Pressespiegel


 

 

Rheinlandtaler für Bernhard Keuck

 

Der ehemalige Stadtarchivar von Straelen erfährt an seiner Wirkungsstätte die Würdigung des Landschaftsverbands 

Rheinland. In der Feierstunde wird an seine vielfältigen Aktivitäten erinnert.

 

 

Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland (l.), übergab Bernhard Keuck den Rheinlandtaler. Seine Ehefrau Doris 

Keuck bekam einen Blumenstrauß.                                                                                                                                                                                  FOTO STADT

 

An seiner alten Wirkungs­stätte erfuhr Straelens ehemaliger Stadtarchivar eine besondere Würdigung. Anne Henk-Hollstein, 

die Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, überreichte ihm den Rheinlandtaler. Die Feierstunde, meinte die Besucherin 

in ihrer Laudatio, gelte einem Menschen, „der zu dieser Landschaft und Region passt und für sie und ihre Menschen Großartiges geleistet hat".

 

Einen Blick warf die Rednerin in Keucks Biografie: Aufgewachsen in Straelen, nach heutigen Maßstäben in einer Großfamilie, wo Zusam­mensein 

gepflegt und Solidarität und Gemeinwohl großgeschrie­ben wurde, lebte er umgeben von einem Fluidum an Gelehrsamkeit und Geschäftigkeit in der 

elterlichen Buchhandlung samt angeschlossener Buchdruckerei. Mit Büchern und Druckerschwärze groß geworden, öffnete sich zugleich ein Stück 

weit das Tor zur weiten und bunten Welt, was nicht ganz unwichtig für den weiteren Lebensweg und auch die eine oder andere Prägung und Neigung 

gewesen sei. Nach dem Abitur absolvierte er ein Bibliotheks­studium und landete 1979 beim Kreis Kleve, wo er nach einem erfolgreich bestandenen 

Fachlehrgang für Kommunal- und Kirchen­archivare in Köln bis Ende 1990 als Archivar im Kreisarchiv tätig war

 

Im Januar 1991, mit Einrichtung der neuen Stadtarchivar-Stelle, trat Keuck seinen Dienst in Straelen an. Bereits im Mai 1992 konnte er dieses Archiv 

dank einer ausgezeichneten Kooperation zwischen Archivberatungsstelle Rheinland, Denkmalpflege und örtlicher Baubehör­de an seinem heutigen 

Standort in bester städtischer Lage mit eröffnen. „Bernhard Keuck hatte am rechten Ort seine Traumberufung gefunden, die durchaus seinem Naturell 

entsprach. Leute, die näher mit ihm zu tun hatten, schildern ihn als einen auf den ersten Blick unprätentiö­sen, ruhigen, eher zurückhaltenden, aber 

nicht weniger freundlichen und hilfsbereiten Menschen." Kulturbegeisterung, Musik- und Kunstsinn seien ihm ebenso eigen wie vor allem Neugierde 

und Wissensdurst in fast kosmonolitischer Dimension.

 

Zur akademischen Wissbegierde geselle sich der Wesenszug einer starken Persönlichkeit mit langem Atem, großer Ausdauer, gepaart mit einer 

bisweilen unerschütterlich anmutenden positiven Einstellung, jedoch stets klaren Zielen vor Augen.

 

Die Laudatorin bezeichnete Keuck als großen lokalen und regionalen Kommunikator von Geschichte und Geschichten. In mehr als 130 

Veröffentlichungen habe er seine mit Akribie recherchierten Artikel der Straelener, aber auch der Geschichte des ehemaligen selbständigen und heute 

klevischen Südkreises Geldern kundgetan, gut lesbar für Einsteiger wie Fortgeschrittene. Zahlreiche Vorträge und Ausstellungen gehen auf sein Konto, 

weit mehr als I0000 Besucher haben zu den unterschiedlichsten Anlässen den Weg ins Stadtarchiv gefunden. Hunderte von Seiten stammen aus der 

Feder von Keuck, Literaturzusammenstellungen, Bildbände, gewichtige Monographien, kleine und größere Darstellungen gehören zu seinem Werk, für 

das er zigtausende Stunden Arbeits- und Lebenszeit für das Gemeinwohl investierte. Wer den Geldrischen Heimatkalen­der, die Zeitschrift „Straelen 

Aktuell" oder auch nur die Seniorenpost Straelen liest, stößt unweigerlich auf den Text- und Bildaulor wie auch den Redakteur Bernhard Keuck. Als 

Aufklärer möchte er zeigen, dass die dunklen Seiten der Vergangenheit ganz nah sein konnten. Sie erinnerte beispielsweise an die Verlegung der 

Stolpersteine 2013.

