Vorträge

 

 

SEPTEMBER

Montag, 28.September 2015

Simone Frank M.A.: Wie kam der Erste Weltkrieg an den Niederrhein? Zur medialen Vermittlung und dem Konstrukt der Heimatfront

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Konstruktion der Heimatfront und der damit einhergehenden Mobilisierung der Bevölkerung im Sinne eines total geführten Krieges. Hierbei spielen die Mechanismen der Mobilisierung und deren Veränderung mit Fortschreiten des Krieges eine besondere Rolle. In den Blick genommen werden das „Augusterlebnis", der „Steckrübenwinter" sowie das Kriegsende, um herauszuarbeiten, wie die Auswirkungen auf die Bevölkerung am Niederrhein gewesen sind und wieviel von der anfänglichen Begeisterung übrig blieb.

Der Vortragsabend findet statt im Rahmen des Partnerschaftsabkommens zwischen dem Historischen Verein, der Stadt Geldern und der Universität Duisburg-Essen.

OKTOBER

Montag, 19. Oktober 2015

Dr. Georg Cornelissen, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte: Gelderner Familiennamen

Manche Gelderner Familiennamen stammen noch aus dem Mittelalter, andere sind vergleichsweise jung. Einige der Namen sind tatsächlich am Ort entstanden, andere sind

„eingewandert". Es gibt Namen, die werden wie vor Jahrhunderten geschrieben, aber auch solche, die sich bis zur Unkenntlichkeit verändert haben. Ausgehend von einer Sammlung von Namen des 19. Jahrhunderts werden die großen Linien der Namengeschichte erläutert und bestimmte Einzelnamen erklärt, die für den Niederrhein typisch sind und in Geldern vorkommen oder vorkamen.

NOVEMBER

Montag, 16. November 2015

Irene Feldmann: Der Niederrhein in der 'Franzosenzeit'. Die französische Verwaltung im Departement Roer 1798-1814

Während der rund zwanzigjährigen französischen Herrschaft über das linke Rheinufer präsentierte sich auch dessen niederrheinischer Teil nach jahrhundertelanger territorialer Zersplitterung erstmals als politisches Ganzes und zugleich eingebunden in einen Zentralstaat, dessen Verwaltungssystem an den Erfordernissen des modernen Einheitsstaates ausgerichtet war. Der Vortrag skizziert nicht nur die Struktur der französischen Verwaltung am Niederrhein, sondern fragt auch nach ihrer Effektivität sowie den Reaktionen der von ihren Maßnahmen unmittelbar betroffenen einheimischen Bevölkerung. Nicht zuletzt möchte er den Spuren nachgehen, die das französische Verwaltungssystem in den linksrheinischen Gebieten über das Ende der 'Franzosenzeit' hinaus hinterlassen hat.

DEZEMBER