschriebenen Wort. Mit der Universität Duisburg-Essen und ihrem Institut für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung (InKuR), dem Historischen Verein für Geldern und Umgegend sowie acht Kommunen waren elf Partner an einen (langen) Tisch gekommen, um einen Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Erforschung der Geschichte des ehemaligen Herzogtums Geldern zu besiegeln.



Bündnis für Regionalgeschichte

Die acht Kommunen - die Städte Geldern, Kevelaer und Straelen sowie die Gemeinden Issum, Kerken, Rheurdt, Wachtendonk und Weeze seien nicht zufällig ausgewählt worden, betonte Gerd Halmanns, Vorsitzender des Historischen Vereins. „Sie bilden den Sprengel des jährlich erscheinenden Geldrischen Heimatkalenders."

Zu einem geschichtsträchtigen Vertrag gehört ein historischer Ort: Was lag da näher als Wachtendonk? Die Gemeinde feiert gerade mit 725 Jahre Wankumer Landfrieden und 660 Jahren Stadtnennung ein doppeltes Jubeljahr.

„Es ist ein Vertrag, der - wie es sich für einen richtigen Vertrag gehört - jedem der elf Vertragspartner Nutzen bringen wird", stellte der Jurist und Universitätsrektor Prof. Dr. Lothar Zechlin fest. Zur gegenseitigen Unterstützung von Forschungsprojekten will das Duisburger Uni-Institut seine wissenschaftliche Kompetenz mitbringen, und die Kommunen wollen ihre Archive öffnen und damit fürs Forschungsmaterial sorgen.

Dritter im Bunde ist der Historische Verein, der die Zusammenarbeit auf die Schiene setzte. Die Heimatforscher werden das „Bündnis für Regionalgeschichte" mit ihrem Sachverstand und ihrem Vermittlungs- und Organisationstalent unterstützen. Entwicklungspotenzial für die Zusammenarbeit sieht der erste Vorsitzende des Vereins vor allem auch in der Einbindung der Schulen mit Projekten, Lehrerfortbildungen und Studienberatungen.

Wachtendonks Bürgermeister Udo Rosenkranz sprach als Gastgeber stellvertretend für die acht Kommunen: „Ich erhoffe mir ein Netzwerk mit Vorträgen, Tagungen, Archivstudien und Publikationen." Die Erforschung der Regionalgeschichte zähle durchaus zu den weichen Standortfaktoren.

Erstmals: eine Region Der gestern geschlossene Kooperationsvertrag ist nicht der erste seiner Art. Verträge mit der Universität Duisburg bestehen bereits mit Emmerich, Wesel und Xanten. Außergewöhnlich ist an diesem Vertrag für Erforschung des ehemaligen Herzogtums Geldern allerdings, dass er eine ganze Region in die regionale Geschichtsforschung einbindet.

Sabine Janssen

Jugendlich in die Steinzeit

Er gibt Literatur heraus, veranstaltet spannende Exkursionen, hat eine eigene Bibliothek und auch schon einen Preis bekommen: Der Historische Verein für Geldern und Umgegend ist einer der größten und ältesten deutschen Geschichtsvereine.

GELDERN. Geschichtsbewusst - aber nicht verstaubt. Alt - und ganz schön jung: Der Historische Verein für Geldern und Umgegend mag 1851 gegründet worden und damit der zweitälteste Geschichtsverein des Rheinlandes sein. Daraus zu schließen, er müffele still vor sich hin, wäre jedoch eine satte Fehldiagnose. Nicht umsonst hat es 2Ö02 mit dem Förderpreis „Aktive Bürgerschaft - Innovation aus Tradition" in Berlin eine hohe Auszeichnung gegeben.



Einer der Größten

Schon die Zahlen sprechen eine deutliche, eine andere Sprache: Mit fast 1500 Mitgliedern zählt der Verein zu den Größten seiner Art in Deutschland. Zur Zeit der Gründung sei er klein, exklusiv und so eine Art bürgerlicher Gelehrtenzirkel gewesen, erzählt Gerd Halmanns, der` als erster Vorsitzender an der Spitze steht. „Heute ist er für jedermann offen." Und so kommen die Mitstreiter mit den unterschiedlichsten Berufen bei weitem nicht nur aus Geldern, sondern vom gesamten Niederrhein und aus den Niederlanden, mit deren Geschichtsvereinen ebenso eng zusammengearbeitet wird wie mit Museen und anderen Einrichtungen des Nachbarlandes. Schließlich liegt das ehemalige Herzogtum Geldern heute zu 90 Prozent auf niederländischem Gebiet.