 

Bernhard Keuck stehe für Gemeinsinn, er wisse, wie wichtig Identität für ein Gemeinwesen und seine Menschen ist. Als buchstäblicher Stadtschreiber 

beherrsche er das Geschäft des bürgernahen Geschichtenerzählers. Der Kulturschützer Keuck schwinge keines­wegs nur die Feder und sei nicht nur 

als Chronist mit der Kamera unterwegs, sondern packe mit an, manage und überwinde selbst Zäune, wenn es gelte, das geistige Erbe zu retten.

 

Auch Bürgermeister Hans-Josef Linßen und die stellvertretende Landrätin Hubertina Croonenbroek würdigten den Einsatz und die Arbeit Bernhard 

Keucks in ihren Ansprachen.  

(Quelle: RP, Michael Klatt)

 

 

Dr.

Trauer um früheren Chefarzt Ernst Fischer

                                                                                           Foto: Seybert, Gerhard (seyb)

Geldern Der frühere Chefarzt des St.-Clemens-Hospitals starb am Sonntag. Ein sehr persönlicher Nachruf auf eine große Persönlichkeit.

Ernst Fischer ist tot. Ich kann es noch gar nicht glauben. Immer wieder hat er so überzeugt gesagt, dass er 100 Jahre alt wird, dass auch ich nie daran gezweifelt habe. Am Sonntag ist er gestorben, wenige Tage vor seinem 99. Geburtstag.

Dr. Ernst Josef Fischer, auch gern Ernesto genannt: Er gehört zu den großen beeindruckenden Persönlichkeiten, die ich in meinen gut 22 Jahren in Geldern kennenlernen durfte. Dabei kenne ich den Großteil seiner Biografie nur aus seinen eigenen fesselnden Erzählungen und aus seinem Buch „Im Zeitraffer“, in dem er auf 440 Seiten sein Leben Revue passieren lässt. Etwa die Kindheit in Wittlich, die Jugend in der Theatergemeinschaft Emgebia, das Abitur auf dem Aloisius-Kolleg in Bad Godesberg und das Medizinstudium, das 1940 durch den Fronteinsatz im Zweiten Weltkrieg unterbrochen wurde. Verletzt kam er in eine Studentenkompanie 

in Würzburg, wo er seine Frau Irmingard kennenlernte. Am 20. September 1944 heirateten sie, im März 1945 legte er sein Notexamen ab. Seine berufliche Laufbahn begann 1949 am Klinikum Essen, eine weitere Station war die Universitätsklinik Bonn, bis er 1961 nach Geldern kam: als Chefarzt an der Inneren Abteilung des St.-Clemens-Hospitals. Ich habe ihn in dieser Zeit noch nicht gekannt, aber ich sehe ihn vor meinem geistigen Auge, ein Chefarzt wie aus dem Bilderbuch. 

Zitieren wir Gerhard Blüm: „Es war ganz sicher ein Glücksfall und keineswegs selbstverständlich, dass ein Arzt mit überragenden fachlichen Qualitäten und Fähigkeiten sich in einem ländlichen Bezirk etablierte, obwohl ihm unschwer eine Karriere auf Universitätsebene vorausgesagt werden konnte. Er hat es verstanden, ein wissenschaftliches und menschliches Klima zu schaffen, das uns junge Ärzte faszinierte, formte und motivierte.“ Entscheidend brachte Ernst Fischer sich auch in den Neubau des Gelderner Krankenhauses und die damit verbundenen Planungen ein. Nach dem Eintritt in den Ruhestand praktizierte er noch fünfeinhalb Jahre.

Damals entdeckte das Ehepaar Fischer die Freude an weiten Reisen, vor allem nach Lateinamerika. Ernst Fischer widmete sich der präkolumbanischen Kunst. Seine Sammlung war schon in vielen Ausstellungen zu sehen. Mit großem Engagement brachte er sich in den Rotary Club Geldern ein, als dessen Mitbegründer er noch Anfang September geehrt wurde. Und Irmingard und Ernst Fischer waren Familienmenschen: Treffen mit den vier Kindern, acht Enkeln und zehn Urenkeln waren immer ein Fest für ihn.

Vor allem war Ernst Fischer eine Persönlichkeit, die auch im hohen Alter rege am gesellschaftlichen und politischen Leben teilnahm. Und wenn Ernst Fischer einem Bundeskanzler schrieb, antwortete nicht ein Referent, sondern beeindruckt von dem Brief griff dann auch ein Regierungschef einmal selbst zur Feder. Darum macht mich sein Tod wohl besonders traurig. Ernst Fischer steht für gutes Benehmen, hohe Allgemeinbildung, Verständnis für Kultur wie für soziale Anliegen, für Respekt. Er war nicht uneitel, konnte aber auch über sich selbst lachen. Er steht für Werte, die uns heutzutage leider immer häufiger fehlen. Adios, Ernesto.

(Quelle: RP v. 27. 9. 2018)

Dr. Fischer war viele Jahre im Beirat des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend. Wir sind ihm zu großen Dank verpflichtet. Sein Engagement wird im Verein weiterwirken und wir werden uns sehr gern an ihn erinnern.

 
                


  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Paul Lambert, Heinz-Martin Blume, Karl-Heinz Pastoors, Volkwart Lyhme und Klaus Oerschkes (v.l.n.r., 

es fehlt Margret Rath und Dieter Bonnekamp) bei der Vorbereitung der Ausstellung.     Foto: privat

Vom Kloster Nazareth bis zum Kapuziner-Tor

Ausstellung in der neuen Geschäftsstelle des Historischen Vereins in Geldern

 

GELDERN. „Vom Kloster Nazareth bis zum Kapuziner-Tor: 600 Jahre Entwicklungen und Veränderungen in einem 

Gelderner Stadtquartier": Dieses ursprünglich kleine Projekt entwickelte sich im Archäologischen Arbeitskreis (AAK) 

des Historischer Vereins für Geldern und Umgegend wie ein Topf auf dem Herd mit Maiskörner. Das vom Ostwall, 

Kapuzinerstraße und Sandsteg umschlossene Innenstadtquartier steht vor seiner dritten großen Veränderung.

 

Der ursprünglichen Plan, zur Eröffnung des neuen Geschäftszentrums eine Bildausstellung zum Gedenken an das vor 600 Jahren 

gegründete Klosters Nazareth anzufertigen, entwickelte sich zunehmend, eben wie Popkorn. Mitte 2017 gründete sich aus dem 

AAK heraus die Arbeitsgruppe für dieses „kleine" Dokumentationsprojekt. Jetzt wurde die entsprechende Ausstellung eröffnet. 

Nachdem Gerd Halmanns zur Eröffnung in der neuen Geschäftsstelle des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend die 

Grußworte des Vereins und den Dank an die Akteure übermittelt hatte, berichtete Klaus Oerschkes als Projektleiter 

in seinen Einführungsworten vom Projektverlauf. Um die hier vorhandene Ausstellung des AAK auf die Beine beziehungsweise 

an die Wände zu bringen, haben einige AAK-Mitglieder mit großen Engagement Archive besucht, Bücher, Bilder, alte Postkarten,

verschiedene Stadtansichten und Grabungsberichte ausgewertet. Die vorhandene Bild- und Textbeiträge aus den Gelderner 

Heimat Kalendern sowie ein Zeitzeugenbericht rundeten das Bild zum Bebauungsbereich ab.

Beim Einführungsvortrag wurde auch auf die in der damaligen Zeit nicht zu unterschätzende Verantwortung der Schwestern 

gegenüber den Mitmenschen in Bezug auf die Armen- und Krankenpflege eingegangen. Nachdem sich die Schwestern den 

Augustinerinnen angeschlossen haben, wurde ab 1450 eine leistungsfähige Schreibstube errichtet. Die in Geldern geschriebenen 

Texte und Textbeiträge wurden in ganz Europa verbreitet.

 

Ab 1802 erfolgte mit der Verweltlichung des Klosterbesitzes die erste Phase der schrittweisen Umnutzung von 

Gebäuden und Grundstücksflächen. Die Klostergebäude wurden als Turnhalle, Schulen, Brauerei, Spirituosenfabrik usw. genutzt. 

Nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte die zweite Phase der Veränderungen mit neuen Nutzungszielen wie Berufsschule und 

Berufskolleg. Auch die dritte Phase der Veränderungen dieses Stadtquartiers, Umnutzung zum Einzelhandelsstandort, wird in 

der Ausstellung dokumentiert.

 

Archäologische Untersuchungen zeigen aber auch, dass bereits in frühgeschichtlicher Zeit Spuren menschlicher Siedlungstätigkeit 

in diesem Bereich zu finden sind. Ganz nebenbei erkläre Klaus Oerschkes die Widersprüche im Ausstellungstitel 

Kloster  Nazareth, Augustinerinnen an der Kapuzinerstrasse und das Kapuzinertor.

 

Die Ausstellung ist bis zum 2. Oktober jeweils zu den Öffnungszeiten der neuen Ge­schäftsstelle auf der Hartstraße 4-6 in 

Geldern Dienstag, Freitag und Samstag von 10 bis 12 Uhr sowie Mit twoch von 16 bis 18 Uhr zu besichtigen.

 

(Quelle: NN v. 22. 9. 2018)

          

 

Mit allen Sinnen: Gelderntag macht Geschichte leben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So bunt wie kämpferisch: Die Gruppe „Het Woud der Verwachting“ erobert den Gelderner Marktplatz. Foto: Evers Foto: Evers, Gottfried (eve)

 

Geldern Gerüstete Kämpfer auf dem Marktplatz, friedliches Stockbrot-Braten für Kinder, Ausstellungen, bunte Kostüme, Vorträge, Musik und Trubel: Beim Gelderntag kamen Geschichtsinteressierte auf ihre Kosten. Traditionell treffen sich sechs große niederländische und deutsche 

Geschichtsvereine aus dem Gebiet des ehemaligen Herzogtums Geldern alle zwei bis drei Jahre zum „Gelderntag“. Nach 2001 war der Gastgeber 

des Gelderntags am Samstag der Historische Verein für Geldern und Umgebung. Während sich das Programm 2001 noch stark auf die Mitglieder 

richtete, ging der Verein in diesem Jahr neue Wege. Vorsitzender Gerd Halmanns verdeutlichte: „Wir wollten den Gelderntag öffnen für die Bevölkerung mit Angeboten für Jung und Alt.“ Ziel sei es, Geschichte für alle Altersgruppen lebendig zu machen. Der Gelderntag markierte das Ende der Woche der Geschichte.


            
Das offizielle Vormittagsprogramm fand in der Halle Gelderland statt, wo Halmanns die Gäste begrüßte: „Wir alle beackern dasselbe Feld, da ist es 
wichtig, dass wir zusammenarbeiten.“ Bürgermeister Sven Kaiser freute sich, dass Geldern Gastgeber sein durfte, honorierte aber auch die Beiträge 
der befreundeten Vereine und Einrichtungen: „Es ist Ihnen gelungen, Menschen in die Veranstaltungen zu locken und zu sensibilisieren für geschichtliche 
Themen.“

 
Nach zwei spannenden Vorträgen renommierter Dozentinnen, stand ein besonderes Highlight auf dem Programm. Die Premiere des extra für den 
Gelderntag mit dem Ziel, etwas Bleibendes zu schaffen, produzierte Film „Leo und das alte Geldern“ von Thomas Binn. In der Handlung des Filmes, 
der beim Premieren-Publikum begeistert aufgenommen wurde, werden aus Sicht des kleinen Leos (Leo Brouwers) Themen der Gelderner Geschichte 
angerissen. Der Film ist ab sofort online bei Youtube kostenfrei zu sehen.

 Parallel herrschte historisches Treiben mit vielen Angeboten für alle 
Zielgruppen auf dem Marktplatz. Während sich an zahlreichen Ständen Vereine mit geschichtlichen Bezügen präsentierten, gab es eine ganze Reihe 
Mitmachangebote. Die Reenactmentgruppe „Het Woud der Verwachting“ präsentierte Gewänder und Waffen aus dem Mittelalter und informierten 
gerne über die Hintergründe. Elvire Trijsburg überlegte laut: „Was kann man machen, um die Jugend zu interessieren? So stehen wir hier mit 
Kinderspielen, und die Mannschaft in den Kostümen ist immer schön.“ Kinder konnten Fotos hinter einer Fotowand machen, Kräuter am Geruch 
erraten oder Besitztümer von Rittern wie Schachfiguren oder Kettenhemden erfühlen.

 

Gleich nebenan hatte der Kelten- und Germanenstamm „Sugambrer“ rund um zwei Feuerstellen seine weißen Zelte errichtet. Die Mitglieder bieten geschichtliche Darstellungen in historischen Kostümen. Bei ihnen konnten Kinder Bogenschießen, Stockbrot backen oder an einer Schatzsuche teilnehmen. Vor Ort war auch das Niederrheinische Freilichtmuseum aus Grefrath. Brigitte Caspers saß dort an ihrem Spinnrad und wusste, dass es manchmal schwierig ist, mit Kindern ins Gespräch zu kommen: „Die meisten stehen da und trauen sich nicht, aber neugierig sind sie schon. Ich spreche sie dann aktiv an.“

 

Eine interessante Ausstellung zum Thema „Totenzettel“, geführte Spaziergänge und Besichtigungen, mittelalterliche Musik, die Vorstellung des Bronzereliefs des alten Marktes, ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm und vieles mehr rundeten den Geschichtstag ab.Ein besonderer Höhepunkt auf der Bühne war die Nachstellung des Januarbildes aus dem Stundenbuch des Herzogs von Berry durch die Stichting Gebroeders van Limburg. Halmanns war begeistert: „Das ist ein lebendiges Gemälde mit prächtigen mittelalterlichen Kostümen.“ Es soll nicht der letzte Gelderntag gewesen sein. Vor dem Finale mit den „Drakes of Dixieland“ gab Halmanns den Staffelstab symbolisch an Prof. Sebastiaan Roes von De Vereniging Gelrevon weiter.