Halmanns: „Gerade in der heutigen Zeit ist es ganz wichtig, dass man vom Kirchturmdenken weg kommt. Man muss Geschichte immer im regionalen Zusammenhang sehen, dazu gehört auch der Blick über die Grenzen." Das Bewusstsein für die gemeinsamen Wurzeln zu wecken, sei ein wichtiges Anliegen des Vereins.

„Die Erforschung geldrischer Geschichte und Landeskunde sowie die Pflege der regionalen Kultur" ist per Satzung festgeschrieben. Dahinter steckt ein dickes Programm ehrenamtlichen Engagements: Etwa 20 Exkursionen jährlich gehören ebenso dazu wie die Herausgabe bemerkenswerter Literatur, vom höheren Schulwesen über den geldrischen Heimatkalender bis hin zu einem grenzüberschreitenden zweisprachigen Geschichtsbuch. Allein die Schriftenreihe, die die Mitglieder kostenlos als' Jahresgabe bekommen, weist 103 Bände auf. Arbeitskreise befassen sich mit Archäologie, Bauernhausforschung sowie Genealogie oder werden projektorientiert gebildet. Vorträge, Ausstellungen zählen ebenfalls zum, Angebot des Vereins, der mit Haus Lawaczeck in Kerken-Nieukerk, dem ehemaligen Wohnhaus einer Blaufärberfamilie, über ein Museum und eine Begegnungsstätte verfügt. Dazu kommt die etwa 6A00 Bände, Schriften, Siegel und historische Karten beinhaltende wissenschaftliche Bibliothek, die im Kreisarchiv Kleve in Geldern betreut wird; Kreisarchivar Karl-Heinz Tekath ist gleichzeitig der Bibliothekar des Vereins.

Exkursionen sehr gefragt

1200 Anmeldungen für 22 Fahrten beispielsweise im Jahr 2002 - die Touren mit Zielen geldrischer Geschichte sind Renner im Programm. „Fahrten, die man nirgendwo sonst bekommt", betont der zweite Vorsitzende, Wolfgang Dassel. Sie sollen auch den Nachwuchs ansprechen: So gibt es im August für Jugendliche ab acht Jahren eine Expedition in die Steinzeit. „Wir wollen spannende Themen der, Geschichtsforschung an die Jugend herantragen", erklärt Dassel. „Dafür ist eine Exkursion, bei der man beispielsweise Feuersteine herstellt und nutzt, gut geeignet."

 

Historischer Verein aus Geldern wurde in Berlin geehrt

Er ist nicht erschienen, doch er schickte eine V(ertretungs)-Frau: Der als Laudator vorgesehene Bundesminister Otto Schily blieb der feierlichen Verleihung des Förderpreises für "Aktive Bügerschaft" gestern in Berlin fern. "Wir haben mit ihm gerechnet", sagte Heinz Bosch, Erster Vorsitzender des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend, mit bedauernder Miene.

Die Freude über den eigentlichen Grund der Reise in die Hauptstadt trübte das Fernbleiben indes nicht: Der Historische Verein für Geldern und Umgegend belegte den fünften Platz des bundesweiten Wettbewerbs. Dabei werden Initiativen gefördert und geehrt, die sich unter dem Motto "Innovation und Tradition" aktiv für die Gesellschaft engagieren. Den ersten Platz machte das Projekt "Internationale Gärten", das sich für den Dialog und die Eingliederung von Ausländern in Deutschland einsetzt.

Der Geldener Verein zeichnete sich nach Ansicht der Jury insbesondere durch seine "integrative-europäischen Leistungen" aus. Das bedeutet: Die grenzüberschreitenden Projekte des Vereins - dazu gehört die Mitgestaltung der Geldertage, die Verfassung eines Gechichtsbuchs sowohl in niederländischer als auch in deutscher Sprache und zahlreiche Studienfahrten ins nahe Nachbarland - fördern europäisches Denken fern des technokratischen Bildes, das sich viele Bürger von Europa machen.

Bevor es zur Preisverleihung ging, sprachen die Initiatoren unter Moderation von Journalistin Sabine Christiansen den Vereinen ihren Dank aus. Auch Schilys "V-Frau", Staatssekretärin Brigitte Zypries, betonte die Bedeutsamkeit ehrenamtlicher und aktiver Bürgerarbeit.

Dann kam der entscheidende Aug3enblick: Aufgeregt und mit glänzenden Augen blickten die angereisten Mitglieder des Historischen Vereins - der gesamte Vorstand, der Beirat und "die Fans" (Bosch) - auf ihren Vorsitzenden, der sichtlich stolz zum Podium schritt. Bosch nahm den Preis - eine Urkunde sowie einen Geldpreis von 500 Euro - vom Vorsitzenden des Vereins "Aktive Bürgerschaft", Dieter Pahlen, entgegen.

"Geldern hat 32 000 Einwohner und ist ein aufstrebendes Mittelzentrum am linken Niederrhein", leitete Bosch seine Danksagung ein. er gab einen Einblick in die Geschichte des ehemaligen Herzogtums und bedankte sich für die Anerkennung der Leistungen. Der Erste Vorsitzende schloss - was zu allgemeinem Gelächter führte - mit den Worten Hüschs: " Der Niederrheiner weiß nichts, kann aber alles erklären." Dass aktive Bürgerhilfe für den Geldener Verein nicht mit der Preisverleihung aufhört, betonte Bosch ausdrücklich: Wir bleiben noch bis Sonntag in Berlin, um die Hauptstadt zu fördern."

RP vom 8. 2. 2002

Historischer Verein eröffnete Haus Lawaczeck als Museum und Begegnungsstätte

NIEUKERK (RP). Das Fehlende hinzu gedacht, wird alles zum Ereignis. Dieser Gedanke wird den Verantwortlichen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend durch die Köpfe gegangen sein, als sie den Vertrag unterschrieben, um das Haus Lawaczeck zum Museum und zur Begegnungsstätte zu machen. Am Samstag war die Eröffnung.

Für jährliche Unterhaltungskosten von 10 000 Mark wird es zunächst für eine Dauer von 20 Jahren als historische Begegnungsstätte und Ort für Wechselausstellungen genutzt. Nun, nach gründlicher Umgestaltung und Renovierung, strahlt das 1859 erbaute zweigeschossige Bürgerhaus der Fabrikantenfamilie Lawaczeck mit seiner in altrosa gestrichenen repräsentativen Fassade im Herzen Nieukerks neuen Glanz aus.

Anlass genug, die Einweihung als gebührendes historisches Ereignis zu feiern. Heinz Bosch, Vorsitzender des Historischen Vereins, hatte bei der Begrüßung Mühe genug, in der Vielzahl der Geschichtsfreunde die Ehrengäste auszumachen. Den Familien Becker, Nachfahren der letzten Firmeninhaberin Huberta Becker-Lawaczeck, und Dr. Therese Sack geb. Lawaczeck galt sein besonderer Gruß und Dank für ihr außergewöhnliches Mäzenatentum. Dank galt auch Hubertina Croonenbroek. Die suchte als ehemalige Bürgermeisterin bereits vor Jahren mit der örtlichen Geschichtsgruppe des Heimatvereins den ersten Kontakt mit Dr. Johann Becker, um die Geschichte der für Nieukerk bedeutenden Firma und der Unternehmerfamilie Lawaczeck für die Nachwelt festzuhalten, sowie das Haus auch im Sinne der Erben einer öffentlichen Nutzung zuzuführen.

Dankesworte richtete Bosch auch den Architekten Lars Schreurs, an Familie Karl Heinz Hohmann, an Kerkens Archivarin Johanna Klümpen-Hegmans und Kreisarchivrat Karl-Heinz Tekath für Planung und Hilfe. Und nicht zuletzt an den Heimatverein, der bienenfleißig bis kurz vor der Eröffnung das Haus auf Hochglanz gebracht hatte. Bürgermeister Willi Geurtz gratulierte im Namen von Rat und Verwaltung. Er freute sich, dass das Haus einen neuen Bezugspunkt zur Geschichte des Ortes biete, und hoffte, das es lange Heimat für die Geschichtsfreunde bleibe und auf alle inspirierend wirke.

Charmante Botschafterin

Mit dem Historischen Verein und der Gemeinde Kerken hat sich als Dritter im Bunde die Stiftung Nordrhein-Westfalen in dieses kulturelle Projekt eingebracht und 130 000 Mark beigesteuert. Als charmante Botschafterin der Stiftung gratulierte Mona Wehling. Sie machte unter großem Beifall Hoffnung auf einen weiteren Zuschuss. Alexandra Wellmans umrahmte die Feier mit klassischen und modernen Stücken auf ihrem Saxophon.

Den oberen Saal schmücken Farbfotos von Karl-Heinz Bösken-Diebels als erste Ausstellung bis Weihnachten. Wie die Fabrikantenfamilie damals lebte mit dem Mobilar aus verschiedenen Epochen, ist in allen Räumen zu sehen. Und Kreisdirektor Wolfgang Spreen interessierte sogar die Küche von "Anno dazumal".

Von HELMUT SCHOPMANS