(Quelle: RP, Yvonne Theunissen)

 

 

Woche der Geschichte

 

31. August:

  16.30 Uhr, Straelen, Ausstellungser­öffnung„Hexenverfolgung 1613­1614 in Straelen", Stadtarchiv

  1.September:

  11 Uhr, Geldern, Ausstellungser­öffnung „Vom Kloster Nazareth bis zum Kapuzinertor", Geschäftsstelle des Historischen Vereins

  2. September:

  11 Uhr, Geldern, Eröffnungsvortrag „Vom Geschichte(n) machen", Bürgerforum

 

11 Uhr, Geldern, Ausstellungseröffnung „Die Sechzigerjahre im Kreis Geldern", Foyer der Stadtverwaltung

 

15 Uhr, Nieukerk, Rundgang vorbei an Nieukerker Sehenswürdigkeiten, Treffpunkt am Rathaus

 

16 Uhr, Wetten, Kunst- und kirchen­historische Führung, Pfarrkirche St. Petrus

 

3. September:

 

20 Uhr, Geldern,Vortrag„Henker, Ketzer, Hexenjäger. Die Hexenpro­zesse 1613 bis 1618 in Straelen und Geldern",Tonhalle

 

4. September:

 

16 Uhr, Geldern, Führung im Maga­zin des Kreisarchivs Kleve, Anmel­dung unter 02831/391814

 

16 Uhr, Geldern, Führung zu

den Stolpersteinen, Gymnasium Straelen

 

17 Uhr, Geldern, Entdeckungsreise

in Gelderns Unterwelt für Kinder von acht bis zwölf Jahren, Mühlen­turm

 

19 Uhr, Geldern, Schnellkurs Ge­schichte, Mühlenturm

 

5.September:

 

9.30 bis 12 Uhr, Geldern, Mittelal­terspiel zwischen deutschen und niederländischen Grundschülern, Mühlenturm, Zuschauer erwünscht

 

17 Uhr, Nieukerk, Drachenmärchen für Kinder, Haus Lawaczeck

 

6.September:

 

15.30 Uhr, Issum, Kunst- und kir­chenhistorische Führung, Pfarrkir­che St. Nikolaus

 

16 Uhr, Straelen, Führung zu den Stolpersteinen, Gymnasium Straelen

 

17 Uhr, Nieukerk, Kirchturmbestei­gung, Anmeldung unter Telefon • 02833/2014

 

19.30 Uhr,Weeze,Vortrag „Dörfliche Rückständigkeit oder Aufbruch in die Moderne?", Alte Schmiede

 

7. September:

 

10 Uhr, Geldern, Rundgang zu den, Stolpersteinen,Treffpunkt der ehe­malige Standort der Synagoge

 

17.30 Uhr, Aldekerk, Kirchenfüh­rung in der Pfarrkirche St. Peter und Paul

 

8. September:

 

ab 8.30 Uhr, Gelderntag, Halle Geld­eiland des See Park (Anmeldung)

11 Uhr bis 18 Uhr, Geldern, Ge­schichtsfest auf dem Marktplatz,

 

(Quelle: NN v. 22. 8. 18)

 

 

Als Vorgeschmack auf die kommenden Großereignisse (Gelderntag und Geschichtswoche) lädt der Historische Verein für Geldern und Umgegend gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena Geldern ein zu einer Ausstellung über die Geschichte des Herzogtums Geldern.

  Sie ist ab dem heutigen Dienstag, 31. Juli, zu sehen.

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen die wichtigsten Kirchen der vier geldrischen Hauptstädte Roermond, Arnheim, Nimwegen und Zutphen, dazu die St.-Maria-Magdalena-Kirche in Geldern, wo die kleine Ausstellung präsentiert wird.

Neben einer großen, doppelseitigen Wand mit ungezählten Einzelinformationen erwartet die Besucher ein neun Minuten langer Film in einer Videoinstallation. Das Projekt ist ein Ergebnis des „Erfgoedfestivals“ (Kulturerbefestivals) in der niederländischen Provinz Gelderland, an dem auch der Historische Verein beteiligt war.

Gemeinsam wurde von den Organisatoren eine 16 Seiten umfassende Broschüre aufgelegt, die die Geschichte von Grafschaft und Herzogtum Geldern in Kurzform erzählt und deutlich macht, inwiefern auch in der Gelderner Pfarrkirche Spuren dieser geldrischen Geschichte zu erkennen sind.

Die Pfarrkirche St. Maria Magdalena ist in der Regel von montags bis freitags geöffnet nach dem Gottesdienst um 9.45 Uhr, also gegen 10.30 Uhr bis 12 Uhr, und von 14 Uhr bis 17 Uhr. Samstags könnte die Ausstellung zwischen 15.30 und 16.30 Uhr besichtigt werden. Sonntags ist nur zu den Gottesdiensten geöffnet. Die Ausstellung endet am 9. September.

Eine kurze Führung, unter anderem mit Erläuterungen zu den Herzoginnengräbern in der Kirche, bietet Gerd Halmanns, der Vorsitzende des Historischen Vereins, an am Sonntag, 12. August, etwa um 11 Uhr (nach dem Gottesdienst) und am Mittwoch, 29. August, um 19.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Der Historische Verein bedankt sich bei den „Machern“ des „Erfgoedfestivals über die Grenzen des Gelderlandes“ sowie bei der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena für die gute Zusammenarbeit.

(Quelle: RP Online)

 

Kandinsky College eert docent uit Duitsland voor jarenlange uitwisseling

NIJMEGEN - Gerhard Halmanns uit het Duitse Geldern heeft gisteren van burgemeester Bruls een lintje gekregen op het Kandinsky College in Nijmegen. Halmanss, docent Nederlands, Geschiedenis en Duits in Geldern, spant zich al sinds 1980 in voor uitwisseling tussen Nederlandse Kandinsky-leerlingen en leerlingen van zijn eigen Lise-Meitner-Gymnasium. 

De twee scholen vierden donderdag uitgebreid dat ze 50 jaar samenwerken. Halmanns bedacht onder meer 'tandemprojecten' waarbij leerlingen van beide scholen in elkaars taal opdrachten maken.  De leerlingen hebben tweetalige uitgaven gemaakt van ‘Grensverhalen – Grenzgeschichten’ en ‘Mijn geheime tip – Mein Geheimtipp..

Ridders van Gelre

Daarnaast verzorgt Halmanns Duitse vertalingen (ondertitelingen) bij de Nederlandse serie ‘de Ridders van Gelre’. Hierover maakt hij ook een tweetalig stripboek. Hij doet dit vanuit de overtuiging dat door een beter onderling begrip ook een betere wereld ontstaat. Aan zijn leerlingen verduidelijkt hij dit met de volgende metafoor “een wond heelt het eerste aan de rand’.

Naast zijn activiteiten als docent is Halmanns voorzitter van de Historischer Verein für Geldern und Umgegend. Hij is betrokken bij grensoverschrijdende activiteiten zoals excursies, tv-rapportages, tentoonstellingen, congressen. En het tweejaarlijks symposium ‘Gelderntag’ voor de zes grootste Nederlandse en Duitse historische verenigingen uit het voormalige hertogdom Gelre. Verder is hij betrokken bij de grensoverschrijdende studie als lid van het comité Niederrhein Akademie Academie Nederrijn (NAAN).

Als bestuurslid van de stichting Schloss Dyck in Jeuchen (Duitsland) is hij betrokken bij onderzoeken naar grensoverschrijdende cultuur en geschiedenis van de regio Rijn Maas en Waal.

Burgemeester Bruls benoemde donderdag op het Kandinsky College Gerhard Halmanns tot Ridder in de Orde van Oranje-Nassau.  

Burgemeester Bruls benoemde donderdag op het Kandinsky College Gerhard Halmanns tot Ridder in de Orde van Oranje-Nassau. © Kandinsky College

(Quelle: de Gelderlander)

 

Issum

Die Stolpersteine des eigenen Ortes erklärt

Ein kleines Heft mit wichtigem Inhalt: Steffen Dennert und Ann-Katrin Vester stellen die Broschüre in der ehemaligen Issumer Synagoge vor. FOTO: Zehrfeld

Vier Jugendliche haben eine Broschüre erstellt. Diese zeigt auf, wo in Issum mal jüdische Bürger lebten.

Es ist ein kleines, dünnes Heft, doch es enthält ein wichtiges Stück Geschichte. Etwa die Geschichte von Ernst Cohen. Er war ein jüdischer Bürger in Issum. Durch die Nationalsozialisten verschleppt, gelang ihm die Flucht aus dem KZ Dachau. Er schaffte es bis nach Argentinien, doch starb dort im November 1939, vermutlich an Gelbfieber. Seine Frau und seine Tochter wurden von den Nazis ermordet.

Das Heft erinnert auch an Sigmund und Regina Moses, die 1936 aus Issum in die Niederlande flohen. 1944 wurden sie von dort nach Auschwitz deportiert, wo sie beide im September 1944 umgebracht wurden.

Diese und weitere Fakten haben vier Jugendliche vom Gelderner Lise-Meitner-Gymnasium für die Broschüre "Stolpersteine in Issum" zusammengefasst. Ann-Katrin Vester (17) und Steffen Dennert (17) präsentierten das Ergebnis stellvertretend für ihre Mitstreiter Henrik van den Brand und Max Küppers der Öffentlichkeit. Als Ort dafür wählten sie die ehemalige Issumer Synagoge.

Die Recherchen für das 16 Seiten umfassende Büchlein haben sie beeindruckt und ihnen einen grausamen Teil der deutschen Geschichte viel näher gebracht, sagen sie. Vor allem, weil es um das Geschehen in ihrem Heimatort ging. "Das war das Interessante daran: dass man wirklich weiß, wie das da war, wo man heute lebt", beschrieb Steffen Dennert.

Die "Stolpersteine" sind die quadratischen Gedenktafeln im Pflaster, die an die ehemaligen Wohnstätten jüdischer Bürger erinnern, die von den Nationalsozialisten vertrieben oder getötet wurden. "Die Häuser stehen zum Teil noch", sagte Ann-Katrin Vester. "Die Straßen kennt man. Die Stolpersteine sind da, wo wir jeden Tag vorbeilaufen." Heute, nachdem sie sich mit dem Leben der Menschen befasst hat, für die die Gedenkplaketten stehen, fallen sie ihr viel mehr auf als früher.

Die wichtigste Quelle war für die jungen Leute das Buch "Juden in der Geschichte des Gelderlandes" von Bernhard Keuck und Gerd Halmanns. Die Anregung zur Erstellung der Broschüre bekamen sie durch ihren Lehrer Gerd Halmanns im Geschichts-Grundkurs. Realisiert wurde das Projekt gemeinsam mit dem Historischen Verein für Geldern und Umgegend, der den Druck bezahlt hat.

Issums Bürgermeister Clemens Brüx nannte das Engagement der Jugendlichen beeindruckend und beispielhaft. Es sei wichtig, "dass das nicht vergessen wird - unsere Geschichte", betonte er. Die jungen Menschen in Deutschland trügen keine Schuld, aber sie müssten sich mit dem, was in ihrer Großeltern-Generation geschehen ist, befassen, um Konsequenzen zu ziehen.

Vom Heft "Stolpersteine in Issum" wurden 3000 Exemplare gefertigt. Es liegt nun unter anderem in der einstigen Issumer Synagoge aus.

(Quelle: RP
v. 15. 1. 2018, Sina Zehrfeld )

 

 

 

Was hat Hape Kerkeling mit ihrer Arbeit zu tun, Frau Kelzenberg?

Kathrin Kelzenberg ist eine ausgezeichnete Wissenschaftlerin. Sie erhält für ihre Arbeit über Johann I. von Kleve den Förderpreis des Historischen Vereins Geldern

Ein Interview der NRZ

 

Fundgrube der Geschichte

NIEDERRHEIN. Duelle sind seit 1717 verboten, die Folter darf seit 1725 nicht mehr zu drakonisch ausfallen und Friedrich II. hält Juristen an, ihre Verfahren zu beschleunigen. Diese Beispiele für die Gesetzgebung im preußischen Gelderland des 18. Jahrhunderts sind nur drei von 1.090 Rechtsquellen, die der Maastrichter Historiker Prof. Louis Berkvens für sein jüngstes grenzüberschreitendes Buchprojekt zusammen getragen hat. 

Der Historische Verein für Geldern und Umgegend hatte nun ins Haus Lawaczeck in Nieukerk eingeladen, um die 644-seitige Edition „Plakkaten, Ordonnanties en Circulaires voor Pruisisch Gelre (1713-1798)“ vorzustellen.

HV

Regelwerk unserer Vorfahren: Der Historische Verein für Geldern und Umgegend hatte Vertreter deutscher und niederländischer Geschichtsvereine sowie des LVR ins Haus Lawaczeck in Nieukerk eingeladen, um das grenzüberschreitende Buchprojekt von Prof. Louis Berkvens (vorne, Mitte) vorzustellen.
NN-Foto: Nina Meyer

Mit dem 22. Band der Reihe „Werken“, die vom Limburger Geschichtsverein LGOG veröffentlicht wird, behandelt Berkvens nach der Gesetzgebung in Spanisch- und Österreichisch-Geldern nun die Rechtsverordnungen aus den Jahren 1713 bis 1798 in Preußisch-Geldern und schließt damit eine wichtige Lücke im Studium der Rechtsgeschichte für weite Teile des heutigen Niederrheins. Unterstützt wurde das Projekt vom Landschaftsverband Rheinland (LVR). Zur Buchvorstellung begrüßte Gerd Halmans, Vorsitzender des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend, die niederländischen „Kollegen“ sowie Vetreter des LVR. Er sagte: „Dieses Projekt passt sehr gut zur Aufgabe unseres Vereins. Denn wenn wir etwas über unsere Herkunft und Identität in der Geschichte erfahren möchten, müssen wir über den Tellerrand blicken und grenzüberschreitend zusammen arbeiten.“

Louis Berkvens stellte die Bedeutung seiner fünfjährigen Arbeit an dem Buch für das Studium der Rechtsgeschichte, der Gesetze und Verordnungen im Gelderland heraus: „Sonst sind die Quellen leider nicht gut zugänglich.“ Seine Dokumente fand er in Archiven im niederländischen Kessel und in Berlin. Begleitend zum Buch gibt es den „Digitalen Erlasssucher“ für das Oberquartier Geldern im Internet. „Indem die Quellen nun öffentlich zugänglich sind, können wir die historische Untersuchung demokratisieren“, freute sich Berkvens. Auch Dr. Arie Nabrings, Leiter des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums, lobte diese neuen Wege der Edition: „Die pralle Fülle des Lebens blättert sich hier auf. Die Quellen zeigen, wie man beispielsweise mit Schützenwesen, Brauereien, Kirmes und Karneval umgegangen ist. Das Ergebnis ist ein Regelwerk unserer Vorfahren, um den Alltag zu regulieren.“

Die Buchversion ist in niederländischer Sprache verfasst, enthält jedoch eine deutschsprachige Einführung. Die Quellen sind chronologisch geordnet und in kurzen Texten zusammen gefasst. Im Internet können Geschichtsinteressierte den Katalog nach Schlagworten oder auch Daten durchsuchen. Zum Teil konnten die Original-Schriftstücke digitalisiert und online gestellt werden. Von anderen Papieren hat Berkvens Transskriptionen erstellt.

Berkvens: „Es ist eine gute Idee für die Euregio, die Geldrische Geschichte zu digitalieren und zugänglich zu machen als Fundgrube der Geschichte.“
Die Online-Version ist für jeden einsehbar unter lrg.unimaas.nl/lrg/search/index.jsp. Das Buch gibt es zum Preis von 40 Euro beim Historischen Verein für Geldern und Umgegend und im Kreisarchiv in Geldern.
Nina Meyer

zum „Digitalen Erlasssucher“ »

Niederrheinnachrichten vom 24. 11. 2012

Von Herzögen, Wundern und Soldaten
Geschichte und Geschichten aus dem Gelderland

Hörspiel
ISBN 3-938217-03-0 / empfohlener Ladenpreis 18,90 Euro

Erscheinungstermin 28. August 2006

Ein Hörspiel über das Gelderland, seine Geschichte, seine Abenteuer, seine Helden – das ist die neue Produktion des Singland Verlages! In Kooperation mit dem Historischen Verein für Geldern und Umgegend e.V. ist dieses aufwändige Hörspiel entstanden.

Der Inhalt in Kürze:

Drei Herren kommen in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts regelmäßig zusammen, um sich über die Geschichte des Gelderlandes auszutauschen. Es sind die Herren Joseph Mooren, Pfarrer aus Wachtendonk, Friedrich Nettesheim, Kaufmann aus Geldern, und Constantin von Ruys, Bürgermeister von Wachtendonk, Wankum und Herongen. Alle drei sind Geschichtsfreaks und sie nehmen den Hörer mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte, zurück in die Geschichtedes Gelderlandes.

Sie stellen uns Mechthild von Kleve vor, Pastor Tillmanns aus Straelen, oder den Abenteurer Herzog Wilhelm I. von Kleve, der einen Krieg gegen ganz Europa anzettelte. Sie erzählen von der Gründung Gelderns genauso wie von der Drachensage oder dem Kampf um Nimwegen. Und im Jahr 1851 sind es diese drei Herren, die den Historischen Verein für Geldern und Umgegend e.V. gründen!

Das 76minütige Hörspiel ist mit Topsprechern besetzt. Unter anderem dabei sind Fritz Stavenhagen, bekannt aus dem Kindermusical Ritter Rost, Kristina Walter (Lindenstraße, Tatort) und Martin Zuhr (RTL, TV Kaiser) sowie andere hochkarätige Sprecher. Die Musik wurde eigens für dieses Hörspiel komponiert.

Das Drehbuch schrieb die Wahlniederrheinerin Casy M. Dinsing, die auch für die Regie verantwortlich zeichnet. Der Historische Verein für Geldern und Umgegend unterstützte das Projekt mit seinem umfangreichen Wissen und gibt dieses Hörspiel für seine Mitglieder als Jahresgabe heraus.
Wir trauern um

Wolfgang Dassel
* 5.10.1943        † 9.11.2005



Wir haben einen sehr liebenswerten und äußerst engagierten Freund verloren.

Seit vielen Jahren arbeitete Wolfgang Dassel im Vorstand des Historischen Vereins, zuletzt als stellvertretender Vorsitzender. Er leitete den Archäologischen Arbeitskreis des Vereins, war Autor für den Geldrischen Heimatkalender, Verfasser und Bearbeiter von vielen Büchern zur Geschichte und Vorgeschichte unserer Region.

Wolfgang Dassels außergewöhnliche Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen, bewiesen besonders die von ihm durchgeführten, sehr beliebten Studienfahrten.

Mit großer Freude und pädagogischem Geschick konnte er sein umfangreiches Wissen über die niederrheinische Geschichte und Landschaftsentwicklung vermitteln. Intensiv pflegte er Verbindungen über die deutsch-niederländische Grenze.

Wir fühlen mit seiner Familie